Die Wiener Verbindungsbahn steht vor einem umfassenden Umbau, der bereits im September beginnen soll. Die ÖBB haben die Hauptarbeiten zur Attraktivierung der Strecke angekündigt, die zwischen Wien Hütteldorf und Schrutkagasse verläuft. Für die Fahrgäste der S80 bedeutet das allerdings eine Reihe von Einschränkungen und Ersatzverkehren, die ab dem 4. Juli 2026 in Kraft treten. Die neue Station Wien Hietzinger Hauptstraße wird das Herzstück des Projekts und soll bis Ende 2029 fertiggestellt sein.
Das Ziel dieser umfassenden Maßnahme? Die Verbesserung der Kapazität und Attraktivität der S-Bahn-Verbindung in Wien. Geplant sind neue und modernisierte Stationen, barrierefreie Zugänge und Lärmschutzmaßnahmen. Außerdem wird die Strecke durch die Beseitigung mehrerer Eisenbahnkreuzungen sicherer und effizienter gestaltet. Das langfristige Ziel ist die Einführung eines Viertelstundentakts auf der Linie S80. Dieses ehrgeizige Vorhaben wird jedoch erst 2036 vollständig umgesetzt sein, nach jahrelangen Behörden- und Rechtsmittelverfahren, die sich über 1.300 Tage hinzogen.
Bauarbeiten und deren Auswirkungen
Die ersten Vorbereitungsmaßnahmen haben bereits im März 2023 begonnen und umfassen Rodungsarbeiten sowie Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten. Interessierte Anwohner können sich in einer Infobox in der Speisinger Straße 3 über den Fortschritt der Bauarbeiten informieren. Die erste Bauetappe betrifft den Nordabschnitt zwischen Wien Hütteldorf und Schrutkagasse. Während der Bauphase wird die S80 nur eingeschränkt verkehren. Vom 4. Juli bis zum 6. September 2026 wird die Linie lediglich zwischen Wien Aspern und Wien Hauptbahnhof bedient; die Stationen Matzleinsdorfer Platz, Wien Meidling, Wien Speising und Wien Hütteldorf fallen in dieser Zeit aus.
Ab dem 7. September 2026 bis Ende 2027 wird der Betrieb zwischen Wien Aspern und Wien Meidling weiter eingeschränkt. Hier kommen Busverbindungen ins Spiel, die tagsüber im 15-Minuten-Takt verkehren. Außerhalb dieser Zeiten wird der Takt auf 30 Minuten erhöht. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den Bau der neuen Hochtrasse und die Modernisierung bestehender Haltestellen, wie etwa der Station Wien Speising, voranzutreiben. Auch die Haltestelle „Stranzenbergbrücke“ wird neu errichtet, um den Anforderungen der modernen Mobilität gerecht zu werden.
Langfristige Vision für die Wiener Verbindungsbahn
Die Attraktivierung der Verbindungsbahn ist Teil eines größeren Plans zur Schaffung einer effizienten West-Ost-Verbindung in Wien. Die Strecke verläuft von Wien Hütteldorf über Wien Meidling und den Hauptbahnhof bis zur Seestadt Aspern. Verbunden mit allen fünf Wiener U-Bahnlinien wird die S80 künftig für schnellere Fahrzeiten und mehr Komfort sorgen. Nach Projektabschluss werden alle sechs beschrankten Bahnübergänge in Hietzing aufgegeben, was nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner verbessert. Wer kennt das nicht – stundenlanges Warten an geschlossenen Schranken? Mit der neuen Lösung gehören diese Probleme der Vergangenheit an.
Die neuen Haltestellen werden zudem mit etwa 400 überdachten Fahrradabstellplätzen ausgestattet, was die umweltfreundliche Mobilität fördert. Umsteigemöglichkeiten auf Fern- und Regionalzüge, U-Bahn, Straßenbahn und Bus werden das Gesamtangebot abrunden und den Zugang zur Innenstadt erheblich erleichtern.
Die umfangreichen Bauarbeiten sind zwar mit Herausforderungen verbunden, doch sie bringen auch frischen Wind in die Wiener Verkehrsinfrastruktur. Mit der Fertigstellung der neuen Station Wien Hietzinger Hauptstraße bis Ende 2029 und dem Ziel, einen Viertelstundentakt auf der S80 einzuführen, wird sich das Bild des öffentlichen Verkehrs in Wien nachhaltig verändern. Man darf gespannt sein, wie sich die Arbeiten entwickeln und welche Überraschungen sie mit sich bringen. Für alle, die auf die S80 angewiesen sind, heißt es also: Augen auf und auf die neuen Möglichkeiten freuen!