Ein Kleintransporter ist am Montagnachmittag in Korneuburg in eine ziemlich missliche Lage geraten. Gegen 16:00 Uhr folgte der Lenker den Anweisungen seines Navigationsgeräts – und landete dadurch in einem schmalen Fußgängerdurchgang zwischen zwei Häusern am Hauptplatz.

Der Versuch, rückwärts aus der Passage herauszukommen, ging nicht ganz spurlos aus: Beide Außenspiegel wurden beschädigt. Danach war Schluss. Der Transporter ließ sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen.

Feuerwehr lotste Fahrzeug aus der Engstelle

Um 16:13 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg zur Fahrzeugbergung alarmiert. Die Einsatzkräfte forderten den Lenker zunächst auf, das Fahrzeug zu verlassen, und übernahmen anschließend die Einweisung.

Mit vorsichtigen Fahrmanövern lotsten sie den Kleintransporter kontrolliert aus dem Durchgang. Für den Lenker ging die Fahrt danach weiter – die beschädigten Außenspiegel dürften allerdings noch Kosten verursachen. Ein Navi-Fail, der am Hauptplatz für eine kurze, durchaus angespannte Unterbrechung sorgte.

2025 wieder mehr Verkehrstote in Österreich

Der Vorfall blieb ohne gemeldete Verletzte. Wie ernst die Folgen von Fehlern und Unachtsamkeit im Straßenverkehr sein können, zeigt die österreichische Verkehrsunfallstatistik: 2025 starben 397 Menschen bei Verkehrsunfällen. Das waren 46 mehr als 2024, als 351 Todesopfer registriert wurden – ein Anstieg um 13,1 Prozent.

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Die Zahl lag damit etwa auf dem Niveau von 2023, als 402 Menschen ums Leben kamen, und war zugleich die fünftniedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Nur in den Jahren 2020 bis 2022 sowie 2024 wurden weniger als 400 Verkehrstote verzeichnet. 1972 waren mit 2.948 Todesopfern die meisten Verkehrstoten zu beklagen gewesen. Die Zahl von 2025 entsprach weniger als einem Siebtel davon – obwohl die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge im selben Zeitraum von 2,5 Millionen auf 7,4 Millionen stieg.

In Niederösterreich kamen 2025 insgesamt 108 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, nach 84 im Jahr 2024. Im Burgenland waren es 19 nach 15, in Kärnten 35 nach 30, in Oberösterreich 73 nach 72, in Salzburg 24 nach 28, in der Steiermark 65 nach 63, in Tirol 44 nach 32 und in Vorarlberg 14 nach 7. Wien verzeichnete 15 Verkehrstote, nach 20 im Jahr 2024.

Unachtsamkeit häufigste Ursache

Die größte Gruppe unter den Verunglückten bildeten Pkw-Insassen mit 164 Toten. Dazu kamen 81 Motorradfahrer, darunter 22 mit Leichtmotorrädern, sowie 65 Radfahrer, von denen 31 mit E-Bikes unterwegs waren. 53 Fußgänger, 11 Lkw-Insassen – neun davon in Klein-Lkw –, acht Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, sieben Mopedfahrer, sechs E-Scooter-Lenker und zwei sonstige Beteiligte starben ebenfalls.

Besonders auffällig war die Entwicklung bei Radfahrern und E-Bike-Lenkern: Ihre Zahl verdoppelte sich gegenüber 2024 von 32 auf 65. Langfristig war das der höchste Wert seit 2002; damals starben 80 Radfahrer. In diesem Bereich fanden verstärkt straßenpolizeiliche Schwerpunktaktionen statt.

Bei 30,5 Prozent der tödlichen Unfälle wurden Unachtsamkeit oder Ablenkung als Ursache genannt. Nicht angepasste Geschwindigkeit folgte mit 25,3 Prozent, Vorrangverletzungen mit 16,6 Prozent. Fehlverhalten von Fußgängern machte 6,3 Prozent aus, gesundheitliche Beeinträchtigungen 4,5 Prozent, die Missachtung von Geboten oder Verboten 3,9 Prozent und Überholen 3,7 Prozent. Sonstige Ursachen wurden bei 2,4 Prozent registriert.

Bei 26 tödlichen Unfällen, also 6,8 Prozent, waren Alkohol, Drogen oder Medikamente beteiligt. Gegenüber 2024 gab es bei den wichtigsten Ursachen leichte Anstiege. Rückgänge wurden beim Überholen, bei Alkohol, Drogen und Medikamenten sowie bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen verzeichnet. 149 von 381 tödlichen Unfällen – 39,1 Prozent – waren Alleinunfälle mit nur einem beteiligten Fahrzeug.

Die meisten Opfer im Freiland

Auf Autobahnen und Schnellstraßen starben 45 Menschen, das waren 11,3 Prozent und um 13 mehr als 2024. Auf ehemaligen Bundesstraßen wurden 147 Tote gezählt, auf Landesstraßen 114 und auf sonstigen Straßen 91. Im Freiland kamen 294 Menschen ums Leben, also 74,1 Prozent. Im Ortsgebiet waren es 103 Menschen oder 25,9 Prozent.

Unter den Minderjährigen bis 14 Jahre gab es 2025 acht Todesopfer: drei als Radfahrer, zwei als Fußgänger, zwei als Pkw-Insassen und eines mit einem E-Scooter. 2024 starben vier Kinder, 2023 waren es sieben. Ein siebenjähriges Kind kam bei einem Schulwegunfall ums Leben.

Der schwerste Unfall des Jahres ereignete sich am 1. April 2025 auf der A2 im Bezirk Neunkirchen. Bei einem Auffahrunfall zwischen einem Pkw und einem Sattelzug starben fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine.

Die Entwicklung der Verkehrstoten zeigt über Jahrzehnte einen starken Rückgang: 1983 waren es 1.967, 1990 noch 1.558 und im Jahr 2000 insgesamt 976. 2010 wurden 552 Tote gezählt, 2020 waren es 344, 2021 362, 2022 370, 2023 402, 2024 351 und 2025 schließlich 397.

Die Statistik wurde zuletzt am 2. Jänner 2026 aktualisiert. In Korneuburg blieb es beim festgefahrenen Transporter, beschädigten Spiegeln und einem Einsatz der Feuerwehr – diesmal ohne Verkehrstote.