Heute ist der 12.06.2026 und wir blicken zurück auf ein spannendes Ereignis in der Holzwelt Murau, wo Ende Mai das REFORMERS-Konsortialtreffen stattfand. Rund 50 Personen aus zehn europäischen Ländern kamen zusammen, um sich über den Fortschritt des Projekts auszutauschen. Dieses Treffen markierte die Halbzeit im REFORMERS-Projekt, das sich der Entwicklung von Lösungen für die Herausforderungen in den Energiesystemen Europas widmet. Gastgeber war die Holzwelt Murau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Region als Erneuerbare Energieregion voranzutreiben.

Der erste Tag des Treffens war geprägt von informativen Vorträgen und Führungen. Teilnehmer hatten die Möglichkeit, das Murwasserkraftwerk, die Nahwärme der Stadtwerke und die örtliche Brauerei zu besichtigen. Das war wirklich interessant und hat den praktischen Ansatz des Projekts unterstrichen. Am zweiten Tag standen interaktive Workshops auf dem Programm. Vormittags wurde über einen ganzheitlichen Ansatz zur Übertragbarkeit von technologischen Lösungen diskutiert, während am Nachmittag ein öffentlicher, hybrider Workshop stattfand. Hier skizzierten vier Regionen ihren Weg zur „Erneuerbaren Energieregion“, tauschten Erfahrungen aus und gaben wertvolle Inputs zu präsentierten Tools.

Die Ziele und Herausforderungen des Projekts

Das Gesamtvolumen des REFORMERS-Projekts beläuft sich auf stolze 20 Millionen Euro. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Pilotregion Alkmaar in den Niederlanden, wo innovative Technologien getestet werden. Diese Ergebnisse sollen dann in Satellitenregionen wie der Holzwelt Murau Anwendung finden. Die Initiative umfasst 28 Partner aus zehn Ländern, darunter zahlreiche Forschungsinstitutionen und Universitäten. Die Satellitenregionen, die aktiv am Projekt beteiligt sind, sind unter anderem Konin in Polen, Westmazedonien in Griechenland, Tolosaldea in Spanien, Delft in den Niederlanden und DDS in Ostflandern, Belgien.

REFORMERS ist ein transnationales HORIZON-Projekt, das von der Europäischen Union gefördert wird. Ziel ist es, regionale Ökosysteme für erneuerbare Energien zu schaffen, die Resilienz zu erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Derzeit ist die EU stark von importierten Brennstoffen abhängig – 95% des Öl- und 84% des Gasverbrauchs stammen aus dem Ausland. Das REFORMERS-Projekt zielt darauf ab, diese Abhängigkeit zu verringern und die Energieversorgung zu diversifizieren. Durch die Schaffung von dezentralen Erneuerbare-Energien-Tälern, die erneuerbare Energiequellen, Speichertechnologien und intelligente Managementalgorithmen nutzen, soll eine 100%ige Selbstversorgung auf jährlicher Basis erreicht werden.

Ein lebendes Labor für die Zukunft

Die Region Boekelermeer in den Niederlanden wird als Testumgebung für das Projekt genutzt. Hier wird REFORMERS als lebendes Labor fungieren, in dem Technologien, Geschäftsmodelle und Stakeholder-Ökosysteme erprobt und validiert werden. Gemeinsam mit industriellen Partnern, dem DSO, der Gemeinde und Anwohnern wird an einer nachhaltigen Entwicklung gearbeitet. Dabei wird ein Roll-out-Blueprint und eine Replikations-Toolbox erstellt, die Bereiche wie Energiesystemdesign, Umweltverträglichkeitsprüfung und Stakeholder-Engagement abdeckt.

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Die Herausforderungen sind groß, doch die Ziele sind klar: Ein kohlenstoffneutrales und selbstversorgendes Energietal, das in einen nachhaltigen Energie- und Klimaschutzplan integriert werden kann. Die europäische Klimaschutzpolitik verfolgt das Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen und umwelt- sowie klimaschädliche Aktivitäten zu reduzieren. Dabei sind internationale Klimaschutzpolitiken wie das Übereinkommen von Paris von großer Bedeutung.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen rund um REFORMERS weiter gestalten werden. Doch eines ist sicher: Die Region Holzwelt Murau ist auf einem guten Weg, eine Vorreiterrolle in der Umsetzung erneuerbarer Energien zu übernehmen, und das gesamte Team ist gespannt auf die nächsten Schritte!