In der Payergasse im Yppenviertel, nahe dem Yppenplatz, wird eine sanierungsbedürftige 3-Zimmer-Altbauwohnung zum Verkauf angeboten. Die rund 68,22 m² große Wohnung liegt im dritten Stock eines Gründerzeithauses und ist südseitig zur Straße sowie nordseitig zum Innenhof ausgerichtet.

Wer hier wohnt, hat das Wiener Marktleben praktisch vor der Haustür. Der Brunnenmarkt zieht sich mit mehr als 170 Marktständen zwischen Thaliastraße und Ottakringer Straße. Rund um Yppenplatz und Brunnenmarkt gibt es regionale Produkte, Geschäfte, Cafés, Restaurants und Bars – dazu eine internationale Atmosphäre und jährlich mehr als 400 Kunstevents. Auch Einrichtungen für den täglichen Bedarf, Kinderbetreuung und Bildung sowie das AKH Wien liegen in der näheren Umgebung.

Altbau mit zwei Schlafzimmern

Der Grundriss umfasst einen Vorraum, eine Wohnküche, zwei Schlafzimmer – in der Objektbeschreibung auch als Schlafzimmer und Kabinett bezeichnet –, ein Badezimmer und ein separates WC. Im Bad befinden sich eine kleine Badewanne, ein Waschtisch und ein Waschmaschinenanschluss. Das WC verfügt über ein Handwaschbecken. Beheizung und Warmwasseraufbereitung erfolgen über eine Gas-Etagenheizung.

Die Wohnung gehört zu einem renovierungsbedürftigen Altbaubestand in der Payergasse 6. Die Einheiten verfügen über großzügige, quadratische Grundrisse aus der Zeit um die Jahrhundertwende; teilweise sind Flügeltüren und Fischgrätparkett erhalten. Der Kauf ist zur Eigennutzung oder als langfristige Investition möglich. Die Liegenschaft wird derzeit parifiziert.

Mit U6, Bim und Auto unterwegs

Die U6-Stationen Josefstädter Straße und Alser Straße sind zu Fuß erreichbar. In der Nähe halten außerdem die Straßenbahnlinien 2, 5, 12, 44 und 46. Zur Wiener Innenstadt und in andere Stadtteile geht es damit vergleichsweise unkompliziert. Wer lieber selbst fährt, erreicht den Hernalser Gürtel, die B221, unmittelbar. Vieles lässt sich aber auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen.

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Das Yppenviertel liegt im 16. und 17. Wiener Gemeindebezirk. Im engeren Sinn umfasst es 13 Häuserblocks und den Yppenplatz zwischen Hubergasse, Ottakringer Straße, Friedmanngasse und Hernalser Gürtel. 2001 lebten dort 3.447 Menschen, im weiteren Umfeld der Zählbezirke Neulerchenfeld und Alt-Hernals waren es zusammen 25.041.

Vom Exerzierplatz zum Straßenmarkt

Seinen Namen verdankt das Viertel dem österreichisch-niederländischen Feldherrn Simon Freiherrn van Yppen. Er erwarb 1762 den Schellhammerhof mit drei Gebäuden und den umliegenden Äckern zwischen Friedmanngasse und Ottakringer Straße und stiftete das Gebiet dem Militärinvalideninstitut zur Unterbringung von Kriegsinvaliden. Später wurde das Areal als Exerzierplatz genutzt.

Nach dessen Auflösung 1872 wurde das Grundstück parzelliert und zur Bebauung freigegeben. Gleichzeitig entstand das Militärinvalidenhaus „Yppenheim“, das bis heute besteht und seit 1958 als Wohnhaus für Angehörige des österreichischen Bundesheeres dient. Zwischen 1875 und 1890 kamen überwiegend Zinshäuser für Niedrigverdiener dazu – in einer Vorstadt, die damals bereits dicht bebaut war.

Die Gemeinde Ottakring kaufte die zentralen Parzellen für einen Viktualienmarkt, der mit dem Brunnenmarkt im benachbarten Neulerchenfeld konkurrieren sollte. Nach der Vereinigung von Ottakring und Neulerchenfeld mit Wien 1892 war diese Rivalität vorbei: Die Märkte in der Brunnengasse und am Yppenplatz wurden dem Wiener Marktamt unterstellt, der Thaliamarkt beziehungsweise der Detailmarkt vor der Pfarrkirche Neulerchenfeld auf den Yppenplatz verlegt.

