In Feldkirchen ist die Verkehrsituation vor Schulen ein wichtiges Thema. Die Rolle der Schülerlotsinnen und Schülerlotsen wird aufgrund der immer größer werdenden Verkehrsdichte immer bedeutender. Diese engagierten Jugendlichen begleiten ihre Mitschüler sicher über stark frequentierte Straßen, um den Schulweg sicherer, ruhiger und geordneter zu gestalten. Es ist einfach unglaublich, wie viel Verantwortung schon so junge Menschen übernehmen! Der Landesschülerlotsentag, der am 23. Juni im Familywald in Rappitsch am Ossiacher See stattfand, hat das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Rund 130 Schülerlotsen und etwa 12 Begleitlehrpersonen waren vor Ort, um das Ehrenamt zu feiern und sich auszutauschen.

Schülerlotsen sind freiwillige Helfer ab der 7. Schulstufe und leisten seit 57 Jahren ehrenamtliche Dienste in Kärnten. Diese wichtigen Verkehrshelfer stehen an den entscheidenden Übergängen vor Schulen und helfen jüngeren Kindern beim sicheren Überqueren der Straße. Es ist eine schöne Geste, die nicht nur den Schulanfängern, sondern auch ihren Eltern ein gutes Gefühl gibt. Die Schülerlotsen erhalten sowohl theoretische als auch praktische Ausbildung, und die Ausstattung ist ebenfalls wichtig. Denn die jungen Lotsen tragen auffällige Warnkleidung und nutzen eine Signalkelle, die sie gut sichtbar macht. Ihr Einsatz wird von der Verkehrsabteilung der Landespolizei Kärnten und den Schulen organisiert.

Ausbildung und Verantwortung der Schülerlotsen

Mindestens 13 Jahre alt müssen die angehenden Schülerlotsen sein, in der Regel sind sie in der 7. Klassenstufe. Vor ihrem ersten Einsatz durchlaufen sie eine Schulung, die meist von Polizei und Verkehrswacht durchgeführt wird. Diese Schulung ist nicht zu unterschätzen und dauert je nach Bundesland zwischen sechs und zwölf Stunden. Dabei lernen die Schülerlotsen, Verkehrssituationen richtig einzuschätzen und konzentriert zu bleiben – auch bei windigem Wetter! Komischerweise gibt es in Deutschland etwa 50.000 Schülerlotsen, die ebenfalls freiwillig und unbezahlt ihren Dienst leisten. Ein bemerkenswerter Fakt: Seit dem Start des Dienstes im Jahr 1953 gab es an von Schülerlotsen gesicherten Stellen keinen tödlichen Unfall. Ein weiterer Beweis für die Wichtigkeit dieser Initiative!

Die Schülerlotsen dürfen allerdings keine Fahrzeuge anhalten oder den Verkehr regeln. Stattdessen beobachten sie den Verkehr und geben den Kindern ein Zeichen zum Überqueren. Es ist eine spannende, aber auch verantwortungsvolle Aufgabe, die von den Schülerlotsen viel Aufmerksamkeit und Zuverlässigkeit erfordert. Vor Schulbeginn und nach Schulschluss sind sie im Einsatz und sichern gefährliche Stellen wie Fußgängerüberwege und Kreuzungen. Diese Orte sind durch das blaue Verkehrszeichen 356 gekennzeichnet – ein vertrauter Anblick für viele, die regelmäßig zur Schule gehen.

Engagement für die Verkehrssicherheit

Das Engagement geht aber über den Schulweg hinaus. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Ehrenamtliche zur Verkehrssicherheit beitragen können, sei es als Verkehrspatin oder Verkehrspate, die unsichere Verkehrsteilnehmer begleiten oder bei der Verkehrserziehung in Kitas und Grundschulen helfen. Besonders zu Schulanfang werden viele Freiwillige gesucht, um Aktionen zur Verkehrssicherheit zu unterstützen. Die Deutsche Verkehrswacht informiert regelmäßig über solche Möglichkeiten – eine tolle Chance, um sich aktiv einzubringen!

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Das Engagement im Bereich Straßenverkehr kann auch auf politischer Ebene stattfinden. Städte und Gemeinden suchen ständig nach Ehrenamtlichen, die bei Verkehrsthemen unterstützen können. Sei es bei der Überprüfung von Fahrradwegen oder gefährlichen Kreuzungen – überall werden helfende Hände benötigt. Informationen über Engagementmöglichkeiten erhält man oft im Rathaus oder online bei gemeinnützigen Organisationen.

Schülerlotsen, Verkehrspaten und andere Ehrenamtliche tragen dazu bei, dass unsere Straßen sicherer werden. Es sind die kleinen Gesten, die Großes bewirken. Wenn man bedenkt, wie viele Kinder täglich ihren Weg zur Schule antreten, wird einem die Bedeutung dieser Initiative erst richtig bewusst. Ein Grund mehr, den engagierten Helfern Anerkennung zu zollen. Diese jungen Leute sind die Helden des Alltags!

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