Am Samstag um 19.30 Uhr steht in Ried das OÖ-Derby zwischen der SV Ried und dem LASK auf dem Programm. Für die Linzer kommt die Partie unmittelbar vor der Länderspielpause – und nach dem Champions-League-Auftritt gegen Slovan Bratislava. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt also nicht.

Der LASK reist als Tabellendritter an und will den Anschluss an Spitzenreiter Rapid halten. Ried wiederum hat längst gezeigt, dass sie sich gegen Favoriten wohlfühlt. Als Favoritenschreck rechnet sich die SVR auch diesmal Chancen aus. Das Derby verspricht entsprechend weniger gemütlichen Fußballabend als ordentlich Spannung.

Ried war im Cup schon ganz knapp dran

Wie unangenehm Ried für den LASK sein kann, zeigte sich am 28. Oktober 2026 im UNIQA ÖFB-Cup. Im Achtelfinale setzte sich der LASK in Linz nach Verlängerung mit 5:4 durch – allerdings erst nach einem wilden Spielverlauf.

Moegamat Yusuf Maart brachte Ried in der 36. Minute mit 1:0 in Führung, Dejan Radonjic erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0. Alemao verkürzte in der 51. Minute für den LASK, ehe Maart in der 76. Minute das 3:1 erzielte. Robert Ljubicic brachte die Linzer in der 84. Minute wieder auf 2:3 heran.

Dann wurde es dramatisch: In der 90.+3 Minute glich Xavier Mbuyamba zum 3:3 aus und erzwang die Verlängerung. Moses Usor drehte die Partie in der 111. Minute auf 4:3 für den LASK, Samuel Adeniran erhöhte in der 120. Minute auf 5:3. Philipp Pomer erzielte in der 120.+2 Minute noch den Anschlusstreffer zum 4:5. Für Ried war das Aus besiegelt, der LASK musste bis zum letzten Atemzug zittern.

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Favorit mit müden Beinen?

Vor dem Cup-Derby war der LASK als Titelverteidiger und Double-Sieger der Favorit, hatte zuletzt aber gegen Red Bull Salzburg verloren. Wegen des engen Spielplans mit Einsätzen in der UEFA Champions League wurde zudem mit Rotation gerechnet. Nun folgt der nächste Kraftakt. Die letzten Körnchen im Tank müssen wohl her.

Die SV Ried war vor dem Cup-Spiel seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen und hatte zuletzt gegen Sturm Graz remis gespielt. Das vorherige Bundesliga-Duell Mitte August gewann der LASK allerdings klar mit 4:1. Ried hat also noch eine Rechnung offen – und seit dem 28. Oktober auch den Beweis in der Tasche, dass der Meister keineswegs unangreifbar ist.

Bereits um 17.00 Uhr treffen Austria Lustenau und der GAK aufeinander. Beide Mannschaften kassierten zuletzt deutliche Niederlagen. In Ried richtet sich der Blick danach auf das Abendspiel, auf volle Ränge und auf die Frage, ob der LASK seine Champions-League-Müdigkeit abschütteln kann oder ob der Favoritenschreck wieder zuschnappt.