Am 13. Mai wird es im Wiener Rathaus eine besondere Veranstaltung geben. Bürgermeister Bernard Sadovnik aus Globasnitz wird mit dem Zivilcourage-Preis der Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch ausgezeichnet. Eine Auszeichnung, die nicht nur für ihn, sondern auch für die slowenische Volksgruppe in Kärnten von großer Bedeutung ist. Die Veranstaltung verspricht, ein starkes Zeichen für Respekt, gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe zu setzen.

Sadovnik, der seit elf Jahren das Amt des Bürgermeisters von Globasnitz bekleidet, wird für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den Dialog und die Verständigung zwischen den verschiedenen Kulturen gewürdigt. Besonders hervorgehoben wird seine Haltung nach dem umstrittenen Polizeieinsatz beim antifaschistischen Jugendcamp an der Gedenkstätte Peršmanhof. In dieser schwierigen Situation zeigte er Rückgrat und bemühte sich um eine rasche und kritische Aufarbeitung des Vorfalls. Gerlinde Affenzeller, die Geschäftsführerin von SOS Mitmensch, lobt die unerschütterliche Haltung Sadovniks. Er gilt als wichtige Stimme für Menschenrechte, Demokratie und ein respektvolles Zusammenleben.

Ein Blick auf das Engagement

Die Verbindung von Sadovnik zur Geschichte der Kärntner Slowenen ist tief verwurzelt. Er ist ein direkter Nachkomme einer Familie, die am Peršmanhof von der SS ermordet wurde. Diese persönliche Geschichte prägt sein öffentliches Engagement und macht seinen Einsatz umso bedeutender. Sadovnik hat sich nicht nur für die eigene Volksgruppe stark gemacht, sondern setzt sich allgemein für ein respektvolles Miteinander ein.

Zum Zivilcourage-Preis, der mit insgesamt 2.000 Euro dotiert ist, wird auch die Regisseurin Olga Kosanović ausgezeichnet. Es ist schön zu sehen, dass solche Initiativen nicht nur Einzelpersonen, sondern auch die Kultur und Kunst würdigen. Die Preisreden werden von Cornelia Kogoj von der Initiative Minderheiten und der Journalistin Solmaz Khorsand gehalten. Moderiert wird die Veranstaltung von Zeynep Buyraç, Schauspielerin und Vorsitzende von SOS Mitmensch.

Blick in die Zukunft

Sadovnik, der im kommenden Jahr für eine weitere Amtsperiode kandidiert, zeigt, dass Engagement und Zivilcourage in der Politik nicht nur Schlagworte sind. Es sind Werte, die im Alltag gelebt werden müssen. Die Auszeichnung durch SOS Mitmensch ist nicht nur eine Anerkennung seines bisherigen Wirkens, sondern auch ein Ansporn, sein Engagement fortzusetzen. Die Geschehnisse rund um die Preisverleihung sind somit nicht nur ein Grund zur Feier, sondern auch ein Appell an alle, sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte einzusetzen.

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Für uns in Völkermarkt und darüber hinaus ist es wichtig, solche Ereignisse zu verfolgen und zu unterstützen. Es zeigt, dass der Einsatz für Menschenrechte und ein respektvolles Miteinander in Kärnten auch weiterhin von zentraler Bedeutung sind. Die Auszeichnung von Bernard Sadovnik ist ein Lichtblick in einer Zeit, in der solche Werte oft in den Hintergrund gedrängt werden.