Heute ist der 25.09.2026, und während wir hier in Wien-Floridsdorf die frische Herbstluft schnuppern, gibt es ein ernstes Thema, das uns alle betrifft: Lungenkrebs. Diese heimtückische Krankheit ist nicht nur die häufigste Krebsart in Österreich, sondern auch die, die die meisten Todesfälle verursacht. Jährlich erkranken rund 5.000 Menschen, und etwa 4.000 von ihnen verlieren den Kampf. Oft wird die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, was die Heilungschancen drastisch vermindert. Doch es gibt Hoffnung, und die kommt in Form neuer technologischer Entwicklungen.

Anlässlich des Welt-Lungentages hat die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) die neuesten Erkenntnisse zur Früherkennung und Behandlung von Lungenkrebs veröffentlicht. Eine spannende Neuigkeit: Der erste Bronchoskopie-Roboter in Österreich wurde bereits im April 2023 in der Klinik Floridsdorf in Betrieb genommen. Dieser Roboter ist ein wahrer Fortschritt für die Medizin, insbesondere für die präzise Entnahme von Gewebeproben aus kleinen und schwer erreichbaren Lungenherden. Michael Meilinger, der stellvertretende Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie, hebt hervor, wie herausfordernd es ist, diese kleinen Herde zu erreichen und Gewebeproben zu gewinnen. Aber mit den neuen robotisch unterstützten Verfahren wird das Ganze einfacher und sicherer.

Roboter-Navigation und 3D-Bildgebung

Der Einsatz dieser Technologie ermöglicht nicht nur eine frühere Diagnose, sondern verbessert auch die Prognose und die Heilungsraten. Erste internationale Daten zeigen, dass die diagnostische Genauigkeit steigt und die Komplikationsraten sinken. Besonders interessant ist die Kombination aus Roboter-Navigation und 3D-Bildgebung, die die Treffsicherheit bei der Probenentnahme erheblich erhöht. Die Klinik Floridsdorf, die als das größte Lungenkrebszentrum in Österreich gilt, verzeichnet bereits einen Anstieg an frühzeitig diagnostizierten Lungenkrebsfällen. Da kommt das neue Screening-Programm gerade recht!

Ein weiterer spannender Aspekt ist das roboter- und KI-assistierte Bronchoskopie-System ION, das seit August 2024 in der Klinik für Thoraxchirurgie am UKB in Deutschland eingesetzt wird. Es ist das erste seiner Art in Deutschland und ermöglicht gezielte Eingriffe in peripheren Lungenabschnitten, die mit herkömmlicher Bronchoskopie schwer zu erreichen sind. Eine KI-gestützte Software plant dabei den Navigationsweg basierend auf CT-Bilddaten der Patient:innen. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, oder? Gewebeproben können nicht nur entnommen werden, sondern auch eine Fluoreszenz-Farbstoff-Markierung gesetzt werden, was die Diagnose zusätzlich beschleunigt und die Wartezeiten verkürzt.

Frühe Eingriffe und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das ION-System ermöglicht zudem eine „Single-Anästhesie“ – das heißt, die Patienten brauchen nicht für verschiedene Eingriffe in Narkose zu gehen. Das reduziert die Belastung und beschleunigt den Weg von der Diagnose zur Therapie. Diese innovative Technik ist Teil eines geförderten Leuchtturmprojekts zur Digitalisierung in der Chirurgie. Die enge Zusammenarbeit zwischen Pneumologie, Thoraxchirurgie und Radiologie am UKB sorgt dafür, dass die Patientenversorgung optimiert wird.

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Mit der Einführung des Bronchoskopie-Roboters und der fortschrittlichen 3D-Bildgebung in der Klinik Floridsdorf wird ein neuer Standard gesetzt. Die Klinik wurde 2019 als modernster Standort eröffnet und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit einem Investitionsvolumen von 1 Million Euro für den neuen Roboter und die technische Aufrüstung zeigt man hier, dass man der Sache ernsthaft auf den Grund gehen will. Das alles macht Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Lungenkrebspatient:innen.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass die Kombination aus moderner Technologie und interdisziplinärer Zusammenarbeit Schlüssel zu einem besseren Verständnis und einer schnelleren Behandlung von Lungenkrebs sein kann. Die Möglichkeiten, die sich durch robotergestützte Verfahren eröffnen, sind beeindruckend und könnten viele Leben retten.