In der Pfarrkirche Saak steht am 14. November 2026 ein festlicher Gottesdienst auf dem Programm: Prov. Prasanth Goddumarri lädt anlässlich seines 15-jährigen Priesterjubiläums zur gemeinsamen Feier ein. Beginn ist um 17:00 Uhr.

Nach dem Dankgottesdienst geht es bei einer Agape beziehungsweise einem gemeinsamen Beisammensein weiter. Dort soll Zeit für Gespräche, Austausch und gemeinsames Feiern sein. Für viele Besucher wird der Abend damit wohl nicht gleich an der Kirchentür enden.

Priesterjubiläen im Jahr 2026

Der Termin in Saak fällt in ein Jahr, in dem auch österreichweit an zahlreiche Priesterjubiläen erinnert wird. Rund um das Fest Peter und Paul am 29. Juni wurden in der katholischen Kirche traditionell Priesterweihen gefeiert. Der Beitrag zu den Priesterjubiläen 2026 nennt jene Priester, die 1951, 1954 bis 1956, 1961, 1966, 1976 und 2001 geweiht wurden.

Goldjubilare und Jubilare älterer Jahrgänge feierten einen Festgottesdienst mit Erzbischof Josef Grünwidl im Stephansdom. Auch viele Priester mit 25-jährigem Jubiläum nahmen an einem Dankgottesdienst mit dem Erzbischof teil. Der vollständige Überblick mit den Namen der Jubilare ist im vorliegenden Text allerdings nicht enthalten.

Der 29. Juni verliert seine Monopolstellung

Peter und Paul galt traditionell als Termin für Priesterweihen. Inzwischen wählen viele Bistümer auch Pfingsten oder andere Tage. Das zeigt sich besonders deutlich beim Blick nach Deutschland: Dort gab es 2026 in den 27 Bistümern insgesamt 30 Priesterweihen.

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Das waren etwas mehr als im Jahr davor. 2025 war mit 25 Weihen der bisherige Tiefststand erreicht worden. Die offiziellen Zahlen der Deutschen Bischofskonferenz werden üblicherweise erst zu Beginn des Folgejahres veröffentlicht.

Die meisten Weihen meldeten Rottenburg-Stuttgart mit fünf sowie das Erzbistum Berlin mit vier. Eichstätt, Köln und München-Freising kamen jeweils auf drei, Freiburg und Trier jeweils auf zwei Priesterweihen. Je eine Weihe gab es in Paderborn, Speyer, Dresden-Meißen, Passau, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Bamberg.

In elf Bistümern wurde 2026 kein Priester geweiht: Aachen, Münster, Essen, Limburg, Hamburg, Hildesheim, Osnabrück, Mainz, Görlitz, Magdeburg und Erfurt. Das Bistum Fulda konnte noch keine Gesamtzahl nennen. Dort wurde im März ein 31-jähriger Ukrainer nach byzantinischem Ritus zum Priester geweiht; er betreut die ukrainische Kirchengemeinde und ist in der Seelsorge des Bistums tätig.

Langfristig zeigt die Kurve nach unten

Die Entwicklung reicht weit zurück. 1966 wurden in Deutschland 447 Priester geweiht, 1976 waren es 182 und 1986 noch 254. 1996 wurden 186 Weihen verzeichnet, 2006 waren es 121, 2016 schließlich 77. Seit 2008 liegt die Zahl dauerhaft unter 100, seit 2021 unter 50 Weihen jährlich.

Auch bei den Ordensgemeinschaften sind die aktuellen Zahlen für 2026 noch nicht verfügbar: Die Deutsche Ordensobernkonferenz erhält sie erst zum Jahresende. In den vergangenen Jahren gab es dort sechs Priesterweihen im Jahr 2025, elf im Jahr 2024 und vier im Jahr 2023.

In Saak geht es am 14. November zunächst um einen persönlichen Meilenstein. Danach dürfte bei der Agape noch länger geredet, gelacht und angestoßen werden.