Am 1. Juni 2026 wurde in Wien-Favoriten der Spatenstich für das neue Sicherheitszentrum Keplergasse gefeiert. Dieses Bauprojekt, das von ARE Austrian Real Estate im Auftrag des Innenministeriums realisiert wird, verspricht, die alte Polizeiinspektion zu ersetzen, die in einem nicht mehr zeitgemäßen Zustand war. Die Belegschaft der bisherigen Inspektion hat bereits seit Herbst 2024 in einem Ausweichquartier in der Columbusgasse gearbeitet.

Mit einer Gesamtfläche von rund 2.100 Quadratmetern wird das neue Zentrum mehr als dreimal so groß sein wie das alte Gebäude, das nur 600 Quadratmeter maß. Das Bauvorhaben ist für eine Fertigstellung bis Anfang 2028 vorgesehen, wobei die Bauzeit rund eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen soll. Innenminister Gerhard Karner betonte bei der Zeremonie die Bedeutung der personellen Ausstattung, während Landespolizeivizepräsident Franz Eigner auf den schlechten Zustand der alten Inspektion hinwies. Landtagsabgeordneter Marcus Schober nannte das Projekt ein Zeichen für mehr Sicherheit in Wien.

Moderne Bauweise mit Holz-Hybrid

Besonders interessant ist die Bauweise des Sicherheitszentrums. Es wird in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet, was unter anderem bedeutet, dass eine Kombination aus Holz und Beton verwendet wird. Dies ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch effizient. Die Fassade wird teilweise begrünt, und es gibt sogar eine Zisterne zur Regenwassersammlung, die der Bepflanzung dient. Für die Mitarbeiter wird ein rund 300 Quadratmeter großer Innenhof geschaffen, der für Besprechungen und Pausen genutzt werden kann.

Die Holz-Hybridbauweise bietet eine Reihe von Vorteilen. Typische Merkmale sind unter anderem ein stabiles Beton-Erdgeschoss sowie nichttragende Innenwände aus vorgefertigten Holzrahmen, die für Stabilität und Brandschutz sorgen. Auch die Dämmung spielt eine wichtige Rolle, um Energieeffizienz zu gewährleisten. Das gesamte Projekt zielt auf eine Zertifizierung nach klimaaktiv Gold ab – das ist schon mal ein starkes Signal für nachhaltiges Bauen!

Österreichs Holzbau-Potenzial

In Österreich wird Holz immer mehr als wertvoller Baustoff erkannt. Rund 25% der Hochbau-Nutzflächen werden bereits in Holzbauweise erstellt. Ein Beispiel dafür ist das LeopoldQuartier in Wien, das als erstes Stadtquartier in Holzbauweise gilt. Dort werden beeindruckende 22.000 Quadratmeter Bürofläche und 253 Wohnungen in Holz-Hybridbauweise errichtet. Das zeigt, wie viel Potenzial dieser nachwachsende Rohstoff hat, und das nicht nur für Wohnräume, sondern auch für öffentliche Gebäude.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Wenn man bedenkt, dass jährlich rund 30 Millionen Kubikmeter Holz nachwachsen und 90% davon genutzt werden, ist es naheliegend, dass solche Projekte wie das Sicherheitszentrum Keplergasse ein wichtiger Schritt in die Zukunft sind. Die Investitionen in die Holzbauweise sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern stärken auch die lokale Wirtschaft. Im Fall des Sicherheitszentrums fließen beeindruckende 88% der Investitionen in österreichische Wertschöpfung, und 98% der beauftragten Firmen sind heimische Unternehmen.

Das Sicherheitszentrum wird also nicht nur ein neuer Ort für die Polizei, sondern auch ein Beispiel für nachhaltiges Bauen in Wien. Es ist ein Projekt, das die Verbindung von Sicherheit, Umweltbewusstsein und lokaler Wirtschaftlichkeit aufzeigt – und das alles in einem modernen Rahmen, der den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird. Wer hätte gedacht, dass Holz so eine tragende Rolle in der Zukunft unserer Städte spielen könnte?

Für weitere Details zu diesem spannenden Projekt kann die Quelle hier nachgelesen werden.