Heute, am 9. Mai 2026, hat die Stadt Feldkirchen einen bedeutenden Schritt in der Parkraumüberwachung vollzogen. Vor einem Monat sorgte ein Disput zwischen einem Parkwächter der neuen Sicherheitsfirma Leon und Marktstandlern für Aufregung. Dieser Vorfall führte zu kritischen Stimmen über die Vergabe der Parkraumüberwachung an die Firma Leon nach über 25 Jahren Zusammenarbeit mit dem bisherigen Dienstleister. Die Unruhe ist groß, denn viele haben die Arbeit von Robert Schönberg, der die Parkraumüberwachung über ein Vierteljahrhundert hinweg leitete, geschätzt.

Am Donnerstagabend wurden nun die neuen Räumlichkeiten der Leon Service & Security GmbH am Hauptplatz 2 eröffnet. Bürgermeister Martin Treffner (ÖVP) erklärte bei der Eröffnung, dass Leon das beste Angebot für die Parkraumüberwachung abgegeben habe. Die Gemeinde sieht die Zusammenarbeit als eine Win-Win-Situation an, da Leon in einem leerstehenden Geschäftslokal eingemietet ist und 20 neue Arbeitsplätze schaffen soll. Pro Mitarbeiter sollen etwa 1200 Euro an Kommunalsteuer anfallen. Ein Anreiz, der nicht zu vernachlässigen ist!

Kritik und Bedenken

Die Vergabe des Auftrags an Leon, der laut Informationen unter 100.000 Euro liegt, hat jedoch auch Schattenseiten. Verkehrsreferentin und Vizebürgermeisterin Isabella Breiml (SPÖ) äußerte ihre Bedenken über die Entscheidung für den Billigstbieter. Sie betonte die Zufriedenheit mit der bisherigen Arbeit von Schönberg und wies darauf hin, dass es keine schriftliche Zusage für die Ansiedlung von Leon in Feldkirchen gibt. Diese Unsicherheit erinnert an frühere unerfüllte Versprechen bezüglich Ansiedlungen in der Stadt, was bei vielen Bürgern für Skepsis sorgt.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die geplante Evaluierung der dreistündigen Parkzeit in der Kurzparkzone. In Feldkirchen gibt es insgesamt 1262 Parkplätze, davon 252 gebührenpflichtige und 332 als gebührenfreie Kurzparkzonen ausgewiesen. Die seit dem Vorjahr bestehende Möglichkeit des Handyparkens hat sich bereits bewährt, was die Parkraumsituation etwas entspannt hat.

Ein neuer Anfang

Leon-Geschäftsführer Christian Wernig zeigte sich bei der Eröffnung erfreut über den neuen Standort und die Möglichkeit, das Unternehmen auszubauen. Das neue Büro wurde bereits mit den notwendigen Büromaterialien ausgestattet und frisch ausgemalt, was dem ganzen einen positiven Anstrich verleiht. Die Gemeinde ist bestrebt, die jährlichen prozentualen Erhöhungen bei den Gebühren zu vermeiden und die Entwicklung des Marktes genau zu beobachten.

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Zur Segnung der neuen Räumlichkeiten war Akolyth Otto Hoffmann anwesend, ebenso wie mehrere Stadträte und Gemeinderäte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zusammenarbeit mit Leon entwickeln wird. Die Erwartungen sind hoch, doch die Unsicherheiten und Kritiken, die im Vorfeld laut wurden, könnten immer noch für Spannungen sorgen. Die Bürger in Feldkirchen sind gespannt, wie sich die Parkraumüberwachung unter neuer Leitung gestalten wird.

Die Entwicklung in Feldkirchen ist ein spannendes Beispiel dafür, wie Veränderungen im kommunalen Bereich auf unterschiedliche Resonanz stoßen können. Es bleibt abzuwarten, ob die neue Parkraumüberwachung durch Leon den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird und sich letztendlich als Erfolg erweist.