Heute ist der 7. Mai 2026 und in Völkermarkt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Schüler des Alpen-Adria-Gymnasiums haben ein spannendes Theaterstück mit dem Titel „Veilchenfian“ auf die Beine gestellt. Die Premiere findet am 31. Mai 2026 um 19 Uhr im malerischen Stiftshof in Eberndorf statt. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird die Aufführung im Kulturni Dom in Bleiburg stattfinden. Das Stück dauert etwa 90 Minuten und der Eintritt erfolgt durch eine freiwillige Spende.

Hinter dem Stück steckt eine interessante Geschichte: Inspiriert von den Zerstörungen, die im Sommer 2023 durch ein heftiges Unwetter in der Region verursacht wurden, hat die Oberstufentheatergruppe „drAmAG“ unter der Leitung von Lehrer David Samitsch das Konzept entwickelt. Ein kirchlicher Turm in St. Marxen/Kühnsdorf wurde damals durch einen Sturm, der mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und golfballgroßen Hagelkörnern wütete, stark beschädigt. Die Dachkonstruktion stürzte auf den Friedhof und die Sakristei. Die Schäden wurden auf mindestens 500.000 Euro geschätzt. Ein wirklich dramatisches Ereignis!

Ein kreativer Prozess

Die Schüler waren während des gesamten Prozesses begeistert von der Möglichkeit, kreativ zu sein und abseits des üblichen Schulalltags zu arbeiten. Annabell Butej, Florentina Hobel und Anika Lachowitz waren maßgeblich an der Entwicklung des Grundkonzepts beteiligt. Unterstützung erhielten sie vom Künstlerkollektiv „Kopp23“, dessen Mitglieder alles Absolventen des Gymnasiums sind. Im Rahmen von Workshops in Tanz, Komposition und Schreiben konnten die Schüler ihr Talent weiter verfeinern. Es ist wirklich inspirierend zu sehen, wie aus einem so tragischen Ereignis etwas Positives entstehen kann.

In der Region hat das Unwetter im Jahr 2023 nicht nur den Kirchturm, sondern auch die Landwirtschaft schwer getroffen. Über 6000 Hektar Ackerkulturen und Grünland wurden beschädigt, und die Gesamtschäden für Kärnten beliefen sich auf etwa 2,3 Millionen Euro. So viel Leid und Zerstörung, und doch blüht die Kreativität der Schüler auf, die mit ihrem Theaterstück einen neuen Brauch namens „Veilchenfian“ entwickeln. Das zeigt, wie Kunst auch in schwierigen Zeiten eine heilende Wirkung haben kann.

Ein unvergessliches Erlebnis

Die Schüler äußern sich durchweg positiv über den Lernprozess. Sie empfinden die Abwechslung zu ihrem Schulalltag als erfrischend und bereichernd. Man kann nur erahnen, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt. Die Vorfreude auf die Aufführung wächst und auch die Zuschauer dürfen sich auf eine einzigartige Inszenierung freuen.

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Wir sind gespannt auf die Premiere und werden sicherlich berichten, wie die Aufführung angekommen ist. Die Schüler haben sich viel Mühe gegeben und mit Unterstützung ihrer Lehrer und Mentoren ein Stück geschaffen, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.