Glasfaserausbau in Liezen: Ein Schritt in die digitale Zukunft
In Liezen tut sich was! Die positive Grundstimmung für den Glasfaserausbau ist spürbar, seitdem Bürgermeisterin Andrea Heinrich und die Stadtverwaltung die Pläne vorgestellt haben. Die Baufirmen stehen in den Startlöchern, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Tatsächlich steht der Glasfaserausbau in Liezen kurz vor dem offiziellen Startschuss, während die Arbeiten im Ortsteil Weißenbach bereits weitergeführt werden. Der Gemeinderat hat schließlich grünes Licht gegeben, und das ist für alle Anwohner eine tolle Nachricht.
Die Vertreter der RML Infrastruktur und die politischen Entscheidungsträger haben sich auf eine Vorgehensweise geeinigt, die auch Ausnahmen bei den Wiederherstellungsrichtlinien berücksichtigt. Bevor die ersten Bagger anrollen, werden Straßen und Wege gemeinsam begangen, um die Trassenführung und die Oberflächenwiederherstellung festzulegen. Ein erster Schritt in Richtung digitaler Zukunft, denn bereits bei den Tiefbauarbeiten in der Salzstraße wurde Glasfaserinfrastruktur mitverlegt.
Start der Tiefbauarbeiten
In Weißenbach werden die Tiefbauarbeiten in der Langpoltenstraße und der Engeltalsiedlung beginnen, gefolgt von weiteren Abschnitten wie Tausinggasse, Bachersiedlung, Kirchengasse, Naslerweg und dem Franz-Fastl-Weg. Eine kleine Besonderheit gibt es jedoch: Die Grimminggasse bleibt vorerst außen vor, da hier eine Lösung mit den Privatgrundstücksbesitzern gefunden werden muss. Die Grabungsarbeiten sollen im Sommer vom Weißenbacher Friedhof aus starten. Damit alles reibungslos abläuft, erfolgt die Anrainerinformation rechtzeitig vor Baustart.
Der Baustart im Stadtgebiet Liezen ist für Mitte Juni geplant und beginnt bei der Admonterstraße 10 bis zur Hauptstraße. Eine Glasfaser-Ortszentrale wird bei der Baubezirksleitung errichtet, um die neuen digitalen Wege zu steuern. Auch die Baufirma wird die Anrainer rechtzeitig informieren. Wer Fragen hat, kann sich in Sprechstunden bei Most Wanted im Stadthaus Arkade an Vertreter der RML Infrastruktur und der Baufirma wenden. Immerhin sind über 70 Prozent der Arbeiten bereits abgeschlossen – das klingt vielversprechend!
Glasfaser für alle
Doch der Glasfaserausbau in Liezen ist nicht nur ein lokales Projekt. Tatsächlich haben 29 Gemeinden im Bezirk Liezen den Glasfaser-Ausbau selbst initiiert, um ihren Bewohnern eine bestmögliche Internetversorgung zu bieten. Die RML Infrastruktur, unter der Leitung von Geschäftsführer Johannes Gungl, wurde beauftragt, eine Tochtergesellschaft zu gründen und eine EU-weite Ausschreibung zur Suche eines strategischen Partners für den Ausbau und die Finanzierung des Glasfasernetzes zu starten. Das Ziel? 90 Prozent der Haushalte im Bezirk Liezen sollen sich an das Glasfaser-Internetnetz anschließen können.
Die Bauarbeiten haben bereits 2023 in mehreren Gemeinden begonnen, darunter Aigen im Ennstal, Admont und Bad Mitterndorf. Ach ja, das erste Stück Glasfaser wurde sogar von den Schulanfängern des Kindergartens Aigen im Ennstal eingeweiht – wie niedlich! Langfristig gehört 10 Prozent des regionalen Glasfasernetzes den 29 Gemeinden, und nach 50 Jahren wird es sogar zu 100 Prozent in regionalem Besitz sein. Ein Gewinn für die Region, ganz klar!
Ein Blick auf die Zukunft
Doch kurzes Innehalten: In Österreich sieht die Situation beim Glasfaserausbau insgesamt nicht so rosig aus. Tatsächlich belegt Österreich im EU-Vergleich den letzten Platz. Trotz großer Förderprogramme bleibt der flächendeckende Zugang zu schnellem Internet vielerorts unerfüllt. Die Vorteile von Glasfaser sind unbestritten: hohe Kapazitäten, stabile Bandbreiten – und das unabhängig vom Nutzungsverhalten anderer. Gemeinden, die bereits mit Glasfaseranschluss ausgestattet sind, haben es eindeutig leichter, sich als attraktive Wohn- und Wirtschaftsstandorte zu positionieren.
Aber die Realität sieht oft anders aus. Viele Kommunen kämpfen mit komplizierten Förderanträgen, um ihre Glasfaserprojekte zu finanzieren. Und von den theoretisch vorhandenen Fördergeldern aus der Initiative Breitband Austria 2030 kommen nur wenige tatsächlich an. Alternative Lösungen wie Starlink und 5G bieten zwar neue Möglichkeiten, doch Glasfaser bleibt die Königsdisziplin für die digitale Zukunft.
In Liezen ist man auf einem guten Weg, und die Vorfreude auf das neue Glasfasernetz ist groß. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Gemeinden wird entscheidend sein, um die Herausforderungen des Ausbaus zu meistern. Wer weiß, vielleicht wird Liezen bald zum Vorreiter in der digitalen Transformation – und das wäre doch ein Grund zum Feiern!
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