Heute ist der 2.05.2026 und in Deutschlandsberg gibt es wirklich Grund zur Freude. Der Flascherlzug im Schilcherland hat seine Türen wieder geöffnet – und was für eine Eröffnungsfahrt das war! Am Samstag, bei strahlendem Wetter, war die erste Fahrt der Saison 2026 restlos ausverkauft. Tausende von Menschen jubelten, als die nostalgische Bahn durch die wunderschöne Weststeiermark rollte.

Die Stainzerbahn, die seit 1892 die Orte Stainz und Preding-Wieselsdorf verbindet, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Vor einigen Monaten war die Zukunft der Bahn noch ungewiss. Finanzielle Probleme drohten, die Strecke stillzulegen. Aber die engagierten Mitglieder des Vereins Freunde der Stainzerbahn, unter der Leitung von Obmann Franz Zettl, haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Dank ihrer Bemühungen konnte der Flascherlzug gerettet werden – ein bedeutendes kulturelles Erbe und Ausflugsziel für die Region. Der Zug bietet nicht nur eine entspannende Reise, er ist auch ein Stück Identität für die Menschen hier.

Politische Unterstützung und finanzielle Hilfe

Bei der Eröffnung waren viele prominente Gäste anwesend, unter anderem Landeshauptmann Mario Kunasek. Er betonte die Wichtigkeit des Flascherlzugs für die regionale Identität und das kulturelle Erbe. Ein Highlight des Tages war die Übergabe einer Spende von 11.600 Euro, die aus einer Petition stammt, die über 11.000 Unterstützer mobilisierte. Eine tolle Gemeinschaftsaktion, die zeigt, wie sehr die Menschen hinter ihrem Flascherlzug stehen.

Doch die Freude über die Wiedereröffnung wird von Herausforderungen überschattet. Die Grünen Steiermark haben einen Antrag im Landtag gestellt, um „Bahn-Gipfel“ zur Stainzerbahn und zur Feistritztalbahn einzuberufen. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Land, den Gemeinden und Tourismusorganisationen eine langfristige Finanzierung zu entwickeln, um die Bahnlinien zu erhalten. In Stainz sieht es ernst aus – Investitionen von rund 1,3 Millionen Euro sind nötig, aber gerade nicht finanzierbar. Diese Situation ist nicht nur ein Thema für die Politik, sondern betrifft alle, die die Geschichte und Kultur der Region wertschätzen.

Auf der Schiene in die Zukunft

Die Feistritztalbahn, ein weiteres über 100 Jahre altes Denkmal, steht ebenfalls auf der Kippe. Es gibt Pläne, Teile der Strecke in einen Radweg umzuwandeln – eine Idee, die sowohl für Radfahrer als auch für Wanderer interessant sein könnte. Aber die Frage bleibt: Wie können wir diese historischen Bahnstrecken nachhaltig sichern und gleichzeitig touristisch weiterentwickeln? Die Inspiration aus der Schweiz könnte ein guter Ansatz sein – dort gibt es bereits erfolgreiche Modelle, um solche Linien zu erhalten.

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Die Saison 2026 verspricht zahlreiche Fahrten durch die malerische Weststeiermark. Wer einmal im Flascherlzug gesessen hat, der weiß, dass das nicht nur eine Zugfahrt ist, sondern ein Erlebnis für alle Sinne. Der Duft von frisch gebackenem Brot, das Rattern der Gleise und die atemberaubende Landschaft ziehen einen sofort in ihren Bann. Das ist die Art von Ausflugsziel, die man nicht so schnell vergisst.