Auf der Landesstraße L 1105 zwischen Obermallebarn und Göllersdorf ist die Sanierung abgeschlossen. Knapp 10.000 Quadratmeter Fahrbahn wurden erneuert – für Autofahrer bedeutet das auf den betroffenen Abschnitten wieder eine deutlich ruhigere Fahrt.

Nötig geworden waren die Arbeiten wegen zahlreicher Schäden: Spurrinnen, Ausmagerungen und weitere schadhafte Stellen hatten der Straße zugesetzt. Bereits vor dem Start der Hauptarbeiten besserte man örtlich begrenzte Schäden auf rund 600 Quadratmetern aus.

Zwei Abschnitte, neue Asphaltschichten

Die Erneuerung erfolgte in zwei Teilabschnitten. Westlich von Obermallebarn wurde auf rund 760 Metern gearbeitet, südwestlich von Viendorf auf weiteren rund 960 Metern. Die bestehenden Asphaltschichten wurden dabei verstärkt: sechs Zentimeter Asphalttragschicht kamen dazu, darüber drei Zentimeter Deckschicht.

Ausgeführt wurden die Bauarbeiten von der F. Lang u. K. Menhofer Baugesellschaft. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 440.000 Euro. Getragen wurden sie vollständig vom Land Niederösterreich.

Die offizielle Fertigstellung nahm Nationalrat Christian Lausch in Vertretung von Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer vor. Dabei waren unter anderem die Bürgermeister Josef Reinwein aus Göllersdorf und Ernst Kreuzinger aus Sierndorf sowie Vertreter der Straßenbauabteilung und der Straßenmeisterei Hollabrunn.

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Teil eines größeren Straßenbauprogramms

Die Arbeiten im Bezirk Hollabrunn stehen in einem größeren Zusammenhang. Das Land Niederösterreich plant für 2026 ein Straßenbauprogramm mit einem Volumen von 130 Millionen Euro. Vorgesehen sind 480 Projekte in rund 300 Gemeinden. Präsentiert wurde das Programm am Montag in der Straßenmeisterei Pottenbrunn im Bezirk St. Pölten.

Verkehrslandesrat Udo Landbauer kündigte Investitionen in sichere und verlässliche Straßen an. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sanierung bestehender Landesstraßen: Schäden sollen behoben werden, bevor sie zur Gefahr werden. Im Blick sind dabei Straßen, die für Arbeitswege, Schulwege, Einkäufe und den Freizeitverkehr gebraucht werden.

Auch die Folgen des Hochwassers aus dem Jahr 2024 fließen in die Planung ein. Laut Land sind die Schäden zu 98 Prozent aufgearbeitet, die noch offenen Arbeiten sollen 2026 abgeschlossen werden.

Aufträge für regionale Betriebe

Neben der Verkehrssicherheit soll das Programm die heimische Bauwirtschaft stärken. Ein großer Teil der Aufträge soll an kleine und mittlere Unternehmen in Niederösterreich gehen. Damit sollen Arbeitsplätze gesichert und regionale Wertschöpfung im Land gehalten werden.

Welche Größenordnung dahintersteckt, zeigen die Zahlen aus 2025: Damals wurden Bauleistungen im Wert von 150,6 Millionen Euro vergeben. 33 Prozent davon – rund 49,6 Millionen Euro – gingen an 1.207 kleine und mittlere Unternehmen. Das gesamte Bauprogramm umfasste 560 Straßenbaulose mit Aufträgen an 1.230 Unternehmen.

Zu den größeren Vorhaben zählen der Ringschluss Wiener Neustadt im Industrieviertel mit Kosten von 42,9 Millionen Euro und einer geplanten Verkehrsfreigabe für Ende 2027 sowie die Umfahrung Großglobnitz–Kleinpoppen im Waldviertel. Der nördliche Abschnitt der B36-Umfahrung ist bereits eröffnet, die vollständige Verkehrsfreigabe ist für Herbst 2027 vorgesehen.

Straßenbaudirektor Josef Decker bezeichnete die Erhaltung des Netzes als wichtigen Schwerpunkt und kündigte kontinuierliche Sanierungen an. Der niederösterreichische Straßendienst sei außerdem für den weiteren Wintereinsatz 2026 gerüstet. In Hollabrunn ist die L 1105 inzwischen jedenfalls wieder glatt – jetzt muss sie nur noch dem nächsten Winter standhalten.