Gregor Weihs wird neuer Rektor der Universität Innsbruck
Heute ist der 26. Juni 2026 und in der Universität Innsbruck weht ein frischer Wind. Der Senat hat am 25. Juni, also gestern, in einer entscheidenden Sitzung beschlossen, Gregor Weihs als neuen Rektor vorzuschlagen. Damit wird er Nachfolger von Veronika Sexl, die nicht für eine zweite Amtsperiode wiederbestellt wurde. Der Prozess lief nicht ganz gewöhnlich ab – ursprünglich war ein Dreiervorschlag geplant, doch aufgrund der Vorgaben des Universitätsgesetzes kam es zu einem Einervorschlag. Das klingt vielleicht etwas unkonventionell, doch der Senat, der aus 26 Mitgliedern besteht, hat sich einstimmig hinter Weihs gestellt und ihm eine Stimmenmehrheit gegeben. Das spricht für seine Beliebtheit und das Vertrauen, das die Universität in ihn setzt.
Gregor Weihs ist kein Unbekannter an der Universität; er war bis jetzt Vizerektor für Forschung. Sein Fachwissen und sein Engagement für die akademische Gemeinschaft scheinen ihn zu einem idealen Kandidaten zu machen. Nun liegt es am Universitätsrat, der vier Wochen Zeit hat, um Weihs offiziell zum Rektor zu wählen oder eine Neuausschreibung zu veranlassen. Die Funktionsperiode des neuen Rektorats beginnt am 1. März 2027 und dauert vier Jahre. Es bleibt also spannend, ob Weihs die Zustimmung des Rates erhält.
Der Weg zur Rektorenwahl
Die Entscheidung des Senats zeigt auch, wie wichtig die interne Zusammenarbeit und die Einigkeit unter den Mitgliedern sind. Die Uni-Findungskommission hatte bereits Ende Mai einstimmig entschieden, dem Senat drei Persönlichkeiten vorzuschlagen, wobei Weihs der Erstgereihte war. Das spricht für die hohe Wertschätzung, die der Senat ihm entgegenbringt. Veronika Sexl, die bis dato amtierende Rektorin, hatte ihre Ambitionen auf eine Wiederbestellung im April 2025 geäußert, doch der Universitätsrat lehnte ihre Wiederbestellung in geheimer Abstimmung mehrheitlich ab. Ein interessanter Wandel in der Führung, der zeigt, wie dynamisch die Situation an der Universität ist.
Es ist bemerkenswert, wie sich die Strukturen und die Entscheidungsfindung an deutschen Universitäten im Laufe der Zeit verändert haben. Ab dem 18. Jahrhundert wuchs die Wissenschaft und wurde stärker staatlich alimentiert. Territorialstaaten haben Organisationsstrukturen in der Verwaltung ausgebaut, und die Universitäten unterstanden einer straffen Leitung durch die höfische Schulverwaltung. Doch mit den Reformen von Wilhelm von Humboldt kam ein Umdenken. Er forderte eine stärkere akademische Selbstverwaltung und Freiheit in der wissenschaftlichen Erkenntnis. Diese Ideen haben die Universitäten nachhaltig geprägt und zu einer gewissen Abhängigkeit vom Staat geführt, die bis heute spürbar ist.
Die Wahl von Gregor Weihs könnte also nicht nur individuelle Auswirkungen auf die Universität Innsbruck haben, sondern auch ein Spiegelbild für den breiteren Kontext der Hochschulreformen in Österreich und darüber hinaus sein. Wie sich die Dinge entwickeln, bleibt abzuwarten – aber eines ist sicher: Die Universität Innsbruck steht vor einer aufregenden Zeit.
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