Atemschutztrupps trainieren Menschenrettung und Kellerbrand im Abbruchhaus in Helfenberg
Rauch, Atemschutz und ein echter Brand im Keller: Die Feuerwehr Helfenberg hat in einem Abbruchhaus eine realitätsnahe Brandeinsatzübung durchgeführt. Als Schauplatz diente das ehemalige Gebäude der Fleischhauerei Wagner. Das Szenario war ernst angelegt, blieb aber eine Übung.
Insgesamt waren elf Feuerwehren dabei: Afiesl, Ahorn, Altenschlag, Haslach, Helfenberg, Kasten, Piberschlag, Schönegg, St. Johann, St. Peter und St. Stefan. Je nach Übungsdurchgang arbeitete eine Feuerwehr allein oder zwei Feuerwehren gemeinsam den simulierten Einsatz ab. Einige Feuerwehren rückten dabei mit unterschiedlichen Besatzungen mehrfach aus.
Vermisste Person im verrauchten Keller
Angenommen wurde ein Brand im Kellergeschoss. Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude selbstständig verlassen, eine Person galt jedoch als vermisst. Atemschutztrupps mussten das dicht verrauchte Haus absuchen, die Person finden und bewusstlos ins Freie bringen.
Im Keller brannte zusätzlich tatsächlich ein Feuer. Die Trupps mussten den Brandherd lokalisieren und bekämpfen – mit schwerem Atemschutz, eingeschränkter Sicht und der Hitze direkt vor sich. Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz kam wegen der Wasserknappheit in der Gemeinde nicht zum Einsatz. Stattdessen wurde Wasser in Containern organisiert und für die Übung bereitgestellt.
Die Feuerwehr Helfenberg dankte den teilnehmenden Feuerwehren für die Zusammenarbeit und die Teilnahme. Ein Dank ging auch an die Familie Wagner, die das Abbruchobjekt zur Verfügung stellte, sowie an die Feuerwehrmitglieder der FF Helfenberg für die Vorbereitung und Durchführung.
Atemschutzübung im Gasthaus Haudum
Bereits am Freitag, dem 27. März, hatten sieben Feuerwehren aus dem Raum Helfenberg an einer Atemschutz-Bereichsübung in Helfenberg teilgenommen. Dieses Mal wurde ein Brand im Saunabereich des Gasthauses Haudum angenommen.
Die Einsatzkräfte mussten den Brand bekämpfen, die Zimmer im Obergeschoss durchsuchen, eine vermisste Person finden und retten sowie den Brandherd lokalisieren. Zusätzlich wurde angenommen, dass sich das Feuer von der Sauna auf das Dachgeschoss ausgebreitet hatte.
Die vermisste Person wurde über eine Leiter ins Freie gebracht und von Atemschutzträgern gerettet. Jede Feuerwehr musste die gesamte Übung eigenständig abarbeiten. So wurde die Zusammenarbeit innerhalb der jeweiligen Mannschaften trainiert – nicht nur das Zusammenspiel von außen.
Beteiligt waren Afiesl, Ahorn, Altenschlag, Helfenberg, Piberschlag, St. Stefan und St. Johann. Die FF St. Peter kümmerte sich vor Ort darum, leere Atemschutzflaschen wieder aufzufüllen.
Bericht: Jonas Feilmayr
Fotos: Martin Gaisbauer
Beide Übungen verlangten den Atemschutztrupps einiges ab: Orientierung im Rauch, Suche unter Zeitdruck, Menschenrettung und Brandbekämpfung liefen nicht auf dem Papier, sondern möglichst nah an einem echten Einsatz ab. Ein Unterschied blieb freilich entscheidend – alle Beteiligten wussten, dass am Ende der Übung die Geräte wieder abgelegt werden konnten.
