In Graz, in der Aula der Alten Universität, fand kürzlich eine feierliche Verleihung des Blasmusik-Panthers statt. Diese Auszeichnung, die an die herausragende Leistung steirischer Blasmusikkapellen verliehen wird, ist ein echtes Schmuckstück im Kalender der regionalen Musikszene. Sechs Kapellen aus dem Bezirk Murau durften sich über diese Ehre freuen. Unter den ausgezeichneten Musikvereinen sind der Musikverein Althofen, der Musikverein Katsch-Frojach, der zusätzlich mit der Robert-Stolz-Medaille geehrt wurde, und der Musikverein Scheifling-St. Lorenzen.

Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt der ausgezeichneten Kapellen aus der Umgebung. Auch aus dem Bezirk Murtal wurden gleich mehrere Blasmusikvereine geehrt: Die Bergkapelle Fohnsdorf, die Musikverein Rothenthurm-St. Peter ob Judenburg sowie die Werkskapelle Zeltweg erhielten allesamt die begehrte Robert-Stolz-Medaille. Die Gratulationen wurden von Manuela Khom und dem Bezirksobmann-Stellvertreter Daniel Miedl-Rissner überbracht. Diese Auszeichnungen sind nicht nur ein Zeichen für die hohe Qualität der Blasmusik im Bezirk Murau, sondern auch für das Engagement der Musiker, die oft viele Stunden in Proben und Auftritte investieren.

Die Vielfalt der Blasmusik in der Steiermark

Die feierliche Veranstaltung hat auch die anderen herausragenden Musikkapellen der Region gewürdigt. So wurden aus dem Musikbezirk Birkfeld der Musikverein Anger sowie die Musikvereine Heilbrunn und Ratten, die ebenfalls mit der Robert-Stolz-Medaille ausgezeichnet wurden, erwähnt. In Bruck an der Mur freuten sich die Werkskapelle Böhler Kapfenberg und der Musikverein Röthelstein über ihre Auszeichnungen. Die Liste der geehrten Blasmusikkapellen zieht sich quer durch die Steiermark und zeigt, wie stark die Blasmusikszene in Österreich ist.

Um die Dimension dieses Phänomens zu verstehen: Laut dem Österreichischen Blasmusikverband sind über 2.163 Kapellen mit mehr als 143.000 Musikern in den Landesverbänden organisiert (Stand: Jahresende 2019). Die Blasmusik hat eine lange Tradition in Österreich und ist nicht nur ein kulturelles Erbe, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Die Auszeichnungen und Ehrungen, wie der Blasmusik-Panther, sind Ausdruck dieser lebendigen Kultur.

Ein Blick in die Geschichte des Blasmusikverbandes

Der Österreichische Blasmusikverband, der seit 1951 besteht, hat sich über die Jahrzehnte zu einer bedeutenden Institution entwickelt. Ursprünglich in Schloss Zeillern, Niederösterreich, ansässig, ist die Bundesgeschäftsstelle seit 2014 in Spittal an der Drau. Hier finden auch zahlreiche Schulungsseminare statt, die die musikalische Ausbildung fördern. Die Jugend spielt eine wichtige Rolle im Verband, denn seit 2004 sind auch Musiker bis 30 Jahre in der Österreichischen Blasmusikjugend erfasst.

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So wird die Blasmusik in Österreich nicht nur von traditionellen Kapellen getragen, sondern auch von der Jugend, die mit frischem Wind und neuen Ideen an die Sache herangeht. Das alles zeigt, dass Blasmusik mehr ist als nur ein Hobby – es ist ein Lebensgefühl, das Generationen verbindet und die Menschen in den Gemeinden zusammenbringt. Diese Auszeichnungen sind der Lohn für die harte Arbeit und das Engagement, das die Musiker täglich leisten.