Trilety am Scheideweg: Von der Insolvenz zum Neuanfang in Hallein
Heute ist der 5.10.2026, und in Hallein gibt es traurige Nachrichten aus der Welt der Unternehmen. Die traditionsreiche Firma Trilety, gegründet 1953 und bekannt für ihre spezialisierten Aufbauten für Kehrmaschinen und Straßenwaschgeräte, hat am 18. Juni 2026 Konkurs angemeldet. Die Verbindlichkeiten betragen erschreckende 4,3 Millionen Euro, und betroffen sind nicht nur die 207 Gläubiger, sondern auch 37 Mitarbeiter, die um ihre Zukunft bangen.
Die Gründe für diesen schmerzhaften Schritt sind vielschichtig. Die letzten Jahre waren für viele Unternehmen eine Herausforderung, und Trilety bildet da keine Ausnahme. Die Corona-Pandemie, die 2019 ihren Lauf nahm, hat auch hier ihre Spuren hinterlassen. Auch die globalen Lieferketten hatten ihre Probleme, und es kam zu Verzögerungen bei der Lieferung von wichtigen Komponenten. Das hat letztendlich zu einem Mangel an liquiden Mitteln geführt, obwohl der Auftragsstand eigentlich hoch war. In den Jahresabschlüssen für 2025 wurde sogar mit einer positiven Fortbestehensprognose und einem Gewinn gerechnet.
Ein Hoffnungsschimmer für Trilety
Doch ganz aufgegeben hat das Team um Geschäftsführer Roland Hallinger nicht. Anfang Juli 2026 wurde die Rettung der Firma verkündet. Mit viel Motivation arbeiten Hallinger und sein Team am Neustart. „Wir sind fest entschlossen, das Ruder herumzureißen“, sagt Hallinger. Es ist schon beeindruckend zu sehen, dass die ersten Fahrzeuge, darunter auch Kehrmaschinen, bereits ausgeliefert werden. Helmut Silberschneider, der im Vertrieb für Österreich tätig ist, ist ebenfalls optimistisch. „Wir haben eine treue Kundschaft, und die Produkte von Trilety sind im Stadtbild von Salzburg sehr verbreitet“, fügt er hinzu.
Die Trilety GmbH hat sich nicht nur auf nationale Aufträge konzentriert, sondern auch über die Grenzen Österreichs hinaus verkauft. Die Hauptauftraggeber stammen meist aus dem kommunalen Sektor, was zeigt, wie wichtig die Produkte für die öffentliche Infrastruktur sind. Im letzten Jahr wurde das Unternehmen sogar mit dem Salzburger Handwerkspreis ausgezeichnet – eine Anerkennung, die in der Branche nicht einfach so daherkommt.
Die Herausforderungen der Branche
Trotz der positiven Entwicklungen bleibt die Zukunft von Trilety ungewiss. Die Suche nach Investoren war bisher erfolglos, und die mehr als 4,3 Millionen Euro Passiva, von denen mehr als die Hälfte Verbindlichkeiten bei Banken sind, stellen eine enorme Belastung dar. Eine halbe Million Euro entfallen auf Forderungen von Lieferanten, was die Lage nicht einfacher macht. Die Mitarbeiter sind nervös, und die Gespräche über die bevorstehenden Änderungen sind oft von Unsicherheit geprägt.
Der Weg war steinig, und die Herausforderungen, vor denen die Trilety GmbH steht, sind nicht zu unterschätzen. Es bleibt zu hoffen, dass der Rettungsplan greift und das Unternehmen, das so viele Jahre Teil der Halleiner Gemeinschaft war, wieder auf die Beine kommt. Die Sorgen und Ängste der Mitarbeiter sind spürbar – sie hoffen auf eine positive Wende in der Geschichte ihres Unternehmens.
