In Leibnitz gibt es momentan ziemlichen Wirbel. Das für den 9. bis 11. Oktober 2026 geplante Erntedankfest wurde nun offiziell abgesagt. Bürgermeister Daniel Kos und Vizebürgermeister Jochen Pießnegger haben die Entscheidung am 24. September in einer Presseaussendung bekannt gegeben. Die Gründe? Eine unsichere Finanzierung und die politische Uneinigkeit im Gemeinderat. Es ist wirklich schade, denn über 80 Hobbykünstler und zahlreiche Gastronomiebetriebe hatten sich bereits angemeldet, und man hätte mit mehr als 5.000 Besuchern gerechnet. Die Vorfreude war groß!

Doch was ist passiert? In einer Gemeinderatssitzung fand Kos keine Mehrheit für die Umschichtung von 25.000 Euro aus anderen Haushaltsstellen, und das, obwohl Sponsoren sogar über 10.000 Euro angeboten hatten. Kos äußerte Bedenken, dass es Amtsmissbrauch wäre, das Fest ohne Beschluss durchzuführen. Dies führte letztendlich zur Absage. Die Gesamtausgaben für das Fest waren auf etwa 48.350 Euro kalkuliert, wobei die Stadtgemeinde mit etwa 18.550 Euro belastet worden wäre. Ein eintägiges Fest hätte immerhin noch rund 30.000 Euro gekostet.

Politische Spannungen und unklare Prioritäten

Die Absage des Erntedankfestes wird nicht nur als Verlust für die Kultur angesehen, sondern auch für die lokale Wirtschaft. Die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe in der Region müssen sich nun auf einen Rückgang des Umsatzes einstellen. Vizebürgermeister Pießnegger kann es nicht fassen, dass ein Projekt, das Menschen nach Leibnitz bringt, keine Mehrheit fand. Gerald Hofer, der Festkoordinator, bedauert die Entscheidung und hat bereits angekündigt, die Vorbereitungen für das Erntedankfest 2027 zu beginnen.

Die politischen Spannungen innerhalb der Stadtregierung, bestehend aus FPÖ, Bürgerforum und ÖVP, spielen eine große Rolle. Bei der letzten Gemeinderatssitzung kam es zu Konflikten über den Umgang mit dem angeschlagenen Stadtbudget. Finanzreferentin Manuela Kittler vom Bürgerforum hatte einen Sparmaßnahmenkatalog vorgestellt, der aber abgelehnt wurde. Das zeigt, wie angespannt die Lage ist. Kos und Pießnegger haben bereits angekündigt, nach privaten Sponsoren zu suchen, um die Veranstaltung im nächsten Jahr zu realisieren.

Ein Erntedankfest in der Zukunft?

Die politische Landschaft in Leibnitz ist also ziemlich in Bewegung. Kos und Pießnegger möchten trotz der internen Streitigkeiten an der Koalition festhalten. Aber die Frage bleibt: Wie geht es weiter? Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist, dass das Fest im Jahr 2027 wieder stattfinden soll. Vielleicht kann man die unterschiedlichen Ansichten und Prioritäten im Gemeinderat klären, um diese schöne Tradition nicht sterben zu lassen. Doch bis dahin bleibt die Stadtgemeinde mit der Aufgabe, ihr finanzielles Gleichgewicht zu finden. Die Aufzeichnung der Sitzung wird bis zum 29. September im Newsroom bereitgestellt, um Transparenz zu schaffen.

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Eine kleinere Ersatzveranstaltung im Oktober wird jedoch nicht stattfinden. Die Bürger in Leibnitz müssen sich also auf eine Zeit ohne das festliche Treiben einstellen, das noch vor wenigen Wochen in greifbarer Nähe schien. Es ist einfach eine komische Situation, in der alle auf eine Lösung hoffen – und vielleicht wird das Erntedankfest 2027 umso schöner!