Im Bezirk Scheibbs sind zurzeit die Gasspür-Trupps von Netz NÖ unterwegs. Diese Prüfungen sind wichtig, damit alles im grünen Bereich bleibt und um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Der Zeitraum für diese Überprüfungen erstreckt sich über die Monate Juni und Juli. Aber keine Sorge, die Techniker arbeiten berührungsfrei und zuverlässig mit modernen, mobilen Geräten, um die Gasleitungen zu überprüfen. Der Fokus liegt dabei auf den Leitungen bis zum Anschlusskasten des jeweiligen Gebäudes.

Falls sie jedoch auf Privatgrundstücke stoßen, kann es sein, dass sie diese betreten müssen. Das geschieht aber nur in Einzelfällen. Gasleitungen müssen regelmäßig nach gesetzlichen Vorschriften und in festgelegten Intervallen geprüft werden. Diese Intervalle reichen von alle zwei bis neun Jahre – je nachdem, aus welchem Material die Leitungen bestehen. Ein kontinuierlicher Druck im Gasnetz wird ebenfalls überwacht, um auf der sicheren Seite zu sein. Veränderungen auf den Leitungstrassen, etwa durch Bewuchs oder Baumaßnahmen, werden ebenfalls unter die Lupe genommen. Wurzeln großer Bäume und Baggerschaufeln stellen hier die größten Risiken dar.

Wichtige Sicherheitshinweise

Falls es zu einem Gasgebrechen in Wohnräumen kommen sollte, gibt es einige wichtige Schritte, die man beachten sollte. Zuerst einmal: Lüften! Und bitte keine Flammen oder Funken erzeugen. Auch das Betätigen von Schaltern oder Telefonieren sollte man in solchen Momenten vermeiden. Die Gasversorgung muss unterbrochen werden, indem man den Gerätehahn oder die Hauptabsperrung schließt. Und dann: Warnen Sie Ihre Mitbewohner, indem Sie klopfen, aber nicht klingeln! Schließlich ist es wichtig, den Gefahrenbereich zu verlassen und den Gasnotruf unter 128 zu wählen. Für weitere Informationen kann man sich auch auf der Webseite von Netz NÖ umsehen: netz-noe.at.

Aber nicht nur Netz NÖ ist aktiv, auch die regelmäßige Dichtheitsprüfung ist von großer Bedeutung. Diese Prüfungen sind entscheidend, um die Sicherheit zu gewährleisten und Gaslecks zu vermeiden. Die gesetzlichen Anforderungen sehen vor, dass gasführende Rohrleitungen alle 12 Jahre auf Dichtheit überprüft werden müssen. Diese Verantwortung liegt beim Gebäudeeigentümer. Prüfungen sollten durch zugelassene Unternehmen durchgeführt werden. Bei solchen Dichtheitsprüfungen wird in der Regel mit einer Druckstandsprobe begonnen, bei der die Rohrleitungen mit Druckluft beaufschlagt und auf Druckabfall geprüft werden. Sollte ein Druckabfall auftreten, müssen Leckagen lokalisiert werden.

Innovative Lecksuchmittel

Um Leckagen festzustellen, stehen verschiedene Lecksuchmittel zur Verfügung. Zum Beispiel gibt es das Gaspruf-Flüssig in einer praktischen 500 ml Flasche mit Sprayer oder die Gaspruf-Paste für Großverbraucher. Diese Produkte sind umweltfreundlich und kommen ohne Treibgas aus. Die Anwendung ist einfach und erfordert keine spezielle Schulung – das ist doch praktisch! Man sprüht oder streicht die Fittinge und Verschraubungen mit dem Lecksuchmittel ein, und sichtbare Schaumpilze zeigen dann die Leckagen an. So wird das Ganze zu einer unkomplizierten Mission.

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Zusätzlich können Dichtheitsprüfungen helfen, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Gasleitungen werden auf Sicherheit, Dichtheit, äußeren Zustand, Alterungsschäden und korrekte Halterung überprüft. Besonders wichtig ist auch die Dokumentation der Prüfergebnisse, die nach den Anforderungen der TRGI 2018 Pflicht ist. Prüfplaketten kennzeichnen durchgeführte Gasprüfungen und geben Auskunft darüber, wann die nächste fällig ist.

Insgesamt ist es also wichtig, sich regelmäßig um die Gasleitungen zu kümmern – sowohl die Netzbetreiber als auch die Hausbesitzer. Vor allem sollten Eigentümer darauf achten, dass ihre Gasleitungen gut befestigt sind, und auf Abnutzungserscheinungen in feuchten oder unbelüfteten Räumen achten. Eine gute Lüftung ist auch nie verkehrt. Denn Sicherheit geht vor, das steht fest!