Am Freitag, 13. November 2026, lädt die Marktgemeinde St. Michael zum bereits 15. Informationsabend. Beginn ist um 19:00 Uhr im Festsaal St. Michael. Die Bevölkerung soll dabei über aktuelle Themen und Entwicklungen in der Gemeinde informiert werden.

Auf dem Programm stehen wichtige Gemeindeprojekte ebenso wie Vorhaben, die St. Michael in den kommenden Jahren beschäftigen werden. Auch der Tourismusverband gibt Einblick in seine Planungen für die nächsten Jahre. Es geht also um einiges – nicht nur um Zahlen und Baupläne, sondern um Fragen, die den Ort direkt betreffen.

Wohnheim, Verkehr und Gemeindethemen

Ein Schwerpunkt des Abends ist die Zukunft des Pensionistenwohnheims. Dazu werden aktuelle Entwicklungen vorgestellt. Darüber hinaus kommen weitere Fragen und Anliegen von Bedeutung für die Gemeinde zur Sprache.

Auch der öffentliche Verkehr im Bezirk wird thematisiert. Vorgestellt werden bestehende Angebote und aktuelle Entwicklungen. Wer wissen möchte, wie sich Mobilität und Versorgung in der Region weiterentwickeln, bekommt an diesem Abend entsprechende Einblicke in das Gemeindegeschehen, verschiedene Projekte und laufende Planungen.

Hochwasserschutz am Markterbach

In den größeren Zusammenhang der laufenden Vorhaben in St. Michael gehört auch der Hochwasserschutz am Markterbach. Seit 2023 wird der Bach verbaut. Bund, Land und Gemeinde investieren rund 1,8 Millionen Euro, um etwa 400 Gebäude zu schützen und die Sicherheit im Ortszentrum zu erhöhen.

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Der Markterbach entspringt am Südhang des Speierecks und mündet wenige Kilometer später in die Mur. Obwohl das Gewässer vergleichsweise klein ist, führte es bei Starkregen wiederholt zu gefährlichen Überflutungen. In den vergangenen Jahren wurden vor allem Zubringergräben neu verlegt, damit die Gefahrenwirkung des Bachs zurückgeht.

Am Unterlauf laufen derzeit die letzten Bauarbeiten. Seit etwa zwei Wochen wird an der Unterlaufsicherung und an der Geschiebedosiersperre im Kranabethgraben gearbeitet. Die Arbeiten sollen zeitnah abgeschlossen werden, die abschließende Asphaltierung ist für 2027 geplant.

Den Baufortschritt besichtigte Landesrat Maximilian Aigner gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Sampl und Markus Moser von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) Lungau. Das Land Salzburg finanzierte das Projekt mit rund 270.000 Euro, die Gemeinde St. Michael steuerte rund 450.000 Euro bei.

Weitere Schutzprojekte im Lungau

Auch andernorts wird an der Sicherheit gearbeitet: In Thomatal beginnt die WLV ein weiteres Schutzprojekt am Fischergraben entlang der Bundschuh-Landesstraße. Dafür investieren Bund, Land und Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro.

An der B99, der Katschbergstraße, wird außerdem der Lawinenschutz bei der Judenlahn fortgesetzt. Für diese Maßnahmen sind rund 600.000 Euro vorgesehen. Beim Informationsabend in St. Michael dürfte damit neben Pensionistenwohnheim, Verkehr und Tourismus auch jene praktische Seite der Gemeindearbeit spürbar werden, bei der Bagger, Geröll und Asphalt manchmal näher liegen als große Schlagworte.