Nach 15 Jahren hinter der dunkelbraunen Holzbar zieht Philipp „Phil“ Zezula einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit als Wirt der Academy Bar im Salzburger Andräuviertel. Zezula geht nach Wien. Das Herz der Bar soll aber bleiben, wo es ist.

Ohne Unterbrechung geöffnet wird ab 1. November sein Schulfreund, Bandkollege und Stammgast Peter „Bäda“ Kreyci übernehmen. Kreyci ist außerdem Zezulas Partner beim Projekt „Brauton“. Für die Stammgäste dürfte der Wechsel zunächst beinahe wie ein ganz normaler Abend wirken: rote Kunstlederhocker, Postkarten von Gästen an der Wand und das bisherige Biersortiment bleiben erhalten.

Neue Hand am Zapfhahn

Am Erscheinungsbild und am Angebot soll sich vorerst kaum etwas ändern. Wer die Academy kennt, wird die Bar also weitgehend so vorfinden, wie bisher – inklusive jener kleinen Spuren, die sich über Jahre angesammelt haben. Ein vertrauter Platz, ein Bier, vielleicht eine Postkarte, die längst nicht mehr ganz gerade hängt.

Die Academy versteht sich als kreativer, politisch-satirischer Bestandteil des Salzburger Stadtbilds und der sozialen Medien. Zu finden ist sie in der Franz-Josef-Straße 4, 5020 Salzburg. Zum genannten Team gehören Thomas Zezula als Creative Director für Text und Kundenberatung, Phil Zezula für Gastronomie, Eventmanagement und als Braumeister, Sara Lechthaler für Projektmanagement, Events, Social Media und Gastronomie sowie Hanifi Cambaz als Barkeeper.

Gespräche bei einem Bier

Zur Academy gehört auch der Podcast „Beim Trinken gstört – Der Mensch hinterm Gast“ auf der Radiofabrik. Das Konzept ist denkbar unkompliziert: Menschen aus unterschiedlichen Berufen erzählen in lockeren Gesprächen bei einem Bier aus ihrem Leben. Die Geschichten sind individuell, manchmal beruflich geprägt, manchmal völlig abseits davon.

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Ausgestrahlt wird jeden zweiten Dienstag im Monat von 18 bis 19 Uhr. Online lassen sich die Folgen unter cba.fro.at/podcast/beim-trinken-gstoert-der-mensch-hinterm-gast nachhören.

  • Vol. 1: „Das erste Opfer“ – Christoph Rettenbacher
  • Vol. 2: „Die Gipfelstürmerin“ – Stefanie Ruep
  • Vol. 3: „Der Gamechanger“ – Hubertus Brawisch
  • Vol. 4: „In Velo Veritas“ – Romana Stücklschweiger
  • Vol. 5: „Gasteiner Gastro-Guru und Gschichtldrucker“ – Christian Keuschnigg
  • Vol. 6: „Katzen, Tigerschnegel und Jugendliche – Simone hat ein Herz für alle!“ – Simone Hofinger
  • Vol. 7: „In Ulm und um Ulm herum“ – Peter Distler
  • Vol. 8: „¡Felis Navidad! – Dramaturgin auf der Suche nach der Wundertüte des Lebens“ – Felicitas Biller
  • Vol. 9: „Matschi Picchu – Quirlige Sozialarbeiterin auf Hochtouren“ – Martina „Matschi“ Hauser
  • Vol. 10: „Immobilientreuhänder für Liebe und Work-Life-Balance“ – Michi Höckner
  • Vol. 11: „Second-Hand-Stühle und Improtheater zu verkaufen“ – Nicola Kortner
  • Vol. 12: „Bohemian Freigeist zwischen Litschau und Klein-Chicago“ – academy-Papa Tom Zezula
  • Vol. 13: „Beeren und Blumen, die unter die Haut gehen“ – Vicky Putz
  • Vol. 14: „Corey from the very beginning – American sociologist and musician“ – Corey Dolgon
  • Vol. 15: „Klagen aussichtslos! Rechtsanwalt Robert Pirker für gepflegte Routinen und gegen notorische Nein-Sager“ – Robert Pirker
  • Vol. 16: „Die Liebe zur deutschen Sprache – Schauspielerin, Lehrerin und Trauerrednerin“ – Elisabeth Breckner
  • Vol. 17: „Mensch oder Maschine? Wir reden mit Martin Murer, Forscher an der Uni Salzburg, über alles dazwischen“ – Martin Murer
  • Vol. 18: „LIVE aus der Bar“ – verschiedene Gäste
  • Vol. 19: „California Salzburg – LIVE aus der Bar“ – Robert Gerstendorfer von Flirtmachine
  • Vol. 20: „Armut ist Scheiße.“ – Alina Kugler
  • Vol. 21: „Eine Ode an die Beredsamkeit“ – Tobias Apelt, Musikwissenschaftler und Bibliothekar
  • Vol. 22: „Katja, was geht?“ – Katja „Kokolores“ Ilnizky

Salzburg bei Nacht

Wer nach dem Besuch in der Academy noch weiterzieht, landet in einer Stadt, die abends ohnehin einiges auf Lager hat. Die Salzburger Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe; nachts setzen die Beleuchtungen historische Gebäude, Kirchen und Plätze in Szene. Durch enge Gassen geht es vorbei an erhellten Fenstern, Cafés und alten Bauwerken. Von der Festung Hohensalzburg reicht der Blick bei eingeschalteter Stadtbeleuchtung über die Stadt und die Umgebung.

An der Salzach spiegeln sich Lichter in den Brücken und auf dem Wasser, die Ufer und Promenaden taugen für einen Spaziergang ebenso wie für ein schnelles Foto. Dazu kommen Konzerte und Aufführungen – klassische Musik, Opern, Konzerte, Theater und Musicals. Draußen sitzen, Wein oder Bier vor sich, während rundherum das Abendleben vorbeizieht: Das geht in Salzburg genauso wie der Sprung in eine Bar, einen Club oder eine traditionelle Bierstube.

Für den Abend werden unter anderem das Restaurant am Mönchsberg, Mönchsberg 32, 5020 Salzburg, mit österreichischer Küche und Blick über die Stadt, das Sternbräu, Griesgasse 23, 5020 Salzburg, mit Schnitzel, Knödeln und strudelartigen Mehlspeisen, sowie Das Kabinett, Imbergstraße 15, 5020 Salzburg, mit internationaler Küche in eleganter Lage an der Salzach genannt. In der Getreidegasse 50 bietet Carpe Diem Finest Fingerfood Fingerfood, Desserts und moderne Geschmackskombinationen.

Wer danach noch Energie hat, kann im Cave Club, Mirabellplatz 5, 5020 Salzburg, in einem historischen Gewölbe elektronische Musik hören, in der ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg, Konzerte und Veranstaltungen verschiedener Musikrichtungen besuchen oder im Republic, Anton-Neumayr-Platz 2, 5020 Salzburg, in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert DJs und Tanzfläche suchen. Im Jazzit, Elisabethstraße 11, 5020 Salzburg, reicht die Live-Musik von Jazz über Rock bis Elektro.

Auch eine Stadtrundfahrt mit Blick auf die Festung Hohensalzburg, den Mirabellgarten und die Mozartstätten ist möglich. Schloss Mirabell und seine Gärten werden abends geführt, im Mozarteum gibt es Konzerte, in der Getreidegasse warten Essen und Cafés, und auf der Salzach sind Nachtfahrten mit dem Boot im Programm. Danach vielleicht noch einmal Franz-Josef-Straße 4. Die Bar bleibt ja offen.