Tödlicher Porsche-Unfall im Bezirk Perg: 66-Jähriger stirbt nach Aufprall gegen Birnbaum
Am Donnerstag, dem 5. November 2026, ist es gegen 11:45 Uhr auf der B123 im Bezirk Perg zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein 66-jähriger Mann aus dem Bezirk Perg war mit seinem Porsche von Wartberg ob der Aist in Richtung Mauthausen unterwegs, als er im Ortschaftsbereich Holzgasse, Gemeinde Ried in der Riedmark, aus bislang unbekannter Ursache von der Fahrbahn abkam.
Der Wagen schleuderte nach rechts über eine angrenzende Wiese. Nach rund 100 Metern prallte er mit der Fahrerseite gegen einen etwa 25 Zentimeter dicken Birnbaum. Die Wucht des Aufpralls riss den Baum ab. Danach überschlug sich das Fahrzeug mehrmals und kam erst nach weiteren ungefähr 100 Metern zum Stillstand.
Reifen beschädigte Bauernhof
Ein Reifen wurde durch den Unfall weggeschleudert und beschädigte die Wand eines Nebengebäudes eines angrenzenden Bauernhofs. Vom Porsche blieb kaum etwas übrig. Die Feuerwehren Altaist-Hartl, Ried in der Riedmark und Obenberg rückten gemeinsam mit dem Roten Kreuz, dem Notarzt und der Polizei aus.
Feuerwehrkräfte mussten den 66-Jährigen aus dem völlig zerstörten Fahrzeug befreien. Rettungsdienst und Notarzt versuchten noch an der Unfallstelle, den Mann zu reanimieren. Die Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos. Er starb noch vor Ort, wie die Landespolizeidirektion Oberösterreich mitteilte.
Österreichs Verkehrsbilanz 2025
Wie ernst die Lage auf Österreichs Straßen bleibt, zeigt die Verkehrsunfallstatistik des Innenministeriums: Im Jahr 2025 starben 397 Menschen bei Verkehrsunfällen – 46 mehr als 2024, als 351 Todesopfer zu beklagen waren. Das entspricht einem Anstieg von 13,1 Prozent. Die Zahl lag ungefähr auf dem Niveau von 2023 mit 402 Verkehrstoten und war langfristig die fünftniedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Unter 400 Tote gab es bisher nur in den Jahren 2020 bis 2022 sowie 2024.
1972 hatte Österreich mit 2.948 Verkehrstoten den Höchststand erreicht. Seither stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge von 2,5 Millionen auf 7,4 Millionen im Jahr 2025. In Oberösterreich kamen 2025 73 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, nach 72 im Jahr davor. Die übrigen Bundesländer: Burgenland 19 (2024: 15), Kärnten 35 (30), Niederösterreich 108 (84), Salzburg 24 (28), Steiermark 65 (63), Tirol 44 (32), Vorarlberg 14 (7) und Wien 15 (20).
Viele tödliche Alleinunfälle
Die meisten Opfer waren Pkw-Insassen, nämlich 164. Dazu kamen 81 Motorradfahrer, darunter 22 mit Leichtmotorrädern, 65 Radfahrer – 31 davon mit E-Bikes –, 53 Fußgänger, elf Lkw-Insassen, davon neun in Klein-Lkw, acht Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, sieben Mopedfahrer, sechs E-Scooter-Lenker und zwei sonstige Beteiligte.
Auffällig stark stieg die Zahl der getöteten Radfahrer: von 32 im Jahr 2024 auf 65 im Jahr 2025. Das war der höchste Wert seit 2002, als 80 Radfahrer starben. Bei 149 von 381 tödlichen Unfällen handelte es sich um Alleinunfälle mit nur einem beteiligten Fahrzeug – 39,1 Prozent.
Als häufigste Unfallursachen nennt die Statistik Unachtsamkeit oder Ablenkung mit 30,5 Prozent, nicht angepasste Geschwindigkeit mit 25,3 Prozent und Vorrangverletzungen mit 16,6 Prozent. Es folgten Fehlverhalten von Fußgängern mit 6,3 Prozent, gesundheitliche Beeinträchtigungen mit 4,5 Prozent, die Missachtung von Geboten oder Verboten mit 3,9 Prozent, Überholen mit 3,7 Prozent und sonstige Ursachen mit 2,4 Prozent. Bei 26 tödlichen Unfällen, also 6,8 Prozent, waren Alkohol, Drogen oder Medikamente im Spiel.
Bei den wichtigsten Unfallursachen gab es gegenüber 2024 leichte Anstiege. Rückgänge wurden beim Überholen, bei Alkohol, Drogen und Medikamenten sowie bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen verzeichnet.
Freiland fordert die meisten Opfer
Auf Autobahnen und Schnellstraßen starben 45 Menschen. Das waren 11,3 Prozent aller Verkehrstoten und 13 mehr als 2024. Die meisten Todesopfer gab es auf ehemaligen Bundesstraßen mit 147, danach folgten Landesstraßen mit 114 und sonstige Straßen mit 91. 294 Menschen, also 74,1 Prozent, starben im Freiland; 103, entsprechend 25,9 Prozent, im Ortsgebiet.
Acht Kinder bis 14 Jahre kamen 2025 im Straßenverkehr ums Leben: drei als Radfahrer, je zwei als Fußgänger und Pkw-Insassen sowie eines mit einem E-Scooter. 2024 waren vier Kinder gestorben, 2023 sieben. Unter den Opfern 2025 war auch ein siebenjähriges Kind, das bei einem Schulwegunfall starb.
Der schwerste Unfall des Jahres ereignete sich am 1. April 2025 auf der A2 im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich. Bei einem Auffahrunfall eines Pkw auf einen Sattelzug starben fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine. Die Statistik wurde am 2. Jänner 2026 aktualisiert.
