Am 7. und 8. Mai 2026 fand in Murau das mittlerweile zwölfte Energiecamp der Holzwelt Murau statt. Dieses Jahr stand alles unter dem Motto „Green Tech Economy“. Die Veranstaltung, die im Brauhaus Murau stattfand, wurde im Auftrag des Landes Steiermark organisiert und erfreute sich großer Bekanntheit und Beliebtheit – nicht nur vor Ort, sondern auch als Live-Stream in ganz Österreich. Das hat die Bedeutung des Themas unterstrichen und deutlich gemacht, wie wichtig der Austausch über ökologische und ökonomische Fragestellungen ist.

Prominente Rednerinnen aus verschiedensten Fachrichtungen bereicherten das Programm. Professorin Sigrid Stagl, die zur Wissenschaftlerin des Jahres 2024 gekürt wurde, sprach über den Übergang zur Green Tech Economy. Marcel Aberle, ein Zukunftsforscher, warb für die Notwendigkeit der Zusammenarbeit in dieser Transformation. Außerdem gab Professorin Monika Köppl-Turyna einen Überblick über die wirtschaftliche Situation in Österreich, während Brigitte Ederer, ehemalige EU-Staatssekretärin, die europäischen wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte thematisierte. Willibald Ehrenhöfer, der Wirtschafts- und Finanzlandesrat, setzte ein Zeichen für Optimismus, und Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Green Tech Valley Cluster, beleuchtete die steirische Green Tech Economy. Nicht zu vergessen die Einblicke von Mathias Schaffer über Green Tech Start-ups und Harald König, der spannende Perspektiven zur Zukunft der Photovoltaik präsentierte.

Einblicke und Austausch

Die Besucherinnen hatten die Gelegenheit, sich rege über die vorgestellten ökologischen und ökonomischen Themen auszutauschen. Nach den Vorträgen standen die Vortragenden für Fragen und Diskussionen zur Verfügung, was die Atmosphäre sehr lebendig machte. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung der Reallabore Österreichs in einer Pre Convention und der „Power Talk“ zum Reallabor Murau am Abend des ersten Tages. Hier konnten die Teilnehmer*innen tiefere Einblicke in innovative Ansätze gewinnen.

Ein weiterer spannender Punkt war die erstmalige Verleihung des „Energiecamp Innovationspreises“. Die Auszeichnung ging an Kathrin Kronberger von „EnFera“ für ihr Community-Energie-Management-System. Das zeigt, wie wichtig kreative Lösungen in der Energiebranche sind und wie sie zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können. Harald Kraxner, Geschäftsführer der Holzwelt Murau, zog eine positive Bilanz nach dem Event und gab einen Ausblick auf das 13. Energiecamp im kommenden Jahr.

Green Tech als Schlüssel zur Zukunft

Die Relevanz von Green Tech und der Umweltwirtschaft gewinnt angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit immer mehr an Bedeutung. Laut einer Studie der WKOÖ sind Produkte und Dienstleistungen in diesem Bereich zentral für eine nachhaltige Transformation. Österreichische Unternehmen profitieren von ihrer hohen Innovationskraft und der engen Verzahnung mit Schlüsselbranchen wie Energie, Industrie und Mobilität. Es ist bemerkenswert, dass Oberösterreich eine führende Rolle in der Umwelttechnologie spielt, mit einem geschätzten Exportvolumen von 5,8 Milliarden Euro im Jahr 2021.

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Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Internationaler Wettbewerb, insbesondere durch Länder wie China und Indien, sowie hohe Faktorkosten und langwierige Genehmigungsverfahren fordern die Branche heraus. Um die Wettbewerbsfähigkeit im Green-Tech-Sektor zu sichern, sind effiziente Verfahren, niedrigere Arbeits- und Energiekosten sowie verstärkte Forschungsförderung notwendig. Zudem wurde ein Memorandum of Cooperation zwischen Österreich und Japan unterzeichnet, um die Zusammenarbeit in Innovation und nachhaltiger Transformation zu stärken.

Die Umweltwirtschaft ist nicht nur ein zukunftsweisender Sektor, sondern trägt auch wesentlich zur wirtschaftlichen und ökologischen Zukunftsfähigkeit Österreichs bei. Es bleibt spannend zu beobachten, welche innovativen Lösungen und Entwicklungen aus den kommenden Energiecamps hervorgehen werden.