Faschingsgilde Vindobona bringt neuen Schwung in Wien-Donaustadt
In Wien-Donaustadt, wo die Traditionen des Faschings neu belebt werden, hat sich etwas ganz Besonderes zusammengebraut. Die erste eigene Faschingsgilde, die sich den Namen „Vindobona“ gibt, hat das Licht der Welt erblickt. Präsidentin der Gilde ist die engagierte Susanne, die schon in mehreren Faschingsgilden aktiv war und nun mit frischem Elan das Zepter übernimmt. Ihr Ziel? Das Brauchtum des Faschings in der Donaustadt zu verbreiten und dabei Freude sowie Spaß zu fördern. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das während der Faschingssaison 2025/26 ins Leben gerufen wurde.
Die Gilde hat sich bereits Ende Mai dem „BÖF Bundes Österreichischer Faschingsgilden“ angeschlossen, was einen bedeutenden Schritt für die neue Gemeinschaft darstellt. Ob es auch in Zukunft Geheimnisse gibt? Nun, die Pläne sind noch in der Schublade, aber eines ist sicher: Der Fasching wird in Donaustadt bleiben! Mit einem einprägsamen Schlachtruf – „Jo eh“ – und den Vereinsfarben Schwarz und Weiß wird die Gilde sicher für Aufsehen sorgen. Unterstützung bekommt sie zudem vom Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ), der sich bereits auf gemeinsame Projekte im Bezirk freut.
Faschingsbräuche in Österreich
Doch was wäre Fasching ohne die Vielfalt an Bräuchen und Traditionen, die in ganz Österreich zelebriert werden? Faschingsdienstag gilt als der Höhepunkt der Faschingszeit. In den unterschiedlichen Bundesländern sind zahlreiche Bräuche verankert, die teils tief in der Geschichte verwurzelt sind. In Tirol beispielsweise hat die Fasnacht historische Wurzeln im mittelhochdeutschen „vastnaht“. Hier begegnen einem Figuren wie die „Tuxer“ und „Schleicher“, die symbolisch für die Vertreibung des Winters und den Wunsch nach einem fruchtbaren Jahr stehen.
In Axams findet am „unsinnigen Donnerstag“ das Axamer Wampelerreiten statt, ein weiterer Höhepunkt des Tiroler Faschings. Und dann gibt es das Imster Schemenlaufen, das sogar als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist und alle vier Jahre stattfindet. Auch in Vorarlberg und Tirol gibt es alte Traditionen, die gepflegt werden, wie das „Scheibenschlagen“ in Landeck, wo Einheimische glühende Holzscheiben talwärts schleudern. Die Steiermark veranstaltet am Rosenmontag ein Faschingsrennen, das den Winter vertreiben soll, während die Murauer Faschingsrennen Geschichten durch aufwendige Maskenzüge erzählen.
Wien und die Krapfen
In Wien hingegen sind die traditionellen Faschingsfeste eher rar gesät, dafür glänzt die Stadt mit einer Vielzahl an Bällen. Komischerweise führt Wien im Konsum von Krapfen, und am Faschingsdienstag werden über eine Million Krapfen verkauft. Das ist doch mal eine Zahl! Während in anderen Regionen aufwendige Umzüge und bunte Masken die Straßen schmücken, stehen in der Hauptstadt die eleganten Veranstaltungen im Vordergrund.
Die Gründung der Faschingsgilde „Vindobona“ in Donaustadt könnte einen frischen Wind in die lokale Faschingsszene bringen und vielleicht sogar neue Traditionen schaffen. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Doch eines ist klar: Der Fasching in Donaustadt hat nun eine starke Stimme, die nicht nur für Spaß, sondern auch für Gemeinschaft und Brauchtum steht. Und das alles unter dem fröhlichen Schlachtruf: „Jo eh!“
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