Die Vienna Drive kommt 2027 zum dritten Mal nach Wien – und sie wächst kräftig. Wegen der hohen Nachfrage der Aussteller wird die Ausstellungsfläche um ein Drittel erweitert: In Halle B stehen knapp 15.000 Quadratmeter zur Verfügung, dazu kommen 4.500 Quadratmeter in Halle A. Macht zusammen 19.500 Quadratmeter für Autos, Motorräder, Roller, Technik und Zubehör.

Bei der vorherigen Messe waren 70 Fahrzeugmarken von 50 Händlern und Mobilitätsunternehmen vertreten. Knapp 86.000 Besucherinnen und Besucher kamen, die Vienna Drive endete am Sonntagabend zeitgleich mit der Ferien-Messe nach vier Veranstaltungstagen. Für 2027 werden bis zu 100.000 Gäste erwartet – darunter auch Fachbesucher aus Industrie, Handel, Zulieferindustrie und Motorsport.

Mehr Marken, mehr Motorräder, mehr Platz

Für die dritte Ausgabe sind mehr als 100 Fahrzeugmarken angekündigt. Auch das neue Kompetenzzentrum „BIKE“ kommt dazu. Alle Teilnehmer der ersten und zweiten Ausgabe sind erneut dabei, außerdem stoßen neue Aussteller hinzu. Nahezu alle Marken, die bereits 2025 bei der ersten Vienna Drive dabei waren, haben wieder zugesagt.

Das Angebot reicht von Fahrzeugen mit unterschiedlichen Antriebstechnologien über Zweiräder und Zubehör bis zur Ladeinfrastruktur. In Halle A werden unter anderem exklusive Sportwagen sowie deutlich mehr Motorräder und Roller gezeigt. Auch das Fahrerlager des Red Bull Erzbergrodeos mit aktuellen Rennbikes wird präsentiert. Bei der vergangenen Messe konnten die Gäste 200 Automodelle und 60 Zweiradmodelle ansehen.

Die Vienna Drive will dabei keine reine Leistungsschau sein, sondern bleibt eine Verkaufsmesse. Besucher bekommen Beratung und können Kaufverträge direkt vor Ort beim Wiener Händler ihrer Wahl abschließen. Einige Händler bieten spezielle Messekonditionen an. Zusätzlich verlost das Wiener Landesgremium Fahrzeughandel Anfang Februar unter notarieller Aufsicht dreimal einen Zuschuss von 5.000 Euro zum „Traumauto“. Teilnahmeberechtigt sind Besucher, die während der Messe ein Fahrzeug gekauft haben. Als Rückfragekontakt wird das Landesgremium Wien des Fahrzeughandels der Wirtschaftskammer Wien genannt.

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Technik zum Ausprobieren

Ein Technik-Parcours machte Assistenzsysteme und Fahrzeugtechnologien praktisch erlebbar. Bei Dekra ging es um den Batteriekapazitäts-Check für Elektrofahrzeuge. Der ÖAMTC zeigte den Ablauf einer Batteriereparatur und informierte über Ausbildungen für Elektromobilität. Beim ARBÖ konnten Besucher in einem Fahrsimulator ihre Reaktionsschnelligkeit testen.

Bosch führte die Kalibrierung von Assistenzsystemen vor, Birner präsentierte ein Ladekabelmanagementsystem. Saint Gobain erklärte, wie moderne Windschutzscheiben repariert werden. Wer alle Stationen absolvierte und Stempel sammelte, konnte Sofortpreise gewinnen und an der Verlosung von drei Hauptpreisen teilnehmen.

Hinter der Veranstaltung standen Initiatorin Stephanie Ernst und das Team des Wiener Fahrzeughandels gemeinsam mit Austrian Exhibition Experts. Unterstützt wurde die Vienna Drive neben Dekra auch von Generali und TotalEnergies als Sponsoringpartnern. Generali präsentierte seine Mobility App an einem Messestand.

Branchenabende und Netzwerken

Am Vorabend der Messe, dem 14. Jänner, fand gemeinsam mit Dekra ein Branchenabend im 35. Stock der Twin Towers statt. Stephanie Ernst und Dekra-Geschäftsführer Helmut Geil begrüßten knapp 100 geladene Gäste. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sprach über die Bedeutung der Mobilitätsbranche für den Wirtschafts- und Industriestandort. Die Regierung solle Rahmenbedingungen schaffen, den Menschen aber nicht vorschreiben, welchen Antrieb sie wählen, sagte Hattmannsdorfer und betonte die Antriebsoffenheit.

Am Donnerstagabend veranstalteten Stephanie Ernst und Geschäftsführer Leonhard Palden außerdem ein Netzwerktreffen in Halle B. Das Erzbergrodeo stellte die Ausstellungsfläche, Foodtrucks sorgten für die Verpflegung – bei rund 300 Gästen war da einiges los. Zum Austausch innerhalb der Branche kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Fahrzeugbranche, darunter Nico Marchetti, Burkhard Ernst, Stefan Hutschinski, Günther Kerle, Christian Pesau, Marko Fischer, Emin Yilmaz, Margarete Gumprecht, Verena Wiesinger, Peter Merten, Gregor Strassl, Wilfried Weitgasser, Wolfgang Wurm, Gudrun Zeilinger, Christian Heider, Markus Wildeis, Cédric Borremans, Clemens Vohryzka, Martin Heger, Bernhard Wiesinger, Matthias Gerbavsits, Reinhard Seehofer, Karl Katoch, Clara Wiltschke und Silvia Vogel.

Am Abend des ersten Messetags ist für 2027 die „Vienna Drive Lounge“ geplant. Eingeladen werden Aussteller, deren Topkunden und wichtige Partner der Mobilitätsbranche.

Gemeinsam mit der Ferien-Messe

Parallel zur Vienna Drive findet die Ferien-Messe Wien statt – mit internationalen Reisezielen, österreichischen Urlaubsangeboten und persönlicher Reiseberatung. Beide Veranstaltungen können mit einem gemeinsamen Ticket besucht werden. Wer zwischen Auto, Motorrad und nächstem Urlaubsziel pendeln möchte, muss also nicht zweimal durch die Kassa.

Das Online-Tagesticket kostet im Vorverkauf bis 13. Jänner 2027 15 statt 17 Euro. Ermäßigte Vorverkaufskarten für 15- bis 18-Jährige, Studierende, Personen ab 62 Jahren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen kosten 12 Euro. Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt.

Die gesamte Ausstellungsfläche ist bereits zu 90 Prozent vergeben. Weitere Informationen und Tickets gibt es unter ferien-messe.at/tickets.