Reifendieb nach zehn Taten im Bezirk Mistelbach festgenommen
Ein 42-jähriger tschechischer Staatsbürger ist am 3. November 2026 nach einem Reifendiebstahl in Asparn an der Zaya festgenommen worden. Die Polizei ordnet ihm zehn Diebstahlsdelikte im Bezirk Mistelbach zu. Der Gesamtschaden beträgt rund 20.000 Euro.
Seit Mitte September 2026 ermittelte die Polizeiinspektion Laa an der Thaya wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls von Autoreifen und Treibstoff. Durch umfangreiche Erhebungen wurde ein 42-jähriger Tscheche als Beschuldigter ausgeforscht. Sein Aufenthaltsort war zunächst unbekannt.
Reifen im Auto, Werkzeug sichergestellt
Am 3. November gegen 14:15 Uhr wurden in Asparn an der Zaya vier Autoreifen aus einer Hauseinfahrt gestohlen. Ein Zeuge meldete der Polizei einen weißen Pkw mit tschechischem Kennzeichen als mögliches Täterfahrzeug.
Die sofort eingeleitete Fahndung führte rund 15 Minuten später zum Erfolg: Eine Streife hielt das Fahrzeug auf der B46 in Kottingneusiedl an. Im Wagen fanden die Beamten die gestohlenen Reifen und diverses Einbruchswerkzeug. Die Gegenstände wurden sichergestellt.
Am Steuer saß der bereits gesuchte 42-Jährige. Er wurde vorläufig festgenommen und zeigte sich laut Polizei teilweise geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde der Mann in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
Die Ermittler ordneten dem Beschuldigten insgesamt zehn Taten zwischen Mitte September und Anfang November 2026 im Bezirk Mistelbach zu. Dabei soll er gewerbsmäßig Autoreifen und Treibstoff gestohlen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Angaben stammen von der Landespolizeidirektion Niederösterreich.
Was die Kriminalstatistik tatsächlich zeigt
Der Fall wird in die polizeiliche Kriminalstatistik einfließen, sofern die entsprechenden Straftaten angezeigt und an das Gericht übermittelt werden. Die PKS erfasst und stellt die Entwicklung der Kriminalität in Österreich dar. Grundlage sind das österreichische Strafgesetzbuch und strafrechtliche Nebengesetze; seit 2001 werden alle angezeigten Fälle elektronisch registriert.
Die Statistik dient der Planung kriminalpolizeilicher Maßnahmen, der vorbeugenden und verfolgenden Kriminalitätsbekämpfung sowie organisatorischen Planungen und Entscheidungen. Sie ist allerdings eine Anzeigenstatistik: Das Dunkelfeld der Kriminalität und der Ausgang von Gerichtsverfahren werden nicht erfasst.
Beeinflusst wird die PKS unter anderem vom Anzeigeverhalten der Bevölkerung, von der polizeilichen Kontrollintensität und von gesetzlichen Änderungen. Für die Betrachtung der Kriminalitätsentwicklung wird ein Zeitraum von zehn Jahren herangezogen. Gleichzeitig wird die Struktur der Statistik laufend an Änderungen der Strafgesetzgebung, gesellschaftliche Entwicklungen und neue Phänomene angepasst.
Auf der zuständigen Informationsseite des Bundeskriminalamts werden Zahlen und Daten der PKS sowie umgesetzte und geplante kriminalpolizeiliche Maßnahmen veröffentlicht. Aufgelistet sind dort unter anderem die Kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik 2025, die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014 und 2013 sowie Präsentationen zur Entwicklung der polizeilichen Anzeigen in Österreich und zur PKS 2021 und 2020.
Ebenfalls angeführt werden die Kriminalprävention 2021, Daten und Fakten zu vollendeten Morden an weiblichen Opfern 2021 sowie die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 einschließlich Tabellen und englischsprachiger Schlussfolgerungen. Die jährlichen Sicherheitsberichte enthalten detaillierte Zahlen. Sie werden gemeinsam vom Bundesministerium für Inneres und vom Bundesministerium für Justiz ausgearbeitet und veröffentlicht.
Die Sicherheitsberichte bestehen derzeit aus vier Teilen und enthalten die Anzeigenstatistik des jeweiligen Berichtsjahres, die Verurteilungsstatistik sowie eine Darstellung wesentlicher kriminalpolitischer Entwicklungen. Zusätzlich führt das Bundeskriminalamt Sicherheitsberichte der Bundesregierung und Lageberichte an. Für Auskünfte und Detailfragen ist das Büro für Kriminalstatistik unter kriminalstatistik@bmi.gv.at erreichbar. Die Informationsseite wurde zuletzt am 19. September 2025 aktualisiert.
