Am 4. November 2026 gegen 19:45 Uhr schlugen Ermittler des Landeskriminalamts Wien in Wien-Brigittenau zu. Sie hatten gegen einen mutmaßlichen Suchtmittelhändler ermittelt, der Kokain im Kilogrambereich zum Verkauf angeboten haben soll. Im Visier: zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 41 und 49 Jahren.

Als Treffpunkt war ein Supermarktparkplatz in der Brigittenau vereinbart. Nach einem ersten Treffen fuhr der 49-Jährige mit einem Pkw in die Columbusgasse im Bezirk Favoriten. Dort holte er den 41-Jährigen ab, der das Kokain mutmaßlich bei sich hatte. Danach kehrten beide zum Übergabeort zurück. Rund zwei Kilogramm Kokain im Wert von etwa 60.000 Euro wechselten dort den Besitzer.

Fluchtversuch beim Zugriff

Beim anschließenden Zugriff durch Observationskräfte des Bundeskriminalamts versuchte der 41-Jährige, mit seinem Fahrzeug zu flüchten. Dabei überrollte er den Fuß eines einschreitenden Kriminalbeamten. Ein weiterer Kriminalbeamter wurde bei der Festnahme an der Hand verletzt.

Beide Verdächtigen wurden festgenommen. Die Ermittler durchsuchten anschließend das Hotelzimmer des 49-Jährigen im Bereich des Wiener Hauptbahnhofs sowie die Wohnung des 41-Jährigen. Dabei stellten sie insgesamt rund 2,2 Kilogramm Kokain und mehrere Mobiltelefone sicher.

Bei den Vernehmungen verweigerten beide Beschuldigten die Aussage. Sie wurden in eine Justizanstalt gebracht. Die Ermittlungen zur Herkunft des Kokains und zu möglichen internationalen Verbindungen laufen weiter.

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Drogenberichte liefern den größeren Rahmen

Der Fall reiht sich in ein Themenfeld ein, das im jährlichen „Bericht zur Drogensituation in Österreich“ dokumentiert wird. Der Bericht wird im Auftrag der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) sowie des Gesundheitsministeriums erstellt und befasst sich mit illegalen Drogen.

Der Drogenbericht 2025 beschreibt die epidemiologische Situation im Jahr 2024, Entwicklungen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, Maßnahmen zur Nachfragereduktion, Drogenmärkte und Drogendelikte sowie drogenbezogene Themen im Zusammenhang mit Haft. Die Ausgabe 2025 ist als PDF mit einer Dateigröße von 3 MB verfügbar.

Auf der Seite des Sozialministeriums sind außerdem frühere Ausgaben verlinkt: der Bericht 2024 mit 3 MB, 2023 mit 2 MB, 2022 mit 2 MB, 2021 mit 2 MB, 2020 mit 1 MB und 2019 sowie 2018 mit jeweils 2 MB. Zusätzlich finden sich internationale Berichte, darunter EU-Drogenberichte und der „World Drug Report“. Die Seite wurde zuletzt am 27. April 2026 aktualisiert.