Neues Freiwilligenteam beim Roten Kreuz Steyr schafft zusätzliche Anlaufstelle
In der Rotkreuz-Bezirksstelle Steyr-Stadt bekommt die Freiwilligenarbeit ein neues Gesicht: Ein eigenes Team übernimmt künftig die Begleitung und Unterstützung der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die neuen Freiwilligenreferenten sind Anlaufstelle für Anliegen, Ideen und Fragen. Wer neu dazukommt, soll ebenso Unterstützung finden wie jene, die schon länger dabei sind. Bezirksstellenleiter OMR Dr. Urban Schneeweiß bezeichnet das freiwillige Engagement als wichtige Säule des Roten Kreuzes.
Von der ersten Frage bis zum Abschied
Zu den Aufgaben des Teams gehört zunächst die Gewinnung und Information neuer Freiwilliger. Danach folgen Erstgespräche und das Onboarding. Auch wenn jemand bereits im Einsatz ist, bleibt die Arbeit des Teams wichtig: Bindung, Motivation und Weiterentwicklung der Freiwilligen zählen ebenso dazu wie die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen.
Und irgendwann endet ein freiwilliges Engagement auch. Dann unterstützt das Team beim Offboarding und bei der Verabschiedung ausscheidender Freiwilliger. Die Bezirksstelle dankt den neuen Freiwilligenreferenten für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und wünscht ihnen Erfolg bei ihrer Tätigkeit.
Hilfe, die im Alltag ankommt
Das Rote Kreuz bietet freiwilliges Engagement auch im Sozialbereich an. Freiwillige unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die psychosoziale Betreuung oder Hilfe im Alltag benötigen. Rund 14.000 Frauen und Männer engagieren sich derzeit beim Roten Kreuz und ermöglichen soziale Dienste.
- Im Besuchs- und Begleitdienst verbringen Freiwillige Zeit mit alleinlebenden oder wenig beachteten Menschen und ermöglichen sozialen Kontakt.
- Die Sozialbegleitung hilft Menschen in schwierigen Lebenssituationen, etwa bei Behördengängen.
- Bei der Trauer- und Hospizbegleitung werden Angehörige bei der Verarbeitung von Todesfällen begleitet sowie schwer kranke und sterbende Menschen betreut.
- Die Krisenintervention unterstützt Menschen nach Unfällen oder anderen traumatischen Ereignissen und leistet Hilfe zur Selbsthilfe.
- Bei Seniorenaktivitäten wirken Freiwillige bei Ausflügen, Clubtreffen und Bewegungskursen mit.
- Unter dem Motto „Lebensmittel retten und Menschen helfen“ werden Lebensmittelspenden von Supermärkten und lokalen Geschäften gesammelt und an Team-Österreich-Tafel-Ausgabestellen für einkommensarme Menschen verteilt.
Welche Möglichkeit passt, hängt vom Einsatzort ab. Interessierte sollen ihr Bundesland auswählen, um die zuständige Ansprechperson zu finden. Genannt werden Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.
Viele Wege, sich einzubringen
Der Einsatz muss dabei nicht im Sozialbereich bleiben. Das Österreichische Rote Kreuz bietet vielfältige Möglichkeiten: im Rettungsdienst, im Besuchs- und Begleitdienst, bei sozialen Angeboten, in Migrations- und Inklusionsprojekten, bei Tafeln, im Katastrophenhilfsdienst, in der Jugendarbeit und im Blutspendedienst. Auch Projekte, Administration und Vereinsaktivitäten gehören dazu.
Interessierte können sich bei der nächsten Rotkreuz-Dienststelle melden. Freiwilligenkoordinator:innen bieten weitere Informationen und ein Erstgespräch an; detaillierte Auskünfte gibt es über die Kontakte im jeweiligen Bundesland.
Freiwilliges Engagement kann kürzere Wartezeiten auf Rettungshilfe ermöglichen, älteren Menschen gesellschaftliche Teilhabe und Begleitung geben, Kinder aus benachteiligten Familien unterstützen und Bedürftigen helfen. Für die Helferinnen und Helfer selbst reicht das Spektrum vom unmittelbaren Helfen über persönliche, fachliche, soziale und methodische Kompetenzen bis zu Einblicken in neue Lebenswelten.
Dazu kommen Dank und soziale Anerkennung, mehr Aktivität und Verantwortungsbewusstsein im Berufsleben sowie persönliche Zufriedenheit. Manchmal entstehen daraus besondere Glücksmomente – teils wird dieses Gefühl als „Helpers High“ bezeichnet.
Wer beim Österreichischen Roten Kreuz freiwillig mitarbeitet, wird Teil einer Gemeinschaft von mehr als 74.000 Helferinnen und Helfern in Österreich. Weltweit engagieren sich mehr als 14 Millionen Freiwillige in Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. In Steyr gibt es nun mit dem neuen Team eine zusätzliche Tür für alle, die anklopfen, nachfragen oder einfach einmal schauen möchten, wo sie gebraucht werden.
