Eine Woche Kreta, viele neue Gesichter und zwischendurch jede Menge Englisch: Schülerinnen und Schüler der HLW St. Veit waren im Oktober 2026 im Rahmen eines internationalen Erasmus+-Austauschs unterwegs. Gemeinsam mit Jugendlichen und Lehrkräften aus Kroatien, Polen und Litauen erkundeten sie Chania und die Umgebung.

Untergebracht waren die Jugendlichen bei griechischen Gastfamilien. Dadurch bekamen sie nicht nur ein Bett, sondern auch Einblicke in den Alltag vor Ort. Bei Gesprächen am Küchentisch, in der Schule oder unterwegs konnten sie ihre Englischkenntnisse praktisch und in authentischen Situationen anwenden. Nebenbei entstanden internationale Freundschaften – und vermutlich auch die eine oder andere Verständigung mit Händen und Füßen.

Griechischer Schulalltag und kretische Geschichte

Zum Programm gehörte der Besuch der griechischen Partnerschule. Die Schülerinnen und Schüler lernten das griechische Schulsystem kennen und erhielten Einblicke in den Schulalltag. Der Vergleich mit dem österreichischen Bildungssystem eröffnete neue Perspektiven auf das Leben und Lernen in Europa.

Auch außerhalb des Klassenzimmers gab es viel zu sehen: Die Gruppe besuchte die historischen Städte Chania und Rethymno, besichtigte die archäologische Ausgrabungsstätte Aptera und erfuhr dabei mehr über die Geschichte Kretas. Der Kournas-See, mehrere Museen und weitere kulturelle Einrichtungen standen ebenfalls auf dem Programm.

Eine Woche in einer internationalen Gruppe verlangt außerdem ein gutes Maß an Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und interkultureller Kommunikation. Unterschiedliche Gewohnheiten, Sprachen und Lebensweisen trafen aufeinander. Offenheit war da nicht bloß ein schönes Wort, sondern im Alltag ziemlich praktisch.

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Besuch aus Griechenland in St. Veit

Nach dem Austausch kehrten die Schülerinnen und Schüler nach Österreich zurück. Lange soll es mit dem Wiedersehen aber nicht dauern: Die griechischen Austauschpartner werden künftig an der HLW St. Veit empfangen. Dann wollen die Jugendlichen ihnen die Kärntner Kultur, ihre Heimat und das österreichische Schulsystem näherbringen.

Finanziert wurde der Austausch durch das europäische Bildungsprogramm Erasmus+. Für die HLW St. Veit bedeutete das eine Reise nach Kreta; für die Jugendlichen bedeutete es vor allem Lernen außerhalb des gewohnten Stundenplans – mit neuen Bekanntschaften, fremden Schulregeln und einer Menge Eindrücken im Gepäck.

Wer bei Erasmus+ mitmachen kann

Zum Kreis der Erasmus+-Programmstaaten zählen die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie mit Erasmus+ assoziierte Drittländer. Teilnahmeberechtigt sind Personen und Organisationen aus diesen Programmstaaten. Zu den EU-Mitgliedstaaten gehören Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, die Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Als assoziierte Drittländer gelten Norwegen, Island und Liechtenstein als EFTA-Mitglieder im Europäischen Wirtschaftsraum sowie Nordmazedonien, die Türkei und Serbien als beitretende Länder, Kandidatenländer oder potenzielle Kandidatenländer. Die Schweiz und das Vereinigte Königreich nehmen derzeit nicht an Erasmus+ teil.

Für das Üben der englischen Sprache werden neben Irland und Malta auch skandinavische und baltische Staaten sowie die Niederlande als alternative Länder genannt. An Erasmus+-Kooperationspartnerschaften können unter bestimmten Voraussetzungen außerdem Einrichtungen aus nicht assoziierten Drittländern beteiligt sein. Dazu zählen Staaten im westlichen Balkan, in Osteuropa und im südlichen Mittelmeerraum – allerdings nur, wenn ihre Mitwirkung einen wesentlichen Mehrwert für das jeweilige Projekt bietet.

Die vollständige Staatenliste findet sich in Teil A des Erasmus+-Programmleitfadens. Dieser wird jährlich aktualisiert, Änderungen sind daher möglich. Für die Jugendlichen der HLW St. Veit war die aktuelle Reise jedenfalls eine Woche lang gelebtes Europa – zwischen Chania, Gastfamilie, Schulbesuch und dem nächsten Ausflug.