Am späten Montagvormittag, dem 2. November 2026, ist in einer Hauseinfahrt in Buchkirchen im Bezirk Wels-Land ein Pkw im Bereich des Motorraums in Brand geraten. Zwei Feuerwehren wurden alarmiert.

Ein Feuerlöscher brachte die Flammen bereits weitgehend unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. Trotzdem blieb für die Einsatzkräfte noch genug zu tun: Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten sie den betroffenen Bereich sorgfältig auf verbliebene Hitze.

Unterseite ebenfalls kontrolliert

Anschließend hoben die Feuerwehrleute das Fahrzeug an, um auch die Unterseite zu überprüfen. Dort führten sie eine Restablöschung durch und löschten verbliebene Brandstellen. Die Ursache dafür, warum der Motorraum Feuer fing, ist bislang ungeklärt.

Ein Abschleppdienst wurde verständigt. Für die Bewohner blieb damit vor allem der Schreck – und ein beschädigtes Auto in der Einfahrt.

Mehr Fahrzeugbrände auf Österreichs Autobahnen

Der Vorfall in Buchkirchen reiht sich in eine Entwicklung ein, die auch die ASFINAG beobachtet. Auf Österreichs Autobahnen wurden 2020 insgesamt 226 Fahrzeugbrände registriert. 2024 und 2025 waren es jeweils 300 Fälle. Im ersten Halbjahr 2026, bis Ende Juni, zählte die ASFINAG bereits 151 Brände.

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In den Vorjahren entfielen die meisten Fälle auf Juli und August – in jedem dieser Monate brannten jeweils rund 20 Pkw oder Lkw. Bei allen Fahrzeugbränden konnten sich die Insassen rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Auch Böschungsbrände entlang der Autobahnen nehmen zu: 2025 mussten ASFINAG und Feuerwehren zu 39 Einsätzen ausrücken, bis Ende Juni 2026 waren es bereits 20. Nur sieben dieser Brände wurden durch ein brennendes Fahrzeug ausgelöst. Häufiger steckt menschliches Fehlverhalten dahinter. Eine weggeworfene Zigarette kann trockene Vegetation entzünden, Glasscherben können Sonnenlicht bündeln und dadurch einen Brand begünstigen.

Extreme Hitze ist laut den vorliegenden Einschätzungen nur selten allein für einen Fahrzeugbrand verantwortlich. Möglich sind überhitzte Motoren, poröse Leitungen mit austretendem Öl oder Kraftstoff, festsitzende und überhitzte Bremsen sowie technische Defekte – etwa an Radlagern – oder fehlendes Kühlmittel. Auch elektrische und elektronische Defekte mit Kurzschluss, Reifenschäden oder zu niedriger Reifendruck kommen als Ursachen infrage.

ASFINAG-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner empfiehlt, Fahrzeuge besonders vor längeren Fahrten gründlich zu kontrollieren. Ein kurzer Blick auf Leitungen, Reifen und den technischen Zustand kann helfen, Pannen oder einen Fahrzeugverlust zu vermeiden. In Buchkirchen war der Feuerlöscher jedenfalls schneller zur Hand als die Ursache geklärt.