In Mödling wird momentan über die Zukunft des städtischen Eislaufplatzes diskutiert – ein heißes Thema, das die Gemüter der Bürgerinnen und Bürger bewegt. Im vergangenen Jahr hat die Stadt die Schließung der bisherigen Eisfläche im Stadtbad angekündigt, was die Herzen vieler Eisläufer schwer macht. Nun fordert eine Bürgerinitiative eine Alternativlösung, damit das Eislaufen in Mödling nicht ganz ausstirbt. Die ÖVP hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und kritisiert die Pläne der Stadtregierung. Statt einer Schließung schlagen sie eine mobile Eisfläche vor, die zumindest temporär für Freude auf dem Eis sorgen könnte.

Die rot-grüne Stadtregierung hingegen hat eine Kunsteisfläche ins Spiel gebracht, die an den „Wiener Eistraum“ erinnert. Für dieses Vorhaben liegen bereits konkrete Angebote vor, die synthetische Platten verwenden. Frantisek Török, Miteigentümer der Eislauf Arena Marchegg, wurde von der Stadtgemeinde kontaktiert und hat zwei Vorschläge unterbreitet: eine fixe Variante auf dem Stockschützenplatz und eine temporäre im Museumspark. Er betont, dass die modernen Kunststoffplatten wartungsfrei sind und kaum laufende Kosten verursachen. Man könnte fast meinen, das wäre eine ideale Lösung für die Stadt, oder?

Die Meinungsverschiedenheiten

ÖVP-Obmann Gert Zaunbauer ist allerdings skeptisch gegenüber der Kunsteislösung. Er bevorzugt eine Anlage mit echtem Eis und schlägt eine mobile Eislauffläche mit den Maßen 30 mal 25 Metern vor. Die geschätzten Jahreskosten liegen bei 60.000 bis 80.000 Euro – eine Summe, die Török als unrealistisch bezeichnet. „Die genannten Dimensionen sind für ein attraktives Eislauferlebnis schlichtweg ungeeignet“, so Török. Er bietet stattdessen die Alternative mit Synthetikplatten an, die keine Energie benötigen und ganzjährig nutzbar sind. Das klingt ja fast zu gut, um wahr zu sein!

SPÖ-Klubsprecher Stephan Schimanowa hat bereits Töröks Angebot bestätigt und erklärt, dass mehrere Vorschläge geprüft werden. Eine endgültige Entscheidung über die zukünftige Eislauffläche steht noch aus, was natürlich die Neugier und auch die Besorgnis der Mödlinger Bevölkerung anheizt. Es bleibt spannend zu beobachten, welche Lösung letztendlich den Zuschlag erhält und ob der Eislaufsport in Mödling eine Zukunft hat.

Ein Blick über die Grenzen

In der Zwischenzeit kann man einen Blick auf andere Städte werfen. In München beispielsweise frieren Weiher und Seen im Winter oft zu und erfreuen Eislaufbegeisterte sowie Kinder. Tragfähige Eisflächen benötigen jedoch über längere Zeit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Dort sind die Bürger dazu aufgefordert, Verbotsschilder zu beachten, da Eisflächen manchmal dünner sein können, als sie scheinen. Sicherheitsvorkehrungen sind auch dort ein wichtiges Thema, mit Rettungsmitteln, die an städtischen Gewässern bereitstehen.

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Eislaufen ist mehr als nur ein Sport – es ist ein Erlebnis. Die Frage bleibt, ob Mödling sich für eine innovative Lösung entscheiden kann, die nicht nur den Eisläufern, sondern auch der gesamten Gemeinschaft zugutekommt. Für die Mödlinger wird die Zeit zeigen, ob sie bald wieder über die Eisfläche gleiten können oder ob sie auf alternative Lösungen hoffen müssen.