Die Sanierung der Tunnelkette Pack auf der A2, der Süd Autobahn, ist seit September 2025 in vollem Gange. Dabei wird ein elf Kilometer langer Streckenabschnitt, der vom Herzogbergtunnel bis zur Anschlussstelle Packsattel reicht, unter die Lupe genommen. Der Verkehr wird momentan über einen einspurigen Gegenverkehrsbereich geleitet, was teils zu erheblichen Staus führt. Besonders am Wochenende und gelegentlich auch an Werktagen staut sich der Verkehr, was viele Reisende vor Herausforderungen stellt. Besonders unangenehm: Die Blockabfertigungen vor dem Kalcherkogel Tunnel Richtung Graz und dem Herzogberg Tunnel in Richtung Klagenfurt.

Die Arbeiten sind nicht nur auf den jetzigen Abschnitt beschränkt. Ab Herbst 2026 steht die Erneuerung der Tunnelröhre in Fahrtrichtung Wien an. Im Frühjahr 2027 folgt dann der Freilandbereich zwischen dem Mitterbergtunnel und dem südlichen Herzogbergtunnel. Diese Phase soll im Herbst 2027 abgeschlossen sein, wobei die erste Hälfte des Packabschnitts dann bereits fertiggestellt sein wird. Auf dem Weg zur Modernisierung erhält schließlich auch der Herzogbergtunnel die modernsten Sicherheitseinrichtungen, inklusive vier neuen Querschlägen als Fluchtwege.

Zukünftige Schritte der Sanierung

Der zweite Abschnitt, der sich über knapp fünf Kilometer erstreckt – davon drei Kilometer Tunnel – wird im Herbst 2027 in Angriff genommen. Diese Generalsanierung wird sich bis in die Richtung Wien erstrecken, während die Modernisierung in Richtung Italien ab Herbst 2028 bis Ende 2029 erfolgen soll. In Anbetracht der aktuellen Verkehrssituation ist es mehr als notwendig, diese Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und den Verkehrsfluss auf diesem wichtigen Korridor zu gewährleisten.

Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur

Ein Blick auf die allgemeine Situation der Verkehrswege in Österreich zeigt, dass die Bundesregierung auf die Investitionsveränderungen im Verkehrsbereich reagiert hat. Während 2005 noch 66% der Investitionen in Neubau flossen, hat sich das Verhältnis mittlerweile umgekehrt. Der Schwerpunkt liegt nun auf der Instandhaltung bestehender Straßen und Tunnel. Der Bundesverkehrswegeplan 2016-2030 weist beeindruckende 13 Milliarden Euro für Brückeninstandhaltung aus.

Für das Jahr 2024 sind gar 27,1 Milliarden Euro für die Investitionen in Bundesverkehrswege eingeplant – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2014, als es lediglich 10,3 Milliarden Euro waren. Dennoch bleibt der Investitionsrückstand in der Straßen- und Verkehrsinfrastruktur besorgniserregend. Dieser Rückstand stieg von 25 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 53 Milliarden Euro in 2024. Nur 29% der Kommunen konnten in den letzten fünf Jahren die Unterhaltung der Verkehrsinfrastruktur gewährleisten, was die Dringlichkeit von Maßnahmen wie der Sanierung der Tunnelkette Pack unterstreicht.

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