In Wien-Meidling gibt es Neuigkeiten aus der Welt der Pflege, die Hoffnung auf frischen Wind bringen. Die AUVA hat das neue „FlexTeam“-Modell eingeführt, und das in gleich zwei Stadtteilen: Meidling und der Brigittenau. Ein mutiger Schritt, der darauf abzielt, Fachkräfte in der Pflege zu halten und sogar jene zurückzugewinnen, die sich aus dem Beruf zurückgezogen haben. Es ist kein Geheimnis, dass die Pflegebranche unter enormem Druck steht, und doch gibt es Bestrebungen, die Situation zu verbessern.

Das FlexTeam wird an den AUVA-Standorten, insbesondere im Traumazentrum Wien und im Rehabilitationszentrum Meidling, zum Einsatz kommen. Es ist so konzipiert, dass es starre Dienstplanstrukturen aufbricht und moderne Lebenskonzepte der Mitarbeiter berücksichtigt. So soll nicht nur die Versorgungssicherheit gewährleistet werden, sondern auch die individuellen Lebenssituationen der Pflegekräfte in den Fokus rücken. Bei kurzfristigen Personalausfällen wird das FlexTeam aktiv, und die Mitarbeiter unterstützen ihre Stammstationen. Dabei bleibt die Anstellung regulär und die Arbeitszeiten sind im Voraus vereinbart – das klingt doch schon mal vielversprechend, oder?

Modernisierung der Arbeitsbedingungen

Martina Kronsteiner, die Pflegedirektorin der AUVA, hat sich klar zur Notwendigkeit der Modernisierung der Arbeitsbedingungen in Österreich geäußert. Sie betont, dass es wichtig ist, in die Rekrutierung und Ausbildung von Pflegekräften aus Drittstaaten zu investieren. Die Herausforderungen sind groß, doch die Motivation, die Pflegeberufe attraktiver zu gestalten, ist spürbar. Denn wer möchte nicht unter besseren Bedingungen arbeiten und mehr Wertschätzung erfahren?

Das FlexTeam ist nur ein Teil eines größeren Puzzles, das die Fachkräftesituation in der Pflege verbessern soll. Eine umfassende Studie, beauftragt vom Bundesministerium für Gesundheit, hat sich ebenfalls mit der Thematik auseinandergesetzt. Mit über 5.500 Befragten wurden die Grundlagen für eine bessere Arbeitsumgebung gelegt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Angemessene Bezahlung, digital unterstützte Arbeitsplätze und ein auf den Pflegebedarf orientierter Personaleinsatz sind zentrale Forderungen der Pflegenden.

Flexibilität und Unterstützung

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Flexible Arbeitszeitmodelle und verlässliche Dienstplanung sind für viele Pflegekräfte wichtiger als mehr Freizeit. Und das nicht ohne Grund: Unterstützung durch Hilfskräfte, Betriebskitas oder Ferienbetreuung – all das sind Punkte, die zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz beitragen. Die AUVA scheint mit dem FlexTeam auf dem richtigen Weg zu sein, um genau diese Aspekte zu berücksichtigen.

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Doch die Herausforderungen sind nicht nur struktureller Natur. Die „weichen Faktoren“ wie Teamstimmung, Wertschätzung und Führungsstil haben großen Einfluss auf die Zufriedenheit im Beruf. Hier gibt es noch Nachholbedarf, und das könnte sich auf die Bindung der Pflegekräfte auswirken. Ein ständiger Wechsel in der Führungsebene kann dem Teamgeist schaden, was alle Beteiligten spüren.

Insgesamt zeigt sich: Die Pflege braucht dringend innovative Konzepte und Lösungen, die den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht werden. Das FlexTeam in Meidling und der Brigittenau ist ein Schritt in die richtige Richtung. Damit die Pflege auch in Zukunft ein Beruf bleibt, der nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Pflegenden lebenswert ist.

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