Um 1910 entstand ein Großmarkt mit neuem Marktamt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele zerstörte Großhandelsstände massiv wiederaufgebaut. Ein Großbrand 1972 bedeutete das Ende des Yppenmarkts als Großmarkt; seither gilt er als Kleinmarkt, auch wenn dort weiterhin Großhandel betrieben wird. Danach wuchs der Yppenmarkt mit dem benachbarten Brunnenmarkt zum längsten Straßenmarkt Wiens zusammen. Offiziell zusammengelegt wurden beide Märkte 2008.

Aufwertung, Kultur und neue Freiräume

In den 1970er- und 1980er-Jahren galt das Gebiet wegen des Niedergangs des Marktes, schlechter Bausubstanz und sozialer Probleme als Problemgebiet. In den 1980er-Jahren wurde das Viertel als überaltert und von einem hohen Migrantenanteil geprägt beschrieben. Später entwickelte es sich zu einem Beispiel für die Aufwertung ehemaliger Gründerzeitviertel – der Kontrast zwischen bröckelnder Fassade und gut besuchtem Lokal ist bis heute nicht schwer zu finden.

Eine städtebauliche Studie von 1993 schlug den Abriss der Lagerhallen und einen siebenstöckigen Neubau mit 100 Wohnungen, Büros, Tiefgarage und Markthalle vor. Weil die Zukunft dieser Großprojekte unsicher war, gründeten Anrainer und Geschäftsleute 1995 den Verein Forum Yppenplatz. Bis 1999 entstand im EU-kofinanzierten Projekt „Gürtel Plus“ ein Umgestaltungskonzept mit Bürgerbeteiligung. Es ging um Freiraumgestaltung, Marktorganisation, Verkehr sowie Kultur und Soziales.

Der Yppenplatz wurde fußgängerfreundlicher gestaltet und für verschiedene Nutzungsgruppen geplant. Der samstags stattfindende Bauernmarkt wanderte an den Süd-, West- und Nordrand des Platzes, am Nordostrand entstand eine Piazza. Rundherum siedelten sich gastronomische Betriebe an. Eine geplante Tiefgarage wurde aus Kostengründen gestrichen; auch die längerfristige Nutzung des unter dem Platz liegenden Bunkers für bis zu 300 Menschen war zunächst kein Bestandteil der Konzepte. Mit der Brunnenpassage kam ein Kunst- und Kulturraum hinzu.

2012/13 wurde die Ottakringer Straße im Bereich des Yppenviertels zwischen Ottakring und Hernals umgestaltet. Durchgehende Geh- und Radwege, Sitzbereiche und Pflanztröge sollten mehr Freiraum, Grün, Aufenthaltsqualität und Sicherheit bringen. Bestehende Schanigärten wurden berücksichtigt, 25 neue Bäume gepflanzt. Die Arbeiten liefen gemeinsam mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes zwischen Gürtel und Steinergasse; für den Straßenumbau wurden erneut EU-Mittel eingesetzt. Anrainer waren ab 2011 in die Planung eingebunden, das Eröffnungsfest der neugestalteten Straße fand am 6. September 2013 statt.

Auch Film- und Fernsehproduktionen nutzten die Kulisse: „Kebab mit Alles“ (2011), „CopStories“ (seit 2013), „Die Freischwimmerin“ (2014), „Planet Ottakring“ (2015) und „Kebab extra scharf!“ (2017) wurden hier gedreht. 2014 wurde der Brunnenmarkt mit dem Yppenplatz in der ORF-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“ zum Wiener Landessieger gewählt. Die Koordinaten des Viertels: 48° 13′ N, 16° 20′ O.

Hinweise zum Kauf

Bei erfolgreichem Vertragsabschluss fällt, sofern nicht anders angegeben, eine Maklerprovision von 3 Prozent des Kaufpreises zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer an. Die Provisionspflicht besteht auch bei Weitergabe der Informationen an Dritte. Der Vermittler ist als Doppelmakler tätig. Zwischen dem Vermittler beziehungsweise der 3SI Makler GmbH und der Verkäuferin besteht ein familiäres oder wirtschaftliches Naheverhältnis.

Einige Inseratsbilder wurden mittels künstlicher Intelligenz virtuell eingerichtet oder digital bearbeitet. Die darauf dargestellten Möbel und Gestaltungselemente sind nicht Teil des Angebots. Ein Energieausweis wurde trotz Hinweises auf die gesetzliche Vorlagepflicht und Aufforderung zur Erstellung noch nicht vorgelegt. Daher gilt mindestens eine dem Alter und der Gebäudeart entsprechende Gesamtenergieeffizienz als vereinbart; für die tatsächliche Energieeffizienz wird keine Gewähr oder Haftung übernommen.