In der Südoststeiermark, wo die Sonne oft unbarmherzig auf die Felder brennt, bleibt der Regen aus. Das ist nicht nur ein kleines Problem, sondern eine große Herausforderung. Frühling 2023 war der trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass diese Region mit weniger als 800 mm Niederschlag pro Jahr als das niederschlagsärmste Gebiet in Österreich gilt. Und ehrlich gesagt, das ist kein schöner Titel. Der Wasserbedarf steigt massiv, und das nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für den Tourismus und die Gemeinden, die bis 2050 um 71% mehr Wasser benötigen werden. Wie geht es uns da nur?

Die Situation ist ernst. Aus diesem Grund hat die Region Vulkanland, die sich als erste in Österreich intensiv mit Wassermanagement auseinandersetzt, einen Plan ausgearbeitet. Ziel ist es, Regenwasser besser zu lenken, im Boden zu speichern und somit der drohenden Dürre entgegenzuwirken. Ein Folder mit konkreten Maßnahmen ist in den Gemeindeämtern erhältlich, damit jeder Bürger aktiv werden kann. Das klingt nach einem Schritt in die richtige Richtung, oder?

Maßnahmen zur Regenwassernutzung

Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen, die helfen können, das kostbare Wasser zu schützen. Hier sind einige Ideen: Sanfte Mulden, Wege und Beete, die das Wasser vom Haus wegleiten, sind ein guter Anfang. Regenrinnen, die das Wasser vom Dach auffangen, können in Regentonnen oder Zisternen geleitet werden. Und habt ihr schon mal an Teiche oder kleine Gräben gedacht? Diese speichern Wasser und lassen es versickern. Pflanzen, Sträucher und Bäume halten nicht nur Wasser im Boden, sondern schaffen auch ein angenehmes Mikroklima. Bei der Planung von Wegen sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht ins Haus fließt. Und das Beste: Abwässer gelangen zu 99% gereinigt in den Wasserkreislauf zurück. Wenn das nicht beeindruckend ist!

Die Herausforderungen durch den Klimawandel sind nicht zu unterschätzen. Lange Trockenperioden und heftige Starkregenereignisse stellen neue Anforderungen an den Umgang mit Wasser. Die Region ist geprägt von Flüssen wie der Raab und der Mur, landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie wertvollen Mineral- und Heilwasservorkommen. Um das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser zu schärfen, wurde das Themenfeld “Klimafittes Wassermanagement” ins Leben gerufen. Es geht darum, Chancen, Risiken und Zukunftsperspektiven für die Region aufzuzeigen.

Wasser als Lebensressource

Wasser ist eine lebenswichtige Ressource, und in der Südoststeiermark ist es wichtiger denn je. Die Prognosen sind düster: Abnahme des Niederschlags, Zunahme von Starkregen, mehr Hitzetage über 30 Grad und Tropennächte ab 20 Grad. Das bedeutet, wir müssen uns dringend mit den möglichen Folgen auseinandersetzen. Die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, Fischerei, Gemeinden, Gewerbe, Industrie, Naturschutz und Tourismus sind alles Bereiche, die von diesen Veränderungen betroffen sind.

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Ein Projekt des Umweltbundesamtes (UBA) mit dem Titel „Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit – Anpassung an Trockenheit und Dürre“ zeigt, wie ernst die Lage ist. Dabei geht es um die Erforschung der Auswirkungen von Trockenheit auf das Wasserdargebot, den Bodenwasserhaushalt und die Grundwasserverfügbarkeit. Es wird ein Überblick über die gegenwärtige Wasserverfügbarkeit erstellt und die zukünftige Entwicklung unter Klimawandelbedingungen analysiert. Lösungsmöglichkeiten werden entwickelt, um Nutzungskonflikte zu vermeiden.

Wir leben in einer Zeit, in der jeder von uns gefordert ist, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zum Schutz unserer Wasserressourcen beizutragen. Es ist an der Zeit, dass wir uns gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Und vielleicht ist es auch ganz ehrlich gesagt an der Zeit, dass wir alle ein bisschen mehr über das Wasser in unserer Region nachdenken und wie wir es besser nutzen können.