Im Bezirk Rohrbach baut die Breitband Oberösterreich GmbH (BBOÖ) großflächig Glasfaser-Infrastruktur aus. Wer wissen möchte, wie der eigene Anschluss hergestellt wird und welcher Internet-Provider passt, bekommt im November direkt vor Ort Antworten.

Am Donnerstag, 12. November, beginnt um 19 Uhr ein Glasfaser-Infoabend im Sitzungssaal des Gemeindeamts Sarleinsbach. Im Mittelpunkt stehen die Herstellung des Anschlusses und die Auswahl des Internet-Providers.

Provider, Tarife und persönliche Fragen

Am Freitag, 13. November, folgt ab 13 Uhr ein Informationsnachmittag am Gemeindeamt Pfarrkirchen. Gemeinsam mit Providern aus dem BBOÖ-Netz und den beteiligten Baufirmen stellt die BBOÖ dort die nächsten Schritte vor. Interessierte können die Unternehmen kennenlernen, sich über Produkte und Tarife informieren und ihre Fragen direkt an BBOÖ-Experten richten.

Glasfaser wird auch Lichtwellenleiter (LWL) genannt. Dahinter steckt eine haardünne Datenleitung mit einem flexiblen Glaskern. Informationen werden mithilfe von Lichtsignalen mit hoher Geschwindigkeit über große Distanzen übertragen – ein ziemlich elegantes Prinzip für etwas, das später meist unsichtbar im Boden oder im Haus verschwindet.

Für Haushalte bedeutet der Anschluss hohe Datenübertragungsraten, geringe Ausfallzeiten und eine stabile, zuverlässige Internetverbindung. Symmetrische Bandbreiten ermöglichen schnelle Uploads und Downloads. Geringe Latenzzeiten helfen etwa bei Videokonferenzen und Online-Gaming. Auch mehrere Geräte können gleichzeitig genutzt werden, ohne dass die Geschwindigkeit merklich einbricht.

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Von 300 Mbit/s bis 2,5 Gbit/s

Die BBOÖ bietet symmetrische Bandbreiten ab 300 Mbit/s an, derzeit sind bis zu 2,5 Gbit/s möglich. Neben schnellem Internet ermöglicht ein Glasfaseranschluss kostengünstiges Telefonieren und individuell nutzbares Fernsehen in hoher Qualität. Im Vergleich zu älteren Technologien gilt Glasfaser außerdem als energieeffizienter.

Die Infrastruktur ist auf künftige Anforderungen ausgelegt und soll ohne Umbauten erweiterbar sein. Das kann auch für Immobilien eine Rolle spielen: Ein Glasfaseranschluss kann deren Wert und Attraktivität erhöhen und bei privaten wie geschäftlichen Objekten die Entscheidung für oder gegen ein Objekt beeinflussen.

Breitbandatlas zeigt den Ausbaustand

Wie weit der FTTH- und FTTB-Glasfaserausbau in Österreich gediehen ist, lässt sich im Breitbandatlas nachvollziehen. Dort werden auch BBA-2030-Förderprojekte berücksichtigt. Die Informationen sind nach Gemeinden gegliedert und können unter anderem nach Bundesland – von ganz Österreich über Oberösterreich bis Wien – sowie nach Ausbaustatus gefiltert werden: verfügbar, geplant, im Bau oder kein Ausbau.

FTTH („Fiber to the Home“) bedeutet, dass die Glasfaser direkt bis in die Wohnung führt. Damit sind symmetrische Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s möglich. Bei FTTB („Fiber to the Building“) endet die Glasfaser hingegen am Gebäude; innerhalb des Hauses geht es über Kupfer- oder Koaxialkabel weiter.

In Gebieten, die noch nicht ausgebaut sind, können Gemeinden und Bürger ihren Bedarf anmelden. Als Kontaktstellen nennt der Breitbandatlas das zuständige Gemeindeamt sowie die Anbieter A1, Magenta und Drei. Die Daten stammen aus dem Österreichischen Breitbandatlas (breitbandatlas.gv.at) und den Open Data des Breitbandbüros Austria (data.gv.at). Sie werden quartalsweise entsprechend dem Veröffentlichungszyklus der RTR aktualisiert; auch Rohdaten können heruntergeladen werden.