In Krems an der Donau hat sich ein bedeutender Schritt in der Stadtverwaltung vollzogen: Ab dem 1. Juli 2023 müssen auch Elektroautos in der Grünen und Blauen Zone Parkgebühren zahlen. Dies wurde kürzlich vom Gemeinderat beschlossen, und zwar mit großer Mehrheit. Lediglich Markus Schwarz von den Grünen war dagegen. Bürgermeister Peter Molnar (SP) erklärte, dass die Regelung nicht mehr zeitgemäß sei. Schließlich hatte die Stadt seit 2018 Elektrofahrzeugen das Parken kostenlos ermöglicht. Doch das hatte seine Schattenseiten, denn Krems entgingen durch diese Regelung vermutlich mehrere Hunderttausend Euro an Einnahmen.

Die neuen Gebühren sollen schätzungsweise zusätzliche Einnahmen in Höhe von 46.500 Euro pro Jahr bringen. Um die Umstellung zu realisieren, plant die Stadt, rund 3.700 Euro in neue Parkfolder und Anpassungen der 43 Parkautomaten zu investieren. Die Diskussion um die Gebührenbefreiung für E-Fahrzeuge ist nicht neu. Kritiker wie FP-Stadtrat Martin Zöhrer hatten bereits vor über einem Jahr einen Antrag auf ein Ende der Gebührenbefreiung gestellt. Es sieht so aus, als würde Krems nun auf eine ökonomischere Bahn lenken.

Neue E-Ladeinfrastruktur in Planung

Doch das ist nicht alles. Der Gemeinderat hat am Mittwoch auch Maßnahmen zur Verbesserung der E-Ladeinfrastruktur beschlossen. Eine Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse für E-Ladestationen in städtischen Parkhäusern wird in Auftrag gegeben. In geeigneten Parkhäusern sollen mindestens drei öffentlich nutzbare Ladepunkte eingerichtet werden. Das ist ein wichtiger Schritt, um den Bedürfnissen der E-Auto-Besitzer gerecht zu werden.

Zusätzlich wird auch geprüft, ob die Dächer der Parkhäuser für Photovoltaikanlagen geeignet sind, um umweltfreundlichen Ladestrom zu erzeugen. Diese Initiativen zeigen, dass die Stadt Krems sich nicht nur um die Einnahmen kümmert, sondern auch um eine nachhaltige Zukunft. Vielleicht wird Krems bald ein Vorreiter in der E-Mobilität? Wer weiß, was die Zukunft bringt!

Aktuelle Entwicklungen im Gemeinderat

Die Sitzung des Gemeinderates hat noch weitere Entscheidungen hervorgebracht. So werden im Stadtteil Weinzierl Straßenbauarbeiten durchgeführt, die Kosten dafür belaufen sich auf rund 235.000 Euro. Gleichzeitig wird der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften eine Förderung von 200.000 Euro für das Geschäftsjahr 2025/26 gewährt. Auch zwei Sportvereine dürfen sich über Subventionen freuen: Der Förthof UHK Krems (Handball) erhält 22.000 Euro, während der Kremser Sportclub (Fußball) mit 20.000 Euro gefördert wird.

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Die Musikschule in Krems bleibt ebenfalls nicht unberührt von den Änderungen. Eine neue Tarifordnung wird ab dem Schuljahr 2026/27 greifen, und es werden verschiedene Tarife für unterschiedliche Angebote eingeführt. Das sorgt sicherlich für einige Diskussionen unter den Eltern und Schülern.

Ein Blick in die Zukunft

Die Entwicklungen in Krems sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern stehen auch im Kontext nationaler Vorschriften. Das Gebäude-Elektromobilitäts-Infrastruktur-Gesetz (GEIG) wird ab dem 1. Januar 2025 auch bestehende Gewerbeimmobilien betreffen. Ab dann müssen Immobilien mit mehr als 20 Stellplätzen mindestens einen Ladepunkt anbieten. Wer diese Vorschriften nicht einhält, muss mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro rechnen. Das zeigt, wie ernst die Bundesregierung die Förderung der Elektromobilität nimmt.

Zusammengefasst ist Krems auf einem spannenden Weg. Die Stadt denkt sowohl an ihre Finanzen als auch an die Umwelt, und die Bürger dürfen sich auf zahlreiche Veränderungen freuen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, aber eines ist sicher: Krems hat die Weichen für die Zukunft gestellt.