Wolfsberg im Takt: Österreichs Tanzelite kürte ihre Landesmeister in Latein
In Wolfsberg drehte sich alles um Rhythmus, Haltung und schnelle Schritte: Bei den Kärntner Landesmeisterschaften in den lateinamerikanischen Tänzen traten zahlreiche Tanzpaare aus ganz Österreich an. Schauplatz war das KUSS, die Kulturstadtsäle Wolfsberg, in der St. Thomaserstraße 2.
Veranstaltet wurde die offene Landesmeisterschaft vom LFV Kärnten und dem 1. Lavanttaler Tanzsportclub unter der Leitung von Clubpräsident Kristof Buchbauer. Der Turnierbeginn war für Samstag, 24. Oktober 2026, um 16:00 Uhr angesetzt. Breitensport- und Soloklassen wurden gestaffelt durchgeführt, außerdem war die Veranstaltung Teil des Pilotprojekts „Solotänze bei österreichischen Staats- und Landesmeisterschaften“.
Die Sieger der Klassen
In der D-Klasse setzten sich Manuel Geislinger und Leonie Katz vom UTSC Dance Unity Graz durch. Die C-Klasse ging an Hagen Krenn und Julia Artner vom TSC Schwarz Gold Wien. In der B-Klasse gewannen Arsenii Shapovalov und Daria Chemakova vom TSC Rising Stars Steiermark.
Die A-Klasse entschieden Theo Tillmann und Manami Ziervogel vom HSV Zwölfaxing aus Niederösterreich für sich. In der Sonderklasse, der höchsten Leistungsklasse, holten Aleksej Krunic und Mishel Pevzner vom TSK Modena Wien den Sieg.
Für Abwechslung zwischen den Bewerben sorgten Florian Sommerauer und Alisa Starodub aus Wien mit einer Show aus Walzer, Tango und Quickstep. Die Showgruppe des 1. Lavanttaler Tanzsportclubs brachte außerdem einen Auftritt mit afrikanischem Thema auf die Fläche.
Turnier mit genauer Organisation
Turnierleiter war Michael Herdlitzka aus Klagenfurt, mehrfacher österreichischer Meister in den Standardtänzen. In der Ausschreibung ist er als Turnierleiter für Kärnten genannt. Als Beisitzerinnen waren Isabella Pfisterer aus Kraig und Barbara Krainer aus St. Veit vorgesehen.
Das Wertungsgericht bestand aus Jaroslava Huber aus Oberösterreich für A, Renata Jüttner aus der Steiermark für B, Pia Engelmayer aus Niederösterreich für C, Julia Wiebogen-Österreicher aus Wien für D, Katrin Kallus aus der Steiermark für E, Andreas Schogger aus Kärnten für F und Michael Münzberger aus Wien für G.
Getanzt wurde auf einer 15 × 10 Meter großen Parkettfläche, die Turniermusik kam vom PC. Die Auswertung erfolgte mit TopTurnier, als Wertungsmedium dienten PDAs. Für die Platzierten gab es Pokale, Urkunden und Sachpreise. Die Durchführung richtete sich nach der Turnierordnung des ÖTSV.
Für Paare galt die Kleidung gemäß Turnierordnung des ÖTSV beziehungsweise HV-Beschluss, Funktionäre hatten den Dresscode DC2 einzuhalten. Ihre Vergütung erfolgte ebenfalls gemäß TO-ÖTSV beziehungsweise HV-Beschluss; Teilnehmer erhielten keine Vergütung. Nennungen waren ausschließlich über das ÖTSV-Nennungsportal möglich, online unter der Turnier-ID 1786.
Für Rückfragen war Kristof Buchbauer unter kristof.buchbauer@aon.at erreichbar, die Turnierhotline lautete 0664 8444230. Zum Abschluss bedankte sich Buchbauer bei den freiwilligen Helfern, den Sponsoren und der Stadtgemeinde Wolfsberg.
Von D bis Sonderklasse
Das österreichische Tanzsport-System arbeitet mit Alters- und Leistungsklassen, damit Paare vergleichbar antreten können. Die Altersklasse richtet sich nach dem Alter der Partner im jeweiligen Kalenderjahr. Neueinsteiger beginnen in ihrer Altersklasse in der D-Klasse; über ein erfolgsabhängiges Punktesystem ist der Aufstieg in die C-, B-, A- und schließlich S-Klasse möglich. Die S-Klasse wird als Sonderklasse bezeichnet. Aus ihr werden unter anderem Teilnehmer für internationale Meisterschaften ausgewählt.
Diese Einteilung gilt für Standardtänze, lateinamerikanische Tänze und die Kombination beider Richtungen, die „10 Tänze“. Bei den Altersklassen zählen Schüler, wenn der ältere Partner im Kalenderjahr höchstens 11 Jahre alt ist. Junioren I sind 12 oder 13 Jahre alt, Junioren II 14 oder 15, die Jugend umfasst 16 bis 18 Jahre.
Zur Allgemeinen Klasse gehören alle Altersklassen außer Schüler und Junioren; maßgeblich ist dabei das Kalenderjahr vor dem 16. Geburtstag des älteren Partners. Bei Senioren I muss der jüngere Partner mindestens 30 Jahre alt sein. Für Senioren II gelten mindestens 45 Jahre beim älteren und 40 Jahre beim jüngeren Partner, für Senioren III mindestens 55 beziehungsweise 50 Jahre. In Senioren IV liegt die Grenze beim älteren Partner bei mindestens 65, beim jüngeren bei mindestens 60 Jahren.
Die Teilnahme erfolgte auf eigene Gefahr. Mit ihrer Teilnahme verpflichteten sich die Sportler zur Einhaltung des Anti-Doping-Bundesgesetzes 2021 sowie der einschlägigen nationalen und internationalen Verbandsvorschriften. Informationen dazu bietet die eLearning-Plattform der NADA Austria unter aktiv.nada.at. Eine Abfrage zu verbotenen Medikamenten und Behandlungsmethoden ist unter nada.at/medikamentenabfrage möglich.
Wer aus medizinischen Gründen verbotene Substanzen einnehmen oder verbotene Methoden anwenden muss, soll ärztliche Atteste und Befunde für eine mögliche rückwirkende medizinische Ausnahmegenehmigung aufbewahren. Weitere medizinische Informationen stehen unter nada.at/medizin/krankheit-oderverletzung.
