In einer Zeit, in der Gemeinschaft und Zusammenhalt mehr denn je gefragt sind, hat sich St. Anton am Arlberg als ein leuchtendes Beispiel für Familienfreundlichkeit hervorgetan. Die Gemeinde wurde kürzlich als familien- und kinderfreundliche Gemeinde zertifiziert. Dies geschah im Rahmen eines Prozesses, den der Auditbeauftragte Egon Habicher und die Gemeinde zusammen angestoßen haben. Das Ziel? Die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen – das ist nicht nur ein hehres Ziel, sondern auch eine herzliche Einladung an die Gemeinschaft, aktiv mitzugestalten.

Am 9. April wurden die Zertifikate in Linz feierlich überreicht, und zwar von niemand Geringerem als Bundesministerin Claudia Bauer, Gemeindebundpräsident Johannes Pressl und UNICEF-Geschäftsführer Christoph Jünger. Ein schöner Moment, der zeigt, dass die Bemühungen der Gemeinde von höchster Stelle anerkannt werden! Die zwölf bedarfsorientierten Ziele, die zur Verbesserung der Lebensqualität beschlossen wurden, sind nicht nur leere Phrasen. Sie beinhalten konkrete Maßnahmen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Dazu zählen Sprechstunden und Veranstaltungen speziell für Jugendliche, Kooperationen mit Schulen, der Wirtschaft und der Landwirtschaft sowie die Einführung eines Tags der Dorfgemeinschaft.

Ein aktiver Prozess

Die Gemeinde bleibt nicht stehen. Jährliche Status-Checks und Jugend-Workshops sind geplant, um die Fortschritte regelmäßig zu evaluieren. Die Bevölkerung wird aktiv in den Prozess einbezogen. Das ist wirklich bemerkenswert! Vizebürgermeister Andreas Gohl und Egon Habicher stehen als Ansprechpersonen bereit und ermutigen die Einwohner, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. Es ist eine Art Aufruf zur kreativen Mitgestaltung, die sicherlich viele ansprechen wird.

Das staatliche Gütezeichen „familienfreundliche Gemeinde“ wird jährlich an Städte und Gemeinden verliehen, die tatsächlich umfassende familienfreundliche Maßnahmen umsetzen. Ein Blick auf andere ausgezeichnete Gemeinden zeigt, dass das nicht nur ein nettes Label ist, sondern echte Veränderungen bewirken kann. Zum Beispiel hat die Gemeinde Lambach in Oberösterreich, mit ihren 6.000 Einwohnern, großen Wert auf Kinderfreundlichkeit und Integration gelegt. Dort werden Veranstaltungen mit internationalem Kochen organisiert, und es gibt Angebote wie Eltern- und Mutterberatung sowie Freiflächen für Jugendliche.

Inspirierende Beispiele

Deutsch-Schützen Eisenberg im Burgenland hat sich beispielsweise auf die Verbesserung der Lebenssituation für junge Familien konzentriert, indem sie günstige Startwohnungen und erweiterte Kindergartenöffnungszeiten anbieten. In Graz, wo der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen hoch ist, hat man neue Krippenplätze und sogar ein Kinderparlament etabliert. Diese Beispiele zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt, wie Gemeinden Familien unterstützen können.

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Die Erfahrungen anderer Gemeinden wie Zell am See oder Villach verdeutlichen, dass das Engagement für Familienfreundlichkeit nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit ist. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass eine Gemeinde bereit ist, in die Zukunft zu investieren. In Mank beispielsweise wurden die öffentlichen Verkehrsanbindungen verbessert und es gibt einen Jugendraum, der den jungen Menschen einen Platz bietet. Die Ansätze sind vielfältig und passen sich stets den Bedürfnissen der jeweiligen Gemeinden an.

Familienfreundlichkeit in der Kommunalpolitik

Aber was macht eine Gemeinde eigentlich familienfreundlich? Das hängt auch von der Umsetzung und Nutzung ihrer Handlungsspielräume ab. In Baden-Württemberg gibt es eine Handreichung zur familienfreundlichen Kommune, die Kommunen als Analyse- und Planungsinstrument dient. Diese Broschüre ermöglicht es Gemeinden, eine systematische Bestandsaufnahme zu machen und bedarfsorientierte Ziele festzulegen. Es ist eine wertvolle Ressource, um die Ziele klarer zu definieren und eine strukturierte Familienförderung zu entwickeln. Der Austausch zwischen den Kommunen, unterstützt durch verschiedene Organisationen, schafft ein Netzwerk, das allen Beteiligten zugutekommt.

So bleibt zu hoffen, dass die positiven Entwicklungen in St. Anton am Arlberg und in anderen Gemeinden nicht nur Vorbilder sind, sondern auch zu einem inspirierenden Trend in ganz Österreich führen. Die Zukunft sieht vielversprechend aus – und das nicht nur für die Jüngsten unter uns!