In Klagenfurt tut sich was in der Welt der Robotik! Das Studierendenteam „BrokenArm“ der Universität Klagenfurt hat in der Qualifikation zur „Robotic Grasping and Manipulation Competition“ die höchste Gesamtpunktezahl erzielt. Unter zwölf internationalen Teams hat die Gruppe um Teamleiterin Nadezhda Varzonova die Nase vorn und sich damit für den großen Wettbewerb qualifiziert, der vom 2. bis 4. Juni im Rahmen der IEEE International Conference on Robotics and Automation (ICRA) in Wien stattfinden wird. Diese Konferenz gilt als die größte Robotikkonferenz der Welt – ein echtes Highlight für alle Robotik-Begeisterten!

Die Herausforderung im Wettbewerb liegt in der sogenannten „Human-to-Robot Handovers“-Aufgabe, bei der Roboter unbekannte Gegenstände mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften sicher handhaben müssen. Dabei müssen sie sich mit Problemen wie Transparenz, Verdeckungen und Reflexionen auseinandersetzen. Das Team hat in der bisherigen Qualifikationsphase insgesamt 288 Konfigurationen mit freiwilligen Testpersonen absolviert – das ist schon eine ordentliche Hausnummer!

Das Team

Nadezhda Varzonova, die seit dem Sommersemester 2023 „Robotics and Artificial Intelligence“ studiert und in der Forschungsgruppe Smart Systems Technology von Hubert Zangl arbeitet, hat das Team gegründet und die Systemarchitektur definiert. Sie koordiniert die Entwicklung und bringt frischen Wind in die Robotikszene. Unterstützt wird sie von Daniel Bugelnig, Markus Kräuter, Valerian Pichler und Christoph W. Rauter, die allesamt mit ihren unterschiedlichen technischen und wissenschaftlichen Erfahrungen glänzen. Markus hat sogar ein eigenes Softwareunternehmen gegründet und Daniel wurde mit dem Best Performer Award ausgezeichnet – Respekt! Valerian studiert im Master „Information and Communications Engineering“, während Christoph eine wissenschaftliche Arbeit vorgelegt hat, die 2023 in Toronto vorgestellt wurde.

Im Hintergrund arbeitet Nadezhda bereits an neuen Ideen für die Zukunft. Sie wurde für das Masterstudium Robotik an der EPFL in der Schweiz aufgenommen und hofft, dass die Initiative fortgesetzt wird und in Zukunft noch stärkere Teams entstehen können. Das klingt nach einer spannenden Reise!

Der Wettbewerb und seine Herausforderungen

Die „Human-to-Robot Handovers“-Aufgabe ist mehr als nur ein technisches Experiment. Es geht darum, die Fähigkeiten der Robotersteuerung zu bewerten, wenn sie unbekannte Objekte übergeben. Ähnlich wie bei der 10. Robotic Grasping and Manipulation Competition (RGMC), die 2025 in Atlanta stattfand, wird auch hier die Echtzeitschätzung der physikalischen Eigenschaften von Objekten entscheidend sein. Teams wie SirsIIT und SNAP ROBOTICS treten an, um ihre Roboter unter realen Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.

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Besonders knifflig wird es, wenn es darum geht, die Eigenschaften unbekannter Objekte nur mit kostengünstigen Kameras zu schätzen. Dies erfordert nicht nur technische Finesse, sondern auch Kreativität. Die Herausforderungen sind vielfältig: von Beleuchtungsvariationen bis zu Reflexionen, die die Sicht erschweren. Und das alles ohne Motion-Capture-System oder spezifische Objektmodelle. Da fragt man sich: Wie schaffen die Teams das nur?

Blick in die Zukunft

Die bevorstehende ICRA in Wien, die vom 1. bis 5. Juni 2026 stattfinden wird, ist nicht nur für die Klagenfurter ein wichtiges Ereignis. Das Motto „Robots for all“ zeigt, dass die Konferenz darauf abzielt, eine breitere Öffentlichkeit für die Möglichkeiten der Robotik zu begeistern. Themen wie Mensch-Roboter-Interaktion, Manipulation oder auch KI werden behandelt, und es ist zu erwarten, dass die Klagenfurter mit ihren innovativen Ansätzen einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden.

Für alle Interessierten gibt es auch wichtige Fristen: Die Deadline für Paper-Einreichungen ist der 15. September 2025, und die Early-Bird-Registrierung endet am 31. März 2026. Wer also vor Ort sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden!

Es bleibt spannend, wie sich die Rangliste im Wettbewerb weiterentwickeln wird. Das Klagenfurter Team ist jedenfalls auf einem guten Weg und man darf gespannt sein, welche neuen Ideen und Technologien sie im Wettbewerb präsentieren werden. Hier in Klagenfurt wird die Robotik lebendig – und das ist erst der Anfang!