Heute ist der 24.09.2026, und in Klagenfurt brodelt es mal wieder in der politischen Landschaft! Das Ordnungsamt bleibt bestehen, trotz der Ankündigung von Bürgermeister Christian Scheider (FSP), dass es bis Ende 2025 weitergeführt wird. Ein heiß diskutiertes Thema, das die Gemüter bewegt. Die SPÖ hat einen Vorschlag präsentiert, der für frischen Wind sorgen könnte: Die Auflösung des Ordnungsamtes zugunsten eines Mobilen Bürgerservices, kurz MOBI. Ein Konzept, das darauf abzielt, Klagenfurt zur freundlichsten Stadt Österreichs im Bereich Bürger-Service zu machen. Ob das wirklich der richtige Weg ist?

Ronald Rabitsch, der SPÖ-Klubobmann, hebt hervor, wie wichtig es ist, dass die Mitarbeiter den Bürgern auf Augenhöhe begegnen. Das klingt gut, oder? MOBI soll nicht nur effizienter, sondern auch günstiger als das bisherige Ordnungsamt sein. Auch die Personalstruktur könnte durch diese Reformen verschlankt werden. Und die bisherigen Mitarbeiter des Ordnungsamtes? Die haben die Möglichkeit, sich für MOBI nachzuqualifizieren, während externe Interessenten ebenfalls auf die Stelle schielen können.

Widerstand und Reformen

Aber nicht alle sind von dieser Idee begeistert. Bürgermeister Scheider hat klargemacht, dass er die vollständige Auflösung des Ordnungsamtes ablehnt. Er verweist auf gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben, die weiterhin erfüllt werden müssen. Um Kosten zu sparen, kündigte er Reformen an, die Einsparungen von bis zu 300.000 Euro durch die Übertragung von Aufgaben vom externen Sicherheitsdienst ermöglichen sollen. Zudem hat er das Personal des Ordnungsamtes bereits um vier Personen reduziert und plant eine Namensänderung sowie eine Neugestaltung des Auftritts des Amtes.

Die kritische Haltung von Scheider gegenüber dem Vorschlag eines Mobilen Bürgerservices ist auch nicht zu übersehen. Er hat Bedenken, dass das MOBI-Projekt zu einer Aufblähung des Personalapparates führen könnte. In diesem Zusammenhang verweist er auf die Gründung der KOS – Klagenfurt Ordnungs- und Sicherheits GmbH, die als Maßnahme zur Kostensenkung ins Leben gerufen wurde.

Die Rolle des Ordnungsamtes

<pDas Ordnungsamt hat in Klagenfurt eine wichtige Funktion, die oft unterschätzt wird. Es fungiert als mobiles Bürgerservice und bietet Hilfe und Unterstützung für die Bürger und Besucher der Stadt. Die Hauptziele? Klagenfurt lebenswert, sauber und freundlich zu präsentieren. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen Blaulichtorganisationen eine zentrale Rolle, um die Sicherheit in der Stadt zu gewährleisten.

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Regelmäßige Kontrollgänge im gesamten Stadtgebiet und in öffentlichen Grünanlagen sind dabei an der Tagesordnung. Diese sollen nicht nur Ordnung und Sauberkeit bewahren, sondern auch schnell und unbürokratisch auf Probleme reagieren. Das Ordnungsamt fördert ein geregeltes Miteinander – durch Information, Aufklärung, Ermahnung und gegebenenfalls auch Bestrafung. Ein Balanceakt, der oft mit viel Fingerspitzengefühl durchgeführt wird.

Öffentlicher Dienst in Österreich

Die Debatte um das Ordnungsamt in Klagenfurt ist Teil eines größeren Bildes. Der öffentliche Dienst, auch „Staatsdienst“ genannt, umfasst alle Tätigkeiten, die für den Staat oder staatliche Einrichtungen erbracht werden. Dazu gehören nicht nur die Verwaltung und Behörden, sondern auch Sicherheit und Ordnung, Bildung, Soziales und Gesundheit. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, seien es Beamte oder Angestellte, sorgen für die Funktionsfähigkeit des Staates und die Bereitstellung grundlegender Leistungen für die Bürger.

Ob die aktuellen Reformen und Vorschläge letztlich dazu führen werden, dass Klagenfurt die freundlichste Stadt in Österreich wird, bleibt abzuwarten. Der Dialog zwischen den Parteien ist wichtig, und die Bürger dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln werden. Eines steht fest: Die Diskussion um das Ordnungsamt und das neue Bürgerservice hat das Potenzial, die Stadt nachhaltig zu verändern.