In Graz, genauer gesagt in der Stubenberggasse, gibt es einen Ort, der für viele Menschen ein Stück Heimat verkörpert: „Feinkost Mild“. Dieses Traditionslokal feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Thomas Pagel, der Chef des Hauses, führt es bereits seit 45 Jahren. „Feinkost Mild“ wurde 1956 von seinen Großeltern, Stefan und Sara Mild, eröffnet und hat sich seither zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, der die Tradition mit modernem Flair verbindet. Der Charme des Lokals wird besonders deutlich, wenn man hört, dass es von Pagels Töchtern Rosi, Edith und seiner Mutter Sieglinde weitergeführt wurde, bevor Thomas die Leitung übernahm.

Auf der Speisekarte finden sich sowohl traditionelle Gerichte wie Schweinsbraten und Roastbeef als auch moderne Sandwich-Variationen. Diese sind Teil der „Mild-Reform“, die Pagel 2015 ins Leben rief, um das Lokal zu modernisieren und an die Bedürfnisse der Gäste anzupassen. Über die Jahre hat sich das Angebot weiterentwickelt und umfasst jetzt auch kreative Sandwiches wie „der Tom“ mit Roastbeef und Sauce Cumberland, oder „die Yasi 2.0“, die orientalischen Hack Digger mit Joghurt-Minz Sauce vereint. Sogar vegetarische Optionen, wie „der Bertl“ mit gegrilltem Gemüse und Ziegenkäse, sind vertreten. Ein weiteres Highlight sind die Zucchini-Sticks, die zusammen mit Pommes rot-weiß auf der Karte stehen. Die Preise sind bürgerlich, was das Lokal für viele zugänglich macht.

Ein Ort der Begegnung

Besonders nach den Corona-Lockdowns betont Pagel die Wichtigkeit der Atmosphäre und des Miteinanders im Lokal. Ein Lieferdienst kommt für ihn nicht infrage, denn die Geselligkeit, die man beim Verweilen vor Ort erlebt, kann durch eine Lieferung einfach nicht ersetzt werden. So bleibt das „Feinkost Mild“ ein Ort, an dem man nicht nur gut essen kann, sondern auch das soziale Miteinander gepflegt wird.

Im Jubiläumsjahr sind verschiedene Feierlichkeiten geplant, darunter ein großes Fest in der Stubenberggasse im Herbst. Es ist eine tolle Gelegenheit, um den Gästen und der treuen Stammkundschaft „Danke“ zu sagen. In einer Zeit, in der viele Wirtshäuser schließen müssen, ist das „Feinkost Mild“ ein Beispiel dafür, wie Traditionslokale gegen den Trend des Wirtshaussterbens ankämpfen. Gerade die „Lokalgeschichten“-Serie von Rudi Hinterleitner zeigt, wie wichtig solche Orte für die Gastronomie in Graz sind.

Tradition trifft auf Moderne

„Feinkost Mild“ ist nicht nur ein Lokal, sondern auch ein Teil der Identität von Graz. Hier trifft man sich, um zu essen und zu plaudern, um alte Geschichten auszutauschen oder neue zu erzählen. Das lässt auch die Sorgen um das Wirtshaussterben in der Gastronomie in einem anderen Licht erscheinen. In vielen Regionen, wie etwa im Bayerischen Wald, haben zahlreiche Wirtshäuser geschlossen, und die kulinarische Vielfalt schwindet. Die Herausforderungen sind enorm: steigende Preise für Lebensmittel und Energie, fehlende Fachkräfte, und viele jüngere Menschen ziehen Berufe in der Industrie oder im öffentlichen Dienst vor.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Doch das „Feinkost Mild“ trotzt diesen Herausforderungen. Es bleibt ein Ort, an dem man sich wohlfühlt, und es zeigt, wie wichtig solche Plätze für die Gemeinschaft sind. Die Erinnerungen, die hier geschaffen werden, sind unbezahlbar. Und so wird das Feinkost Mild auch weiterhin ein „kleines gallisches Dorf“ im Herzen von Graz bleiben – ein Ort, an dem man die Traditionen schätzt und gleichzeitig offen für Neues ist.

Für weitere Informationen und spannende Einblicke in die Geschichte des Lokals ist die Quelle der Kleinen Zeitung eine empfehlenswerte Lektüre. Auch die MeinBezirk bietet interessante Einblicke in die Entwicklungen des Lokals. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich „Feinkost Mild“ in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.