Bei BMW Neuper in Judenburg drehte sich am Freitag, 30. Oktober 2026, alles um zwei neue Modelle: den vollelektrischen BMW i3 und den BMW X5. Präsentiert wurden sie gemeinsam in den modernisierten Schauräumen. Verkaufsleiter Christoph Kienzl stellte die Fahrzeuge zusammen mit den Geschäftsführerinnen Regine und Nadine Neuper vor.

Der neue i3 soll mit innovativer Technologie, einem digitalen Fahrerlebnis und einer Reichweite von bis zu 900 Kilometern die Erfolgsgeschichte der 3er-Reihe fortführen. Beim X5 setzt BMW laut Artikel auf modernes Design, innovative Assistenzsysteme und mehrere Antriebsoptionen. Neben dem Verbrennungsmotor gibt es ihn als Plug-in-Hybrid und mit vollelektrischem Antrieb.

Der elektrische 3er mit großer Reichweite

BMW hatte die elektrische Limousine bereits am 18. März 2026 vorgestellt. Der i3 ist das zweite Modell der „Neuen Klasse“ nach dem iX3 und zugleich der erste vollelektrische 3er in der rund 50-jährigen Geschichte der Baureihe. Er löst den BMW i4 ab, während der 3er weiterhin auch mit Benzinmotor angeboten wird.

Zum Start stehen laut ADAC zwei Varianten bereit: der i3 40 xDrive mit 82,8-kWh-Batterie und 275 kW beziehungsweise 374 PS sowie der i3 50 xDrive mit 108,7 kWh und 345 kW beziehungsweise 469 PS. Der i3 50 xDrive verfügt über zwei Elektromotoren, Allradantrieb, eine Asynchronmaschine an der Vorderachse und eine stromerregte Synchronmaschine hinten. Das maximale Drehmoment beträgt 645 Nm. In 4,7 Sekunden geht es auf 100 km/h.

Die Reichweitenangaben sind je nach Quelle beziehungsweise Ausstattung vorläufig: Für den i3 40 werden 566 bis 710 Kilometer nach WLTP genannt, für den i3 50 729 bis 912 Kilometer. BMW spricht von bis zu 900 Kilometern. Verbesserte Aerodynamik gegenüber dem iX3, ein größerer Akku sowie Rundzellen mit höherer Energiedichte und Cell-to-Pack-Bauweise sollen dabei helfen. Verbindliche WLTP-Messwerte und offizielle Preise lagen zunächst noch nicht vor.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Der i3 misst 4,76 Meter in der Länge, 1,86 Meter in der Breite und 1,48 Meter in der Höhe. Der Radstand beträgt 2,90 Meter. Damit ist er knapp fünf Zentimeter länger, etwas breiter und flacher als der bisherige G20-3er. Die Batterie ist strukturell in den Unterboden integriert und übernimmt Aufgaben für die Karosserie. Das kostet unter den Vordersitzen etwas Fußraum.

Schnell geladen, digital gesteuert

Technisch übernimmt der i3 die Architektur des iX3: sechste eDrive-Generation, 800-Volt-Plattform und der Hochleistungsrechner „Heart of Joy“. An Gleichstrom-Ladesäulen sind bis zu 400 kW möglich. Von 10 auf 80 Prozent soll der Ladevorgang 21 Minuten dauern; in zehn Minuten lassen sich laut BMW bis zu 400 Kilometer Reichweite nachladen. Der ADAC nennt je nach Batteriegröße 320 bis 423 Kilometer in zehn Minuten.

Serienmäßig lädt der i3 an öffentlichen Wechselstrom-Säulen mit 11 kW. Für die große Batterie dauert eine vollständige Ladung damit rund zehn Stunden. Eine 22-kW-Option kostet 740 Euro, halbiert ungefähr die Ladezeit und umfasst auch Vehicle-to-Load zur Stromversorgung externer Geräte. Die erwartete Akkukapazität des i3 50 liegt bei rund 108,7 kWh, für spätere günstigere Varianten werden etwa 82,6 kWh genannt.

Im Cockpit sitzt das „Panoramic iDrive“ aus dem iX3. Der zentrale Touchscreen ist 17,9 Zoll groß und stärker zum Fahrer geneigt. Die „Panoramic Vision“ zieht sich über die gesamte Breite des Cockpits und ersetzt klassische Instrumente hinter dem Lenkrad. Anzeigen lassen sich individuell konfigurieren, ein 3D-Head-up-Display ist optional. Alexa+ ist serienmäßig integriert, die elektronisch geregelten Lüftungsdüsen werden über das Klimamenü bedient.

Vier sogenannte „Superbrains“ steuern zentrale Fahrzeugfunktionen. „Heart of Joy“ kümmert sich um Antrieb, Bremsen, Rekuperation und Lenkung. BMW zufolge bremst der i3 in bis zu 98 Prozent der Verzögerungssituationen ausschließlich über Rekuperation. Serienmäßig gibt es elektrisch verstellbare Sitze mit Travel-&-Comfort-System, optional ein Panoramaglasdach und beleuchtete Innenraumflächen.

Auch beim Assistenzkonzept geht BMW einen eigenen Weg: „Symbiotic Drive“ bleibt bei kleinen Eingriffen aktiv. Leichtes Bremsen deaktiviert den Tempomaten nicht, kurzes Gegenlenken beendet die Spurführung nicht. Der optionale Highway/Motorway Assistant ermöglicht auf Autobahnen automatisiertes Fahren bis 130 km/h. Das System entspricht laut Artikel Level 2+, die Aufmerksamkeit des Fahrers bleibt also notwendig. Er muss den Verkehr beobachten und jederzeit eingreifen können, darf dabei aber die Hände vom Lenkrad nehmen.

Vom Design bis zum Fahrgefühl

Optisch kommt der i3 kantig daher und verzichtet weitgehend auf Chrom. Die BMW-Niere wird durch schmale Lichtlinien dargestellt, auf Wunsch mit „Iconic Glow“. Das klassische 2,5-Box-Design trägt eine ansteigende Gürtellinie und ausgeprägte Radhäuser. Am Heck leuchtet eine durchgehende rote Lichtlinie, ergänzt durch rote Dreiecke an den Außenseiten. Elf Außenfarben stehen zum Marktstart bereit, darunter „M Le Castellet Blau metallic“.

Wer es sportlicher mag, kann ein M-Sportpaket bestellen. Es bringt M-Aerodynamik, 21-Zoll-M-Räder, blaue Bremssättel und ein M-Sportlenkrad. Elektrischer i3 und Verbrenner-3er ähneln einander optisch stark, technisch basiert der Stromer jedoch auf einer anderen Plattform. Sein Radstand ist etwas länger, die Motorhaube kürzer.

Vorne arbeitet eine Zweigelenk-Federbeinachse, hinten eine Fünflenkerachse. Hubabhängige Stoßdämpfer gehören zur Serienausstattung, ein adaptives M-Fahrwerk ist optional. Die Hinterachse ist die primäre Antriebsachse; der hintere Synchronmotor dreht bis zu 21.000 Umdrehungen pro Minute und kann sein Magnetfeld je nach Lastzustand anpassen.

Bei einer Testfahrt mit dem i3 50 zeigte der Bordcomputer bei zügiger Fahrweise 17,5 kWh pro 100 Kilometer. Rechnerisch ergab das etwa 620 Kilometer Reichweite. In der Stadt oder bei langsamer Fahrt ist mehr möglich, bei hohem Autobahntempo weniger. Der Test beschrieb Lenkung und Fahrwerk als stabil, das serienmäßige Fahrwerk verbinde sportliches Fahren, Reserven im Grenzbereich und Komfort. Das optionale adaptive M-Fahrwerk sei daher nicht zwingend nötig. Die Lenkung wirkt bei niedrigen Geschwindigkeiten leichtgängig und eher indirekt, bei höherem Tempo direkter.

Im Fond sitzen Personen bis etwa 1,80 Meter problemlos, ab rund 1,90 Meter kann es am Kopf eng werden. Die Beinfreiheit bleibt grundsätzlich ausreichend, die flach montierte Rückbank ist aber weniger bequem als im 3er mit Verbrennungsmotor. Das Kofferraumvolumen beträgt 420 Liter; vorne bietet der „Frunk“ 31 Liter Platz für Ladekabel und kleinere Gegenstände.

Preise, Konkurrenz und der Blick nach München

Die Netto-Basispreise liegen laut ADAC zwischen 59.900 und 65.900 Euro. Ein anderer Richtwert nennt für den i3 50 xDrive erwartete 65.000 bis 68.000 Euro. Einen offiziellen Preis gab es zunächst nicht. Als Orientierung dient der iX3 50 xDrive, der mindestens 70.900 Euro beziehungsweise zuletzt teilweise 74.700 Euro kostete. Günstigere i3-Varianten könnten ab 2027 schätzungsweise 45.000 bis 50.000 Euro kosten.

In diesem Feld trifft der i3 auf das Tesla Model 3 Performance mit 571 Kilometern WLTP, den Mercedes CLA EQ mit bis zu 800 Kilometern, die kommende elektrische Mercedes C-Klasse und den Audi A4 e-tron. Eine stärkere Version namens i3 M60 xDrive soll im Frühjahr 2027 erscheinen. Der i3 Touring als Kombi ist offiziell bestätigt und soll einige Monate nach der Limousine beziehungsweise laut ADAC 2027 folgen. Für 2027 ist außerdem ein frontgetriebener i1 geplant, der i2 soll 2028 kommen.

Die Produktion des i3 erfolgt ausschließlich im BMW-Werk München-Milbertshofen. Das Stammwerk wurde in den vergangenen vier Jahren für mehr als eine Milliarde Euro modernisiert. Der Produktionsstart ist für August 2026 vorgesehen, die ersten Auslieferungen sollen im Herbst 2026 beginnen. Ab 2027 soll das gesamte Münchner Fahrzeugportfolio auf vollelektrische Modelle der „Neuen Klasse“ umgestellt werden. Der iX3 bleibt unterdessen im ungarischen Werk Debrecen.

Am Samstag folgten bei BMW Neuper die „Experience Days“. Besucher konnten beide neuen Modelle testen – den i3 ebenso wie den X5. Beim i3 bleibt trotz viel Leistung und Technik ein kleiner Haken: Der Test nennt die hohen Preise und die zahlreichen aufpreispflichtigen Extras als zentrale Nachteile.