Am Sonntag, dem 27. September 2026, war Graz wieder einmal ein Ort der Begegnung und des Dialogs. Der dritte Tag der Religionen lockte Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen an, die sich unter dem Motto „Leben im Miteinander“ versammelten. Es war ein Fest der Vielfalt! 15 Religions- und Bekenntnisgemeinschaften öffneten ihre Türen und luden die Besucher:innen ein, ihre religiösen Orte kennenzulernen, an Führungen teilzunehmen und in Gespräche sowie Meditationen einzutauchen.

Das Programm war bunt und abwechslungsreich. Überall in der Stadt, an 12 verschiedenen Standorten, gab es von 13 bis 16.30 Uhr offene Gottesdienste in christlichen Kirchen, Führungen durch eine Moschee, eine Synagoge, ein buddhistisches Zentrum und noch viele andere religiöse Orte. Die Atmosphäre war durchzogen von Musik, Vorträgen und kulturellen Beiträgen. Viele Programmpunkte wurden sogar gemeinschaftlich von mehreren Glaubensgemeinschaften gestaltet – ein schöner Beweis für den respektvollen Austausch.

Ein Baum als Symbol des Dialogs

Der feierliche Abschluss fand im Volksgarten statt, wo der Lebensbaum, anlässlich des ersten Tags der Religionen vor drei Jahren gepflanzt, als zentrales Symbol diente. Eva Wenig, die Koordinatorin des Interreligiösen Beirats, hob die Bedeutung dieses Baumes hervor. Er steht nicht nur für die Zusammenkunft, sondern auch für die 20-jährige Arbeit des Interreligiösen Beirats der Stadt Graz, der sich für Dialog und respektvolles Miteinander einsetzt. Und ja, an diesem Tag wurde auch das 25-jährige Bestehen des Interreligiösen Dialogs gefeiert – ein Grund mehr, sich zu versammeln und zu feiern.

Bürgermeisterin Elke Kahr hatte ebenfalls ein Wort mitzureden. Sie betonte die gemeinsamen Werte wie Hinwendung und Solidarität und erinnerte daran, wie wichtig es ist, in einer Zeit, in der Spaltung oft mehr Raum einnimmt, Brücken zu bauen. Am zentralen Informationsstand am Hauptplatz konnten die Besucher:innen ab 12.30 Uhr detaillierte Informationen zu Programm, Standorten und Religionsgemeinschaften erhalten – eine gute Idee, um nicht den Überblick zu verlieren!

Der interreligiöse Dialog im Fokus

Interreligiöser Dialog ist nicht nur eine lokale Angelegenheit. Er hat weltweite Dimensionen und ist tief in vielen Glaubensrichtungen verwurzelt. Der Hinduismus, zum Beispiel, ist kein geschlossenes System, sondern ein buntes Geflecht aus verschiedenen Gemeinschaften und Grundannahmen. Toleranz und Dialog sind hier wichtige Bausteine. So ähnlich sieht es auch im Buddhismus und im Judentum aus, wo die Vertreter:innen oft praktische Zusammenarbeit im interreligiösen Dialog bevorzugen.

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Der Tag der Religionen in Graz hat gezeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen sind. Sie fördern nicht nur das Verständnis zwischen den Religionen, sondern auch die Gemeinschaft unter den Menschen. Ob nun durch offene Gotteshäuser oder gemeinsame musikalische Darbietungen – der Austausch bringt frischen Wind und schafft eine Atmosphäre des Miteinanders, die in unserer heutigen Zeit umso mehr gebraucht wird.

In der lauen Septemberluft, umgeben von den Klängen und Gerüchen des Volksgartens, spürte man förmlich, wie die Menschen durch den Dialog näher zusammenrückten. Und so wird der Tag der Religionen nicht nur als ein Event in Erinnerung bleiben, sondern als ein lebendiger Ausdruck des interreligiösen Miteinanders in Graz.