Im Bezirk Deutschlandsberg setzen sich die Mitglieder des Soroptimistclubs aktiv für die Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen ein, insbesondere gegen Mobbing. Diese Initiative ist nicht nur lobenswert, sondern auch dringend notwendig, wenn man bedenkt, in welcher digitalen und sozialen Welt die Kinder von heute aufwachsen. Es ist beeindruckend, wie sich der Club mit einem klaren Fokus auf die Unterstützung von Mobbing-Trainings an Schulen in der Region engagiert. Günther und Anja Ebenschweiger, die das Training leiten, haben bereits mehrere Volksschulen erreicht und damit das Klassengefüge positiv beeinflusst. Die Programme richten sich an Klassen ab der zweiten Schulstufe und fördern ein soziales Miteinander sowie die Stabilität in den Klassenzimmern.

Die Präsidentin des Soroptimistclubs, Ingrid Konrad, berichtet mit Stolz, dass bereits sieben Volksschulen im Bezirk Unterstützung erhalten haben: Bad Gams, Trahütten, Wildbach, Groß St. Florian, Kloster, Bad Schwanberg und St. Peter im Sulmtal. Über 319 Schülerinnen und Schüler profitierten von diesen Trainings, und mehr als 600 Personen waren insgesamt beteiligt. Mit einem Investitionsvolumen von rund 12.500 Euro zeigt der Club, wie ernst es ihm mit der Mobbing-Prävention ist. Außerdem sind bereits weitere Schulen, wie die Volksschule St. Stefan ob Stainz, für zukünftige Teilnahmen eingeplant.

Positive Resonanz von Schulen

Die Rückmeldungen der teilnehmenden Schulen sind durchweg positiv. Bettina Bulla, Cluster-Leiterin, hebt die wertvolle Erfahrung des Workshops hervor. Gabriele Schachinger, Direktorin der Volksschule Groß St. Florian, lobt die Organisation und Durchführung des Workshops, während Lehrerinnen von erlernten Strategien zur Konfliktbewältigung und der Bedeutung von Anerkennung berichten. Edith Schrey, Direktorin von Bad Schwanberg und St. Peter im Sulmtal, bringt es auf den Punkt: Die Werteerziehung ist entscheidend, um Kinder auf eine demokratische Gesellschaft vorzubereiten. Es ist klar, dass die Workshops nicht nur zur Konfliktlösung beitragen, sondern auch das soziale Miteinander fördern.

Doch Gewaltprävention ist ein breites Feld, das über Mobbing hinausgeht. Die Kultusministerkonferenz hat bereits im Jahr 2002 Maßnahmen zur Gewaltprävention in Schulen beraten und die Kontrolle von gewaltverherrlichenden Medien und Computerspielen begrüßt. Verschiedene Projekte und Initiativen, wie die Kampagne „Bleib‘ COOL ohne Gewalt!“ des Jugendrotkreuzes, fördern gewaltfreie Konfliktlösungen. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung stellt Materialien zur Verfügung, die Schulen bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen unterstützen. Diese ganzheitliche Herangehensweise ist wichtig, denn Gewalt hat viele Gesichter und kann in den unterschiedlichsten Kontexten auftreten.

Vielfältige Ansätze zur Gewaltprävention

Ein weiterer relevanter Aspekt ist das Projekt „Faustlos“, das Kindern helfen soll, aggressives Verhalten zu kontrollieren und sich gegen Gewalt zu wehren. Auch Workshops, die Hilfestellungen für Gespräche mit Schülern in Krisensituationen bieten, sind von großer Bedeutung. Das zeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Ansätze zu kombinieren, um ein umfassendes Präventionskonzept zu entwickeln. Schließlich ist Gewaltprävention nicht nur Aufgabe der Schulen, sondern erfordert ein gemeinsames Engagement von Eltern, Lehrern und der Gesellschaft.

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Wer mehr über die Initiativen des Soroptimistclubs erfahren möchte oder Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich unter deutschlandsberg@soroptimist.at melden. In einer Zeit, in der Mobbing und Gewalt in Schulen allgegenwärtig sind, sind solche Projekte wichtiger denn je. Die Verantwortung für eine gewaltfreie Zukunft liegt in unseren Händen.