Autohaus Sellner in Lendorf baut für die Zukunft um
Beim Autohaus Sellner in Lendorf/St. Peter wird derzeit kräftig umgebaut. Der Škoda-Partner investiert in eine modernere Infrastruktur, mehr Platz und bessere Bedingungen für Kundinnen, Kunden und Beschäftigte.
Von außen ist an der B100 schon einiges in Bewegung. Nach Abschluss der Arbeiten soll der Schauraum im aktuellen Škoda-Marken- und Erlebnisdesign gestaltet sein – und zum Blickfang an der Bundesstraße werden. Ein bisserl Geduld braucht es noch.
Mehr Platz für Werkstatt und Reifen
Auch die Werkstätte wird vergrößert und umfassend modernisiert. Das Reifen- und Räderdepot bekommt zusätzliche Lagerkapazitäten für Sommer- und Winterreifen. Für die Mitarbeiter entstehen neue Sanitär- und Sozialräume, außerdem wird der Entsorgungsbereich erneuert.
Geschäftsführer Roland Willegger sieht das Autohaus damit für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Die Modernisierung soll den Betrieb servicetechnisch, optisch und auch als Arbeitgeber für die Zukunft rüsten.
Während der Bauphase bleibt das Autohaus vor Ort verfügbar. Wegen der Arbeiten kann es allerdings zu kleineren Einschränkungen kommen. Bis 30. November 2026 gibt es für Kunden beim Kauf eines aktuellen Škoda-Vorführ-, Jung- oder Gebrauchtwagens einen Satz Winterräder gratis. Die Aktion gilt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und nur, solange der Vorrat reicht.
Persönlicher Kontakt bleibt wichtig
Die Investition in den Standort passt zu Škodas grundsätzlicher Linie im Handel. Trotz zunehmender Digitalisierung bleibt der klassische Autohandel für die Marke der zentrale Kundenkontakt. Deutschlands Škoda-Chef Frank Barwasser betont die Bedeutung persönlicher Beratung, des Fahrzeugerlebnisses und von Probefahrten.
Digitale Angebote sollen dort zum Einsatz kommen, wo sie einen Mehrwert schaffen. Wo persönliche Betreuung nötig ist, soll der direkte Kontakt aber nicht durch einen Bildschirm ersetzt werden. Gerade beim Autokauf – wenn man einsteigt, Platz nimmt und eine Probefahrt macht – lässt sich eben nicht alles wegklicken.
Händlernetz mit regionaler Nähe
Eine wichtige Rolle spielt für Škoda auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vertragshändler. Angesichts des hohen Wettbewerbsdrucks unterstützt der Importeur seine Partner mit Prozessoptimierungen und Digitalisierung, um Kosten zu senken. Zusätzliche Service- und Teileangebote sollen zugleich die Erlöse stärken.
Nach Einschätzung Barwassers arbeiten die Škoda-Partner derzeit auf einem sehr guten Renditeniveau, auch im Branchenvergleich. Ziel seien profitable Rahmenbedingungen und langfristig wirtschaftlich erfolgreiche Händlerbetriebe.
In Deutschland verfügt Škoda über rund 440 Vertriebspartner und nach Barwassers Einschätzung über eine sehr gute Marktabdeckung. Zum Händlernetz gehören große Gruppen ebenso wie mittelständische und kleinere Betriebe. Diese Mischung soll regionale Nähe mit unternehmerischer Stärke verbinden.
Die fortschreitende Konsolidierung im Automobilhandel sieht Škoda als langfristigen Branchentrend. Aktive strukturelle Veränderungen des eigenen Händlernetzes sind derzeit dennoch nicht geplant. Für die Marke zählen Leistungsfähigkeit und enge Zusammenarbeit mit den Partnern stärker als die Betriebsgröße oder die Anzahl der Standorte. Die Zusammenarbeit mit den Händlern funktioniere derzeit sehr gut.
Starker Jahresauftakt in Deutschland
Wie wichtig ein gut funktionierendes Netz für die Marke ist, zeigen auch die aktuellen Zulassungszahlen: Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Škoda in Deutschland mehr als 62.000 Pkw-Neuzulassungen. Das entspricht einem Zuwachs von fast 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Mit einem Marktanteil von 8,9 Prozent war Škoda damit die zweitstärkste Automarke in Deutschland. BMW und Mercedes-Benz lagen jeweils bei 8,4 Prozent. In Lendorf wird unterdessen weiter gebohrt, geschraubt und eingeräumt – bei laufendem Betrieb.
