Am vergangenen Samstag wurde in Neudau ein aufregendes Kapitel aufgeschlagen: Die feierliche Eröffnung der neuen Ortsdurchfahrt und des neugestalteten Hauptplatzes fand bei strahlendem Wetter und bester Stimmung statt. Bürgermeister Wolfgang Dolesch ließ es sich nicht nehmen, zahlreiche Ehrengäste zu begrüßen. Unter ihnen waren der Landeshauptmannstellvertreter Anton Lang, die Verkehrslandesrätin Claudia Holzer und der Nationalratsabgeordnete Peter Manfred Harrer, um nur einige zu nennen. Auch die ungarische Stadträtin Zita Fódi aus der Partnergemeinde Celldömölk war anwesend und betonte die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Orten.
Bürgermeister Dolesch sprach über den langen Entwicklungsprozess, der von der ersten Idee bis zur Vollendung des Projekts führte. Das neue Ortszentrum ist nicht nur barrierefrei, sondern auch klimafreundlich gestaltet und fördert eine harmonische Verbindung von Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Verweilen. Die umfassende unterirdische Totalsanierung hat dem Bereich ein neues Gesicht gegeben. Der gesamte Bereich erstreckt sich über etwa einen Kilometer, von der Schlosskurve über den Hauptplatz bis zur neu gestalteten Hauptkreuzung, die nun als Kreisverkehr konzipiert wurde.
Ein grünes Herz für Neudau
Besonders erfreulich ist auch die Pflanzaktion: 73 neue Bäume wurden gesetzt, sodass der Gesamtbestand im Kernbereich auf 86 Bäume angewachsen ist. Zusätzlich wurden 110 Sträucher und Stauden gepflanzt, die dem neuen Hauptplatz eine grüne, einladende Atmosphäre verleihen. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Werksmusikkapelle Borckenstein Neudau, die den feierlichen Rahmen perfekt abrundete. Nach dem Durchschneiden des roten Bandes zur Verkehrsfreigabe folgte ein festlicher Umzug zum anschließenden Parkfest im Schlosspark.
Doch nicht nur der Hauptplatz hat in Neudau frischen Wind erfahren. Im Jahr 2023 sollen auch abseits der L 411 (Lafnitztalstraße) erste Arbeiten beginnen. Diese Bauvorhaben umfassen einen neuen Kreisverkehr, Geh- und Radwege sowie eine neue Brücke. Besonders interessant: Die Lobenbachbrücke, die seit 75 Jahren besteht, wird durch einen Neubau ersetzt. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf etwa 3,5 Millionen Euro, wobei die Marktgemeinde Neudau rund 1,4 Millionen Euro übernimmt. Bürgermeister Dolesch betont die enorme Bedeutung dieser Projekte für die Infrastruktur der Gemeinde, die seit 1958 keine grundlegende Neugestaltung erfahren hat.
Blick in die Zukunft
Die Bauarbeiten an der L 411 sind für ein Jahr geplant und sollen nach dem Winter beginnen. Auch wenn der Verkehr während der Bauzeit umgeleitet werden muss, sind die künftigen Verbesserungen für die Bürger von Neudau und die Umgebung von großer Bedeutung. Es ist eine spannende Zeit für die Marktgemeinde, die sich auf gutem Kurs in eine grüne und moderne Zukunft begibt – und das alles im Sinne der Lebensqualität ihrer Bewohner.
Eine umfassende Neugestaltung, neue Wege, neue Brücken – in Neudau tut sich einiges. Und während die Bürger die frische Luft und das neue Stadtbild genießen, bleibt abzuwarten, welche weiteren Entwicklungen die künftige Zusammenarbeit mit den Partnergemeinden und die positiven Veränderungen mit sich bringen.
Alle Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in der Quelle: MeinBezirk.at und Süd-Ost-Journal.
