Julbachs Feuerwehrfrauen holen bei Weltmeisterschaften den Vizeweltmeistertitel
Rohrbachs Feuerwehren haben bei nationalen und internationalen Bewerben kräftig angeschrieben. Oberösterreich holte einen Weltmeistertitel, zwei Vizeweltmeistertitel, zwei Bundessiege und weitere Spitzenplatzierungen. Im Linzer Landhaus zeichneten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrätin Michaela Langer-Weninger dafür acht besonders erfolgreiche Feuerwehrgruppen aus.
Aus dem Bezirk Rohrbach waren zwei Gruppen dabei: Die Damenbewerbsgruppe Julbach wurde für ihren Vizeweltmeistertitel geehrt, die Feuerwehrjugendgruppe aus St. Martin für eine Spitzenplatzierung. Viel Training, viele Stunden auf Bewerbsplätzen – und dazwischen der ganz normale Feuerwehralltag. Das merkt man den Ergebnissen an.
Julbach wird Vizeweltmeister
Bei den internationalen Feuerwehrbewerben 2026 setzte sich Bad Mühllacken aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung an die Weltspitze. Die Frauengruppe aus Julbach im Bezirk Rohrbach wurde Vizeweltmeisterinnen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Sportwettkampfgruppe Frankenburg.
Stelzer hob bei der Ehrung den Teamgeist, den Zusammenhalt und den freiwilligen Einsatz der Feuerwehrmitglieder hervor. Ohne viele zusätzliche Stunden, ohne gegenseitiges Einstehen und ohne Leute, die auch dann weitermachen, wenn die Beine längst schwer sind, geht es nicht.
Feuerwehr-Landesrätin Langer-Weninger verwies auf die internationale Spitzenstellung der oberösterreichischen Feuerwehren. Der Weltmeistertitel für Bad Mühllacken und der Vizeweltmeistertitel für Julbach würden diese Stärke deutlich unterstreichen.
St. Martin auf Rang vier
Auch die Feuerwehrjugend bekam im Linzer Landhaus ihren Auftritt. Bei den internationalen CTIF-Jugendfeuerwehrwettbewerben 2026 in Šumperk wurden fünf Jugendgruppen aus Oberösterreich ausgezeichnet: Winden-Windegg aus dem Bezirk Perg, St. Martin im Mühlkreis aus dem Bezirk Rohrbach, Allerheiligen-Lebing aus dem Bezirk Perg, Schweinsegg-Zehetner aus dem Bezirk Steyr-Land sowie Mitteregg-Haagen/Sand aus dem Bezirk Steyr-Land als Mädchengruppe.
Mitteregg-Haagen/Sand erreichte den Vizeweltmeistertitel. Winden-Windegg kam in der gemischten Wertung auf den dritten Platz, St. Martin im Mühlkreis belegte Rang vier. Beim Bundesbewerb 2025 landete Allerheiligen-Lebing auf dem dritten Platz, Schweinsegg-Zehetner erreichte Rang vier.
Mit den Auszeichnungen sollte auch jenen gedankt werden, die die Feuerwehrjugend ehrenamtlich begleiten. Der Landes-Feuerwehrverband gratulierte den Gruppen und bedankte sich bei Trainerinnen und Trainern, Betreuungsteams sowie allen Unterstützenden. Hinter jedem sauberen Handgriff steckt eben jemand, der erklärt, korrigiert, wartet – und wahrscheinlich auch einmal nervös danebensteht.
Feuerwehrsport im Burgenland
Der Rahmen für die internationalen Spitzenleistungen war heuer der 18. Internationale Feuerwehrwettbewerb, die „World Firefighting Championships of CTIF 2026“. Von 22. bis 26. Juli 2026 wurde in Eisenstadt im Burgenland um Zeiten, Platzierungen und Titel gekämpft.
Rund 130 Bewerbsgruppen, etwa 135 Bewerter und Delegationen aus rund 20 Nationen waren dabei. Tausende Besucher verfolgten den internationalen sportlichen Leistungsvergleich im Feuerwehrwesen, der neben den Bewerben auch Austausch und Feuerwehrkameradschaft bot. Für Österreich war es ein Heimspiel mit ordentlich Spannung: In der Leichtathletikarena Eisenstadt fand ein Bewerbstag bei Sommerwetter statt, am 25. Juli standen Bewerbe des 18. traditionellen internationalen Feuerwehrwettbewerbs auf dem Programm.
Der erste offizielle Trainingstag startete erfolgreich, der zweite wurde abgeschlossen. Ausrüstung, Befehle, Geräte und Abläufe mussten sitzen; auf der Website des Wettbewerbs fanden sich außerdem Informationen zum Bewerbsablauf und zu den Disziplinen, zu Terminen und Programmpunkten, Veranstaltungsorten und Orientierung sowie zu Veranstalter und Region.
Österreich errang erneut den Weltmeistertitel – im Bericht zum Wettbewerb wird eine österreichische Bewerbsgruppe erwähnt. Die Internationalen Feuerwehrbewerbe 2026 fanden erstmals im Burgenland statt. In Rohrbach dürfte man den Erfolg von Julbach trotzdem noch ein wenig länger nachtragen: mit müden Beinen, heiseren Stimmen und vermutlich einem ziemlich guten Gefühl.
