Am Mittwoch, 4. November 2026, jährt sich der Todestag von Albin Egger-Lienz zum 100. Mal. Die Stadt Lienz nimmt dieses Datum zum Anlass, das Jubiläumsjahr mit einer Gedenkveranstaltung abzuschließen. Im Mittelpunkt stehen neue Forschungsergebnisse, die auf Briefen und Fotografien beruhen – und die Frage, welche Spuren der Maler in Südtirol hinterlassen hat.

Albin Egger-Lienz wurde am 29. Jänner 1868 in Stribach bei Dölsach geboren und starb am 4. November 1926 in St. Justina bei Bozen, im Ansitz Grünewald. Die Veranstaltung widmet sich seinem Tod, seinem Weg durch Südtirol und der Erinnerung an einen Künstler, dessen Einordnung bis heute nicht ganz reibungslos funktioniert.

Ein Nachmittag mit Ausstellung, Spaziergang und Gottesdienst

Los geht es um 15.30 Uhr mit der Eröffnung der TAP-Ausstellung „Neuland. Albin Egger-Lienz 1926/2026“ am Egger-Lienz-Platz. Eine Viertelstunde später, von 15.45 bis 16.15 Uhr, führt ein Spaziergang zum Georg-Egger-Haus in der Schweizergasse und weiter zum Bezirkskriegerdenkmal mit Gedächtniskapelle bei St. Andrä. Geleitet wird der Rundgang von TAP-Leiter Dr. Martin Kofler.

Von 16.30 bis 17.30 Uhr folgt im Bildungshaus Osttirol bei St. Andrä der Vortrag „Auf den Spuren von Egger-Lienz in Südtirol“. TAP-Obmann Dr. Richard Piock präsentiert dabei Forschungsergebnisse und liest aus Briefen des Malers.

Um 17.45 Uhr wird vor der Gedächtniskapelle ein Kranz niedergelegt. Um 18.00 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Andrä. Ein Ablauf, der Ausstellung, Forschung, Erinnerungsarbeit und religiöses Gedenken ziemlich dicht aneinanderreiht.

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Das zur Veranstaltung gehörende Foto zeigt die Familie Egger-Lienz 1925 bei Verwandten in Lienz: Lorli, Fred, Albin, Ila und Laura. Aufgenommen wurde es von Maria Egger. Das Bild stammt aus der Sammlung der Stadtgemeinde Lienz, Archiv Museum Schloss Bruck – TAP.

Vom unehelichen Sohn zum anerkannten Maler

Geboren wurde Egger-Lienz als unehelicher Sohn von Maria Trojer und dem Kirchenmaler Georg Egger. Zunächst hieß er Ingenuin Albuin Trojer, ab 1877 durfte er den Familiennamen Egger führen. Nach der Volksschule in Lienz, die er von 1875 bis 1882 besuchte, studierte er von 1884 bis 1893 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste bei Karl Raupp, Gabriel von Hackl und Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren. Während dieser Zeit erhielt er die Kleine Silbermedaille für „Heilige Familie“ und die Große Silbermedaille für „Karfreitag“. Der Name Egger-Lienz ist erstmals 1891 belegt.

Nach dem Studium arbeitete er als freier Maler abwechselnd in München und Osttirol. Für „Karfreitag“ bekam er 1894 in Wien die Kleine Goldene Staatsmedaille. 1899 heiratete er Laura Helena Dorothea von Egger-Möllwald und ließ sich in Wien nieder. Im Jahr darauf wurde er Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens und Gründungsmitglied des Hagenbundes. Für „Feldsegen“ erhielt er bei der Pariser Weltausstellung eine Bronzemedaille, 1902 für „Nach dem Friedensschluss“ den Kaiserpreis; das Gemälde wurde vom Staat angekauft.

1899 erhielt er für „Das Kreuz“ die Große Goldene Staatsmedaille. Der erwartete Geldpreis und ein staatlicher Ankauf blieben allerdings aus. Mit „Nach dem Friedensschluss 1809“ entwickelte Egger-Lienz das Historienbild 1902 zu einer symbolischen Verallgemeinerung weiter. Als wichtige Anregung dafür und für den späteren Totentanz gelten Auguste Rodins „Bürger von Calais“, die 1901 in der Wiener Secession gezeigt worden waren.

Der Künstler trat 1909 der Wiener Secession bei. Ein Jahr später schlug ihn das Professorenkollegium der Wiener Akademie als Professor vor, doch Thronfolger Franz Ferdinand verhinderte die Berufung. Als mögliche Gründe gelten Eggers Secessionszugehörigkeit und die Ausstellung von „Der Totentanz Anno Neun“ bei der Feier zum 60. Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs.

1911 übersiedelte Egger-Lienz nach Hall in Tirol und pflegte Kontakte zum Brennerkreis. 1912/13 lehrte er an der Großherzoglichen Hochschule für bildende Kunst in Weimar. Nach einem Sommeraufenthalt in Katwijk aan Zee, wo er Meeres- und Dünenbilder malte, ließ er sich in St. Justina bei Bozen auf dem Ansitz Grünewald nieder. In Klausen betrieben Schüler unter seiner Leitung eine Kunstschule. 1914 erschien eine Monografie von Curt H. Weigelt über ihn.

Krieg, Frontbilder und die „Namenlosen“

Bei Beginn des Ersten Weltkriegs war Egger-Lienz bereits ein etablierter Künstler. Ende April 1915 meldete er sich freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Sie wurden am 19. Mai 1915 einberufen und am 20. Mai in Bozen vereidigt. Eggers Einheit bezog als Besatzung die Bergfestung Tombio; er leistete Schanzarbeiten und tarnte Kasematten.

Wegen „Herzbeschwerden beim Aufwärtsgehen“ wurde er nach kurzer Zeit aus dem Fronteinsatz entlassen. Nach eigenen Angaben war er 14 Tage an der vordersten Front bei Riva eingesetzt, ohne direkt kämpfen zu müssen. Danach wurde er als künstlerischer Beirat zum Kriegsfürsorgeamt nach Bozen abkommandiert.

Seine Frontskizzen und kleinformatigen Ölbilder stellte Egger-Lienz für Reproduktionen zugunsten des Roten Kreuzes, des Kriegsfürsorgeamtes und anderer Hilfsorganisationen bereit. Von Mitte Jänner bis Mitte Februar 1916 arbeitete er als Kriegsmaler in Folgaria, bis Mai 1916 in Trient. Er besuchte hoch gelegene Gebirgsstellungen, malte Frontbilder und stellte Werke dem k.u.k. Kriegspressequartier für Ausstellungen zur Verfügung. Dazu kamen Kriegspostkarten und Illustrationen für die „Tiroler Soldatenzeitung“.

Das Kriegspressequartier erlaubte ihm, „an der Front malen zu dürfen“; als offizieller KPQ-Kriegsmaler wurde er dennoch nicht aufgenommen. Ab Mai 1916 beschäftigte er sich mit dem Krieg vor allem in frei im Atelier entstandenen Kompositionen. In dieser Zeit entstand „Den Namenlosen 1914“, ein Werk, das später im nationalsozialistischen Sinn umgedeutet wurde.

Nach dem Krieg lehnte Egger-Lienz 1919 und 1925 Berufungen als Professor an die Wiener Akademie ab. Von 1923 bis 1925 gestaltete er die von Clemens Holzmeister entworfene Kriegergedächtniskapelle in Lienz aus; dabei entstand „Christi Auferstehung“. Nach Protesten, unter anderem des Dekans, verhängte das Heilige Offizium in Rom ein Gottesdienstverbot über die Kapelle. Erst 1950 wurde sie wieder öffentlich zugänglich.

Zwischen Bauernbildern, Totentanz und Moderne

Sein Werk besteht vor allem aus Ölgemälden. Zahlreiche Zeichnungen, Vorstudien und fertige Werke zerstörte Egger-Lienz selbst. Viele Motive existieren in mehreren Fassungen und Versionen, von einigen – etwa den „Bergmähern“ – fertigte er auch Lithografien an. Vergänglichkeit, Leben, Leid und Tod ziehen sich durch sein Gesamtwerk.

Gefördert wurde er von seinem Vater und dessen Bekanntem Hugo Engl. Zu seinen wichtigen Einflüssen zählen Wilhelm von Lindenschmit der Jüngere, Franz von Defregger, Mathias Schmid und Alois Gabl. Frühwerke wie „Ave Maria nach der Schlacht am Bergisel“ stehen in der Tradition der Historienmalerei. Von Defregger beeinflusst sind unter anderem „Der Porträtmaler auf dem Lande“ und „Der Antrag II“. Das religiöse Landleben thematisierte Egger-Lienz in „Karfreitag“, „Heiliges Grab“ und „Christnacht“.

Mit „Das Kreuz“ von 1901 brach er mit der statischen Bildkomposition der traditionellen Historienmalerei. Dynamik entstand durch einen scheinbar zufälligen Bildausschnitt und eine nachdrängende Menschenmasse. In „Haspinger Anno Neun“ verstärkte er diesen Eindruck durch eine Diagonalkomposition.

Ab 1904 beschäftigte sich Egger-Lienz über viele Jahre mit dem Thema des „Sämanns“; Einflüsse kamen von Jean-François Millet und Giovanni Segantini. „Die Wallfahrer“ von 1904/05 weist formale Parallelen zu Ferdinand Hodlers „Die Wahrheit“ auf. Unter Hodlers Einfluss ersetzte Egger-Lienz eine zunächst geplante Madonna durch den Gekreuzigten. Mit „Die Wallfahrer“ gelang ihm der Übergang zu seiner „monumental-dekorativen Periode“.

Ab 1906 arbeitete er am Thema „Totentanz“. Die erste Ölfassung entstand im Sommer 1906 in Längenfeld, die erste Ölfassung von 1907 zerschnitt er später. Im Februar und März 1908 entstand im Wiener Atelier eine Kaseinfassung, die eine stärkere Monumentalität und Stilisierung ermöglichte. Insgesamt sind zwölf weitere Fassungen beziehungsweise Versionen des Totentanzes erhalten.

Weitere monumentale Kaseinbilder sind „Einzug König Etzels in Wien“, „Haspinger Anno Neun“ und die erste Fassung von „Sämann und Teufel“. Anders als andere Kaseinmaler betonte Egger-Lienz plastische Körperformen und Monumentalität statt Jugendstil-Dekorativität. Impressionistische Einflüsse zeigen sich in „Maisernte“, „Die Bergmäher“ und „Das Mittagessen“.

Um 1910 setzte eine „strenge Reduktion der Formung im Figuralen“ ein. Dazu passt sein Ausspruch: „Ich male Formen, keine Bauern.“ Inhaltlich wandte er sich stärker den Themen Schicksal sowie Werden und Vergehen zu. „Finale“, „Den Namenlosen 1914“, „Totenopfer“ und „Missa eroica“ zeigen kubische Verkürzungen, Verzerrungen und geschlossene Volumen. Das 1918 entstandene „Finale“ gilt als eines seiner zentralen Werke.

In den Nachkriegsbildern erscheinen Bauern und Bäuerinnen als Zeugen und Träger von Leid und Tod, etwa in „Generationen“, „Kriegsfrauen“ und „Mütter“. Zu den genannten Hauptwerken zählen außerdem „Sonntagmorgen“ (1897), „Bergmäher“ (1907), „Anno Neun“ (1908/09), „Mann und Weib“ (1910), „Mittagessen“ (1910), „Den Namenlosen 1914“ (1916), „Mütter“ (1922/23), „Die Quelle“ (1923), „Das Tischgebet“ (1923) und „Christi Auferstehung“ (1923/24).

Ein schwieriges Nachleben

Egger-Lienz wurde Ehrendoktor der Universität Innsbruck und Ehrenbürger von Lienz. An den Bozner Kunstbiennalen nahm er seit deren Beginn 1922 regelmäßig teil. Josef Soyka und Giorgio Nicodemi veröffentlichten Monografien über ihn. Weitere wichtige Publikationen folgten: 1930 Heinrich Hammer, 1977 Wilfried Kirschl mit einer grundlegenden Monografie und einem umfangreichen Werkverzeichnis sowie 1996 eine Neuauflage von Kirschls Werk in zwei Bänden.

Kirschls Arbeit trug zur Neubewertung Egger-Lienz’ als europäisch bedeutendem Maler der Moderne bei. Der Sammler Rudolf Leopold unterstützte diese Neubewertung; in seinem Wiener Museum nimmt Egger-Lienz neben Gustav Klimt und Egon Schiele eine zentrale Stellung ein. Seine frühe Anerkennung bei Publikum und Fachwelt wurde schon zeitgenössisch durch Dokumentation und Forschung begleitet.

Die Rezeption nach seinem Tod war dennoch stark von politischen Einordnungen geprägt. Sein Werk wurde teilweise einer konservativen oder faschistischen Ästhetik zugerechnet, während im 21. Jahrhundert eine differenziertere Neubewertung einsetzte. Österreichische Autoren ordnen ihn eher der Moderne und dem Pazifismus zu, internationale Experten sehen ihn teilweise als Vorläufer nationalsozialistischer Malerei.

Leo Trotzki hob 1909 bei einer Secessionsausstellung besonders „Haspinger“ und die „Sämänner“ hervor. Der italienische Futurist Carlo Carrà bezeichnete Egger-Lienz 1922 als einen der drei herausragenden Künstler der Internationalen Kunstausstellung in Venedig. Unter dem Nationalsozialismus schätzte Alfred Rosenberg Egger-Lienz besonders. 1938 organisierte die NSDAP gemeinsam mit „Kraft durch Freude“ in Berlin eine große Wanderausstellung seiner Werke.

Eine besondere Wertschätzung durch Adolf Hitler ist nicht belegt. Ein Hitler zum 50. Geburtstag geschenktes Bild gab dieser an die Kärntner Landesgalerie weiter. 1943 wurde im Schloss Bruck in Lienz das bis heute bestehende Egger-Lienz-Museum eröffnet. Die NS-Kulturpolitik bevorzugte Werke aus der Früh- und mittleren Schaffensperiode gegenüber dem Spätwerk. „Kriegsfrauen“ wurde 1940 ausgestellt, „Finale“ war 1940/41 in der Wiener Galerie Welz – allerdings in einem Separee – zu sehen.

Die NS-Rezeption belastete seine Wahrnehmung in der Zweiten Republik nachhaltig. Zwischen 1945 und 1996 fanden nur vier Einzelausstellungen statt. 1968 wurde sein 100. Geburtstag in Tirol nicht öffentlich gewürdigt; Ausstellungen folgten 1976 und 1996 anlässlich runder Todestage. In der neueren Forschung verschiebt sich der Schwerpunkt vom populären Typenmaler hin zum Gestalter von Kriegserlebnissen und späten Gedankenbildern. Robert Holzbauer ordnet ihn als möglichen Vertreter der Klassischen Moderne ein.

Werkverzeichnis, Markt und Erinnerungsorte

Die Erforschung von Egger-Lienz’ Schaffen ist trotz der umfangreichen Literatur nicht abgeschlossen. Die Website des Egger-Lienz-Archivs führt Kirschls Monografie von 1996 als digitales Werkverzeichnis fort. Genannt werden dort etwa „Studie zur linken Frau in ‚Pietà‘“, wohl 1922, Kirschl Z 602, die bei Bozner Kunstauktionen am 3. Dezember 2022 als Nummer 327 angeboten wurde, „Studie zu ‚Der Mensch‘“ um 1914 und „Kopf eines Sarners“ von 1920.

Carl Kraus veröffentlichte drei Texte: „Albin Egger-Lienz (1868–1926)“ am 5. April 2023 über Zuschreibungen wie Historienmaler, Bauernmaler, Heimatkünstler und „Blut- und Bodenmaler“ sowie über Eggers Suche nach neuen Ausdrucksformen; „Albin Egger-Lienz – Den Namenlosen“ vom 3. April 2023 über die Bildproduktion im Ersten Weltkrieg und seine Abgrenzung vom damaligen „Schützengrabenimpressionismus“; sowie „Elementare Lebensgesichte …“ vom 2. April 2023 über Egger-Lienz’ Beschäftigung mit dem gesamten Lebenskreislauf und grundlegenden Fragen des Daseins.

Auch im Blog des Archivs tauchen weniger bekannte Details auf. „Bergmäher“ und „Schnitter“ gehören neben dem „Mittagessen“ zu den populärsten Motiven. Die Temperaarbeit „Bergmäher“, um 1916, war Wilfried Kirschl bekannt, wurde in seinem Werkverzeichnis aber nicht abgebildet. Von „Das Mittagessen“ schuf Egger-Lienz mehr als 20 Fassungen beziehungsweise Wiederholungen; die Erstfassung entstand 1908. Das vorgestellte Bild ist im Kirschl-Werkverzeichnis unter M 464 vermerkt, ebenfalls ohne Abbildung.

Im MART Rovereto lief die Ausstellung „Giotto und das 20. Jahrhundert“ vom 6. Dezember 2022 bis 1. Mai 2023. Gezeigt wurden unter anderem „Bauer und Bäuerin“ um 1920 und „Weihbrunnsprengender Bauer“ von 1907. Bei der 42. Bozner Kunstauktion wurde am 1. November 2022 die Sammlung Anton von Schlechtleitner mit drei Gemälden von Egger-Lienz erstmals öffentlich vorgestellt.

Die große Zahl an Fassungen und Repliken gilt auf dem Kunstmarkt als preismindernd; der Markt ist überwiegend auf Österreich beschränkt. Der höchste Preis für ein Werk Egger-Lienz’ lag bei knapp über einer Million Euro: Eine Version des „Totentanz 1809“ wurde 2021 im Wiener Dorotheum um 1.031.930 Euro versteigert. Der höchste internationale Preis waren rund 208.000 Euro für eine Fassung der „Bergmäher“ von 1907, die 2002 bei Sotheby’s in London verkauft wurde.

Werkbestände befinden sich unter anderem in Schloss Bruck in Lienz, im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, im Lentos Kunstmuseum, im Heeresgeschichtlichen Museum, im Belvedere, in der Albertina und im Leopold Museum. Die Österreichische Post gab 1932 eine Briefmarke mit seinem Porträt heraus; weitere Marken mit seinen Motiven folgten 1961, 1969 und 1978.

Die österreichische 1-Schilling-Aluminiummünze der Nachkriegszeit zeigte den Teufel aus „Sämann und Teufel“. Sie wurde von 1946 bis 1957 ausgegeben und war bis 1961 gültig. Nach Egger-Lienz benannte Straßen gibt es seit 1930 in Wien-Meidling, Innsbruck und im Bozner Stadtteil Gries-Quirein. In Lienz erinnern außerdem der Egger-Lienz-Platz, eine Gedenktafel an seinem früheren Wiener Wohnhaus, ein Denkmal in Längenfeld und das Egger-Lienz-Museum in Schloss Bruck an den Maler.

Wenn am 4. November die Briefe verlesen werden, die Schritte zum Georg-Egger-Haus und zur Kapelle führen und später die Glocken von St. Andrä einsetzen, liegt darin auch ein Stück lokaler Forschungsgeschichte. Noch immer werden neue Arbeiten, Fassungen und Zuschreibungen geprüft. Und irgendwo zwischen „Bergmähern“, Totentanz und Familienfoto bleibt dieser Maler erstaunlich nah – nicht glatt, nicht bequem, aber sehr gegenwärtig